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21.04.2020

Notfallbetreuung für Kinder wird ausgeweitet

Kita-Leitungen und die Kindertagespflegepersonen nehmen Anträge entgegen und entscheiden über Aufnahme / Antragsunterlagen ab morgen erhältlich

Pixabay-Esi Grünhagen
© Pixabay/Esi Grünhagen

Ab der kommenden Woche haben auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim Eltern einen Anspruch auf Notfallbetreuung ihrer Kinder bzw. ihres Kindes, sofern mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist und eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Das ist festgelegt in der Allgemeinverfügung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 17. April.

Über die Aufnahme in die Notfallbetreuung entscheiden die Kita-Leitungen und die Kindertagespflegepersonen. Hierzu erhalten die Kitas und Tagespflegen entsprechende Formulare (Selbsterklärung und Unabkömmlichkeit Arbeitgeberformular/bzw. Formular für Selbständige). Diese Formulare stellt der Landkreis den Eltern auch online unter www.kreis-lup.de/corona zur Verfügung. Die Eltern müssen die Selbsterklärung ausfüllen und von den Arbeitgebern eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung ausfüllen lassen. Diese Formulare sind dann bei der Kita oder Tagespflege einzureichen, damit sie über die Aufnahme entscheiden können. Die Eltern können sich dazu ab morgen (22. April) an die Einrichtungen und die Tagespflegestellen wenden.

Wichtig ist, dass nach wie vor der Grundsatz gilt, dass die Notbetreuung nur in dem dringend erforderlichen Umfang in Anspruch genommen werden soll, auch wenn die Öffnungszeiten sich an der Regelöffnungszeit orientieren. Bezogen auf die Gruppengröße in den Einrichtungen soll die Gruppengröße pro Erzieher fünf Kinder nicht überschreiten, sie darf aber zehn Kinder nicht überschreiten.

Ergänzend zu den allgemeinen Hygienehinweisen insbesondere zu guter Händehygiene, zu Husten- und Niesetikette der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Homepage www.infektionsschutz.de und der dortigen Broschüre „Hygiene - Kinderleichter Schutz vor Infektionskrankheiten“, wird für die Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege empfohlen:

  • Kinder sollen, kurz bevor sie in die Notfallbetreuung gebracht werden, mit einem Elternteil gründlich die Hände gewaschen haben.
  • Handkontaktflächen (insbesondere Türklinken im Eingangsbereich) sollen morgens und bei Bedarf auch am Tag häufiger gereinigt werden.
  • Auch beim Abholen der Kinder sollen diese noch einmal in der Kindertageseinrichtung bzw. mit der Kindertagespflegeperson die Hände waschen.
  • Während der Betreuungszeit achten die Beschäftigten der Einrichtung bzw. die Tagespflegepersonen auf zusätzliches Händewaschen.
  • Die Betreuungsräume sollten häufig (mindestens vier Mal täglich für zehn Minuten) gelüftet werden.

Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten darauf bietet das Sozialministerium des Landes unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Kindertagesförderung/

 

Selbsterklärung der Eltern zur Inanspruchnahme einer Kindernotfallbetreuung
Eigenerklärung zur Unabkömmlichkeit von Selbstständigen

Erklärung zur Unabkömmlichkeit von Beschäftigten