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15.01.2021

Erster Testdurchlauf im Parchimer Impfzentrum

Gut 40 Seniorinnen und Senioren haben sich für den heutigen Freitag (15.01.2021) über das Callcenter des Landes einen Termin gesichert / Bundeswehr unterstützt am Standort in der Kreisstadt / In der kommenden Woche nehmen die Impfzentren in Parchim und Ludwigslust den Vollbetrieb auf

2021-01-15 Medizinisches Gespräch Dr. Daniela Frontschak und Obermaat Jacob Lüdtke
Im Impfzentrum in der Stadthalle in Parchim. Unterstützt wird der Landkreis von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, hier im Bild Dr. Daniela Frontschak und Obermaat Jacob Lüdtke. © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Die Wege sind genauestens vorgegeben. Absperrbänder zeigen den Weg. Einbahnstraßensystem, damit sich die Impflinge nicht zu nah kommen. Abstandsregeln werden eingehalten, Mund-Nasen-Schutz wird getragen. Auch hier im Impfzentrum Parchim läuft alles, wie es in den vergangenen Wochen in Ludwigslust und Parchim vorbereitet wurde. Am heutigen Freitag fand auch hier der erste Testdurchgang statt. „Heute kommen nur Seniorinnen und Senioren, die vom Land eine Einladung erhalten und im Callcenter einen Termin vereinbart haben“, erklärt Andreas Scharfschwerdt, Leiter des Katastrophenschutzstabes des Landkreises.

Bereits am Dienstag (12.01.2020) wurden rund 70 Seniorinnen und Senioren im Impfzentrum Ludwigslust gegen das Sars-CoV-2-Virus geimpft. Ein Probedurchlauf. „Wir beobachten genauestens, wie es läuft. Die Erfahrungen, die wir von den beiden Tagen sammeln können, helfen uns im täglichen Betrieb“, so der Stabsleiter.  Im Parchimer Impfzentrum unterstützt auch die Bundeswehr den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Bis Ende März 2021 wird die Bundeswehr mit Ärzten, medizinischem Fachpersonal sowie Verwaltungspersonal zunächst das Impfzentrum in der Kreisstadt unterstützen. Eine Verlängerung des Einsatzes ist möglich. Dabei werden Soldatinnen und Soldaten aus dem gesamten Bundesland eingesetzt – unter anderem vom Zentralen Sanitätsdienst MV mit Sitz in Neubrandenburg wie auch vom Versorgungsbataillon 143 aus Hagenow. „Die Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten zu helfen ist sehr groß“, sagt Oberfeldarzt Dr. Martin Schlottmann. Sein Einsatz – sowie der seiner Kolleginnen und Kollegen – ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Wir wollen alle, dass die Pandemie bald ein Ende hat. Mit der Impfung haben wir jetzt eine Chance.“

Thomas Schmidt, Impfmanager des Landkreises, ist dankbar für die Unterstützung durch die Bundeswehr: „Wir haben beim Waldbrand in Lübtheen schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Genau deshalb haben wir wieder ein Hilfeleistungsersuchen beim Kreisverbindungskommando gestellt.“ Von dort aus geht es ans Landeskommando nach Schwerin. Wird in der Landeshauptstadt zugestimmt, geht das Hilfeleistungsersuchen weiter nach Berlin. Erst wenn alle Instanzen zugestimmt haben, kann der Einsatz der Soldatinnen und Soldaten vor Ort erfolgen.

Nach und nach trudeln die Impflinge ein, geben ihren Namen an und werden dann vom Sicherheitspersonal zur Anmeldung weitergelassen. Alle wichtigen Unterlagen müssen dabei sein – Personalausweis, Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen, Impfausweis. Danach geht es in den ersten Wartebereich. Von dort aus gelangen die Impflinge zum Impfgespräch. „Wir klären die Personen noch einmal über die Impfung auf, fragen, ob sie sich gesund fühlen und ob es in den vergangenen Tagen bereits eine andere Impfung gegeben hat“, sagt Dr. Daniela Frontschak. Wenn alle weiteren Fragen geklärt sind, geht es in den zweiten Wartebereich. Von dort aus gelangen die Impflinge in die Impfstraßen. In einer Kabine erfolgt dann die Impfung. Im Beobachtungsbereich müssen die Impflinge zwischen 15 bis 30 Minuten warten. „Im Impfgespräch legt der Arzt aufgrund von Vorerkrankungen die Wartezeit im Beobachtungsbereich fest“, erklärt Oberfeldarzt Dr. Schlottmann.

Ab kommender Woche werden die zweiten Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen des Landkreises vorgenommen – erneut mit mobilen Impfteams. Mittwochs, donnerstags und freitags werden die Personen geimpft, die über das Land eine Einladung und über das Callcenter einen Termin erhalten haben. In beiden Zentren – Ludwigslust wie auch Parchim – wird gleichermaßen verfahren. Seit dem Impfstart am 27. Dezember 2020 wurden mehr als 3000 Einwohnerinnen und Einwohner gegen das Sars-CoV-2-Virus geimpft.