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26.06.2019

Waldbrand bei Lübtheen: Lage bleibt unverändert

Löschpanzer weiter im Einsatz / Auffrischender Wind facht Feuer an

2019-06-26_Waldbrand bei Lübtheen _ Löschpanzer im Einsatz
: Seit den Morgenstunden ist ein Löschpanzer im Einsatz, um das Brandgeschehen in dem munitionsbelasteten Waldgebiet einzudämmen. © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Vorerst können die Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet bei Lübtheen nicht aufatmen. Die Sorge, dass der Wind auffrischen und das Bodenfeuer weiter entfachen könnte, hat sich teilweise bestätigt. Das Feuer kann im Waldstück gehalten werden. Eine akute Gefährdung für die Anwohner besteht derzeit nicht, meldete die Einsatzleitung heute Abend (26.06.2019).
Erstmals hatte die Einsatzleitung in den Vormittagsstunden vorsichtige Entwarnung gegeben, als sich das Bodenfeuer in Richtung des Munitionszerlegungsbetriebs Jessenitz eindämmen ließ. Da es sich um ein stark munitionsbelastetes Waldstück handelt, gilt für die Einsatzkräfte nach wie vor ein Sicherheitsabstand von 1000 Metern zum Brandherd. Seit den Morgenstunden ist ein vom Landkreis angeforderter Löschpanzer auch weiterhin im Einsatz. Dieser wässert verstärkt entlang der Brandschneisen, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Waldstücke zu verhindern.
Bis auf Weiteres bleibt ein Team von ca. 70 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls bleiben die Vorbereitungen zur Evakuierung zweier Ortschaften, Volzrade und Jessenitz-Werk, zum Schutz der Anwohner vorerst weiter bestehen. Dort leben etwa 400 Menschen.
Die Einsatzleitung appelliert eindringlich, das betroffene Waldgebiet nicht zu betreten. Zudem dankt Wolfgang Krause, 1. stellvertretende Kreiswehrführer und Einsatzleiter, der Bevölkerung für ihre Unterstützung, unter anderem werden die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt.
Gestern Nachmittag (25.06.2019) war in dem 30 Hektar großen Waldstück bei Lübtheen eine ca. 6,5 Hektar große Fläche in Brand geraten. Rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und anderen Institutionen waren im Einsatz.
Die Brandursache ist bisher unklar.
Weitere Informationen folgen morgen Vormittag.