Kindertagesstätten und Tagesbetreuung

Mit dem Kita-Stufenplan wurde für die Träger der Kindertageseinrichtungen, ihre Beschäftigten, Kindertagespflegepersonen, Eltern und Kinder eine nachvollziehbare Perspektive für die Kindertagesförderung unter Pandemiebedingungen geschaffen.

Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen (Inzidenz unter 100)

Bei einer Inzidenz unter 100 können alle Kinder die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen besuchen. Es findet dann ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt und die jeweiligen Hygienehinweise sind zu beachten.

Schutzphase (Inzidenz 100 - 150) - gilt ab dem 12.04.2021 in LUP

Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt 5 Tage in Folge die 7-Tage-Inzidenz auf 100 oder höher gestiegen oder 10 Tage in Folge unter 150 gesunken ist, gilt die Schutzphase. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Andernfalls müssen sie bestätigen, dass eine Betreuung des Kindes/der Kinder notwendig ist.

Sie benötigen folgende Formulare:
Formular zur Gesundheitsbestätigung für die Kindertagesförderung unter Pandemiebedingungen - (am ersten Tag der Förderung nach dem 12.04.2021 abzugeben)

Formular zur Teilnahme eines Kindes an der Kindertagesförderung während einer Schutzphase bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100

Notfallbetreuung bei einer Inzidenz von 150 und mehr

Für Landkreise und kreisfreie Städte, die eine 7-Tage-Inzidenz über 150 oder ein diffuses Infektionsgeschehen mit Mutationen aufweisen, gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot mit der Möglichkeit einer Notfallbetreuung.
Für die Inanspruchnahme der Notfallbetreuung benötigen Sie folgende Formulare:

Formular zur Gesundheitsbestätigung für die Kindertagesförderung unter Pandemiebedingungen - (am ersten Tag der Förderung nach dem 12.04.2021 abzugeben)

Selbsterklärung der Eltern zur Inanspruchnahme einer Kindernotfallbetreuung (Stand 25.03.2021)

Eigenerklärung zur Unabkömmlichkeit von Selbständigen (Stand 25.03.2021)

Erklärung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit von Beschäftigten (Stand 25.03.2021)

Die jeweils neueste Verordnung finden Sie im Kasten RECHTSLAGE im rechten Rand. 


Handlungsempfehlungen bei Symptomatik

Für Kinder mit COVID-19 zu vereinbarenden Symptomen wie Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht), Halsschmerzen, Schnupfen (nicht durch Heuschnupfen oder Allergie verursacht), Fieber (größer oder gleich 38,5 Grad Celsius bei Kleinkindern, größer oder gleich 38 Grad Celsius bei Hortkindern), Kopf- oder Gliederschmerzen, Störung des Geruchs- und Geschmackssinns oder gastrointestinale Symptome (Durchfall, Erbrechen) ist die Handlungsempfehlung für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (ARE) vom 6. April 2021 zu beachten.

Demnach erfolgt keine Aufnahme in die Einrichtung bzw. eine getrennte Betreuung vor Ort bis zur Abholung. Der Haus- oder Kinderarzt/ ärztin kann im Anschluss an eine erforderliche diagnostische Abklärung mittels PCR (oder alternativer Nukleinsäurenachweis) die ärztliche Konsultation und den negativen Testbefund auf dem vorgegebenem Formular bestätigen. Erst dann kann das Kind wieder zur Betreuung aufgenommen werden.
Kinder, die eine Symptomatik aufweisen und bei denen kein PCR-Test durchgeführt wird, sind mindestens 7 Tage sowie bis zur vollständigen Genesung von der Betreuung ausgeschlossen.

Schulen und Bildungseinrichtungen

Am 08.04.2021 ist mit der Änderung der Corona-SchulVO M-V eine neue Stufenregelung beschlossen worden: es wird nur noch zwei Stufen geben, sowie eine neue Stichtagsregelung:

Stufe 1 bei einer 7-Tage-Inzidenz bis unter 150 sowie
Stufe 2 bei einer 7-Tage-Inzidenz ab 150.

Für die Schulorganisation der Stufