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Afrikanische Schweinepest

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) bereits seit Jahren bei Wildschweinen in mehreren europäischen Nachbarländern grassiert, ist sie im September 2020 erstmals in Brandenburg und Sachsen und am 24.11.2021 im Landkreis Ludwigslust-Parchim bei einem Wildschwein amtlich festgestellt worden. Ein in Marnitz tot aufgefundenes Wildschein wurde am 24. November im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei mit positivem Ergebnis auf das Virus der ASP untersucht. Dieser Befund wurde durch das Nationale Referenzlabor auf dem Riems bestätigt.

Die ausschließlich für Schweine gefährliche Seuche kann nur durch strikte hygienische Maßnahmen bekämpft werden, da ein Impfstoff für Schweine nicht zur Verfügung steht. Oberstes Ziel ist die Verhinderung der Einschleppung der Seuche in die Hausschweinebestände. Dazu sind durch die Schweinehalter strikte seuchenhygienische Maßnahmen einzuhalten.

Im Schwarzwildbestand geht es darum, die weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern und infizierte Wildschweine schnell aufzufinden und unschädlich zu beseitigen.

Alle Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP werden in einer Tierseuchenverfügung des Landkreises, die unmittelbar erarbeitet wird, festgelegt. Dazu gehören die Festlegung eines gefährdeten Gebietes und einer anschließenden Pufferzone um die Fundstelle in Abhängigkeit örtlicher Gegebenheiten.

Die Restriktionsgebiete werden an den Zufahrtstraßen ausgeschildert, in ihnen sind die angewiesenen Maßnahmen und Verbote unbedingt einzuhalten. Innerhalb des gefährdeten Gebietes wird unmittelbar um den Fundort des infizierten Wildschweins eine Hochrisikozone eingerichtet, in der die Ausbreitung der Seuche durch intensive Maßnahmen der Seuchenbekämpfung verhindert und die Seuche zum Stillstand gebracht werden soll. Einzelheiten werden derzeit vom Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises in Abstimmung mit Verbänden und Landesregierung festgelegt.

Zeitgleich mit den Bekämpfungsmaßnahmen laufen im Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung die Ermittlungen zu Einschleppungswegen der Seuche und zum Verbleib im gefährdeten Gebiet bereits erlegter Wildschweine und daraus hergestellter Erzeugnisse.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ursprünglich in Afrika beheimatete Seuche, die nur Wild- und Hausschweine befällt. Es handelt sich um eine ansteckende Erkrankung, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, sie können sich nicht anstecken.

Die Infektion der Schweine erfolgt in Europa über direkten Tierkontakt oder indirekt über kontaminierte Gegenstände, Fahrzeuge, Einstreu oder Futtermittel. Die Übertragung durch virushaltige Lebensmittel und Speisereste spielt ebenfalls eine große Rolle. Die Verschleppung der Tierseuche über weite Distanzen deutet darauf hin, dass der Mensch durch sein Verhalten nicht unerheblich zur Verbreitung der Seuche beiträgt. Der nächstliegende ASP-Befund bei einem Wildschwein wurde in etwa 140 Kilometer Entfernung vom aktuellen Fundort festgestellt, entfernt, ein ASP-Befund bei einem Hausschwein in etwa 65 Kilometern Entfernung.

Routineuntersuchungen auf ASP bei Schwarzwild werden im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren durchgeführt. Dank der hervorragenden Kooperation der Jägerschaft wurden stets zahlreiche Proben von auffälligen und verendeten Wildschweinen im Landesamt untersucht.

Im Rahmen dieses Monitorings wurde nun der positive Befund bei einem frisch verendeten Frischling in Marnitz entdeckt.

Allgemeine Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest / African Swine Fever (ASP / ASF) ist eine hochansteckende anzeigepflichtige Infektionskrankheit der Wild- und Hausschweine. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Ursprünglich auf den afrikanischen Kontinent begrenzt, wurden im Jahr 2007 erstmals Fälle von ASP aus Georgien gemeldet. In den Folgejahren bis heute, hat sich die Seuche über die Kaukasusstaaten und die Russische Föderation bis in die osteuropäischen EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien und Bulgarien ausgebreitet. Örtlich begrenzte Ausbrüche unter Wildschweinen wurden im Jahr 2017 im Osten Tschechiens und im Süden Belgiens registriert. In Tschechien gelang es den Seuchenherd einzugrenzen und die ASP zu tilgen. Im Jahr 2020 traten die ersten Fälle von ASP in den östlichen grenznahen Regionen zu Polen in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen auf. Deutschland hatte in den besonders gefährdeten Gebieten begonnen, mit mobilen Zäunen der Einwanderung infizierter Wildschweine entgegen zu wirken. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass im September 2020 die ersten Infektionen bei verendeten Wildschweinen im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen wurden. Inzwischen sind im Land Brandenburg grenznahe Regionen in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland betroffen. In diesen Gebieten wurden Restriktionen nach der Schweinepest-Verordnung verfügt. Durch die ergriffenen Maßnahmen konnte bisher verhindert werden, dass sich die Seuche in Deutschland über die gefährdeten Bezirke hinaus weiter ausbreitet.

Aktuelles Tierseuchengeschehen zur Afrikanischen Schweinepest - Friedrich-Löffler-Institut


Die Verbreitung der ASP erfolgt im Wesentlichen über zwei Wege.

Die Afrikanische Schweinepest / African Swine Fever (ASP / ASF) ist eine hochansteckende anzeigepflichtige Infektionskrankheit der Wild- und Hausschweine. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Ursprünglich auf den afrikanischen Kontinent begrenzt, wurden im Jahr 2007 erstmals Fälle von ASP aus Georgien gemeldet. In den Folgejahren bis heute, hat sich die Seuche über die Kaukasusstaaten und die Russische Föderation bis in die osteuropäischen EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien und Bulgarien ausgebreitet. Örtlich begrenzte Ausbrüche unter Wildschweinen wurden im Jahr 2017 im Osten Tschechiens und im Süden Belgiens registriert. In Tschechien gelang es den Seuchenherd einzugrenzen und die ASP zu tilgen. Im Jahr 2020 traten die ersten Fälle von ASP in den östlichen grenznahen Regionen zu Polen in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen auf. Deutschland hatte in den besonders gefährdeten Gebieten begonnen, mit mobilen Zäunen der Einwanderung infizierter Wildschweine entgegen zu wirken. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass im September 2020 die ersten Infektionen bei verendeten Wildschweinen im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen wurden. Inzwischen sind im Land Brandenburg grenznahe Regionen in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland betroffen. In diesen Gebieten wurden Restriktionen nach der Schweinepest-Verordnung verfügt. Durch die ergriffenen Maßnahmen konnte bisher verhindert werden, dass sich die Seuche in Deutschland über die gefährdeten Bezirke hinaus weiter ausbreitet.

Zum einen regional relativ langsam fortschreitend über infizierte Wildschweine, die, obwohl sie relativ schnell versterben über enge Kontakte in den Rotten und darüber hinaus besonders durch verdrängte

Jungkeiler, die Infektion weitertragen. In diesem Fall können auch die Körper der verendeten Wildschweine in den Revieren lange Zeit (bei Temperaturen zwischen 4° bis 20° jahrelang) Ansteckungsquelle sein.

Zum Zweiten, und dies ist ein wenig berechenbarer Weg, kann die Infektion auch über weite Entfernungen in bisher gesunde Wild- und Hausschweinebestände eingetragen werden. Dies geschieht dann über

verschmutzte und mit erregerhaltigem Material behaftete Gegenstände wie zum Beispiel Jagdausrüstungen sowie -kleidung oder auch Jagdtrophäen bzw. Fahrzeuge. Kontrollen und zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen an fernfahrenden Transportern an den EU-Außengrenzen sowie in den betroffenen Regionen sollen das Risiko verringern.

Besonders gefährlich ist aber eine Übertragung über erregerhaltige Lebensmittel. In Rohwurst oder Schinken bleibt das Virus der ASP über einen Zeitraum von Wochen bis zu mehreren Monaten ansteckungsfähig. Zwar bestehen für legale Einfuhren von Lebensmitteln tierischer Herkunft aus den betroffenen Gebieten strenge Restriktionen. Jedoch ist die Gefahr der Verarbeitung von Fleisch infizierter Schweine aus den betroffenen Regionen, besonders durch Hausschlachtungen, real. Dann unachtsam in die Natur entsorgte Lebensmittelreste solcher Herkunft, die von Wildschweinen aufgenommen werden, führen zu einer neuen Infektionskette weit entfernt von den eigentlichen Ausbruchsgebieten. Die letzten gemeldeten Ausbrüche in Tschechien und Rumänien können durchaus unter diesem Blickwinkel gesehen werden.

Als Grundregel muss gelten, keine Lebensmittel tierischen Ursprungs oder unbearbeitete, sprich nicht desinfizierte Jagdtrophäen von Wildschweinen aus den Ländern, in denen die ASP vorkommt, mitzubringen. Reiseproviant, und sei es nur die Salami oder der Schinken auf dem nicht gegessenen Brötchen, ist grundsätzlich nur in verschlossenen und sicher verankerten Abfallbehältern auf den Park- und Rastplätzen bzw. zu Hause über die Hausmülltonne zu entsorgen. Zumindest in dieser Hinsicht haben wir es selbst in der Hand, einer sprunghaften Verbreitung entgegen zu wirken.

Die Afrikanische Schweinepest hat, vermutlich durch menschliches Fehlverhalten, einen großen Sprung in Richtung Westen gemacht. Die Restriktionszonen in Polen reichen inzwischen bis an die östliche Grenze Deutschlands heran.

Die Arbeitsgruppe ASP des Landwirtschaftsministeriums M-V hat in Zusammenarbeit mit den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern und dem Tierseuchenbekämpfungsdienst beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei ein allgemeines Arbeitsdokument für die Fachbehörden erarbeitet. Darin sind die im Land getroffenen ASP-Vorsorgemaßnahmen sowie die Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen im Ausbruchsfall zusammengefasst.

https://www.regierung-v.de/Landesregierung/lm/Verbraucherschutz/Veterinaerwesen/Tiergesundheit-Tierseuchenbekaempfung/afrikanische-schweinepest-asp/

Besonderes Augenmerk gilt daher der Überwachung der Schwarzwildbestände.

Die Jagdausübungsberechtigten sind verpflichtet, nach näherer Anweisung durch unsere Behörde von jedem verendeten, verunfallten oder krank erlegten Stück Schwarzwild Proben zu entnehmen und zur Untersuchung zu übergeben. Dafür erhält er eine Aufwandsentschädigung von 25,00 Euro.

Um möglichst auch viele der Tierkörper der oben beschriebenen Stücke aus Wald und Flur entfernen zu lassen und ein potentielles Risiko weiter zu vermindern, zahlt das Landwirtschaftsministerium für jedes zur Entsorgung abgelieferte Stück eine weitere Aufwandsentschädigung in Höhe 50,00 Euro. Bei den Forstämtern wurden inzwischen Kadavercontainer zur Sammlung dieser Tierkörper aufgestellt. Der Standort des nächstgelegenen Forstamtes ist auf der weiter unten auf dieser Seite befindlichen Karte ersichtlich. Ggf. benötigte Verpackungsmaterialien in Form von Maisstärkesäcken werden in den Revierförstereien vorgehalten.

Restriktionsflächen Afrikanische Schweinepest

 

 

Kadaversammelplätze im Landkreis

Hier finden Sie die aktuellen Kadaversammelplätze

Informationen für Jäger - Merkblätter und Formulare

Afrikanische Schweinepest - Informationen für Jagdtouristen

Was sollten Jagdtouristen beachten? Hinweise und Empfehlungen zu Reiseländern und Umgang mit verwendeter Jagdausrüstung.  Merkblatt

Schweinepest - Informationen für Jäger

Was können Jäger vorbeugend tun? Was müssen Schweinehalter, die auch Jäger sind, zur Seuchenvorsorge beachten?   Merkblatt

Tupferprobenentnahme für die Untersuchung auf ASP bei Fallwild

Jäger können die Bekämpfung von ASP durch die Entnahme und Einsendung von Blutproben bei erlegtem Schwarzwild oder Fallwild wesentlich unterstüzen. Hinweise zur Durchführung gibt Ihnen unser Merkblatt.

Probeneinsendung bei Fallwild, Unfallwild und krank angesprochenen Tieren

Es können Proben von Wildschweinen gemäß des des Erlasses zur Überwachung von Wildschweinen auf Schweinepest im MV und ganze Tierkörper von Füchsen, Marderhunden und Waschbären zur Untersuchung gemäß des Erlasses zur Überwachung und Aufrechterhaltung der Tollwutfreiheit in MV eingesandt werden. Für die eingesandten Proben wird eine Aufwandentschädigung gezahlt.

Den Antrag für die Aufwandentschädigung finden Sie hier: Antrag auf Aufwandsentschädigung 

Hinweise zur Probenahme für die Untersuchung auf Schweinepest bei Schwarzwild

Merkblatt des Landesamtes  für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg--Vorpommern Abteilungen 6 und 2 Tierseuchenbekämpfungsdienst und Tierseuchendiagnostik



 

Weiterführende Informationsquellen zur Afrikanischen Schweinepest

Fragen und Antworten zur Afrikanischen Schweinepest (FAQ)        Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft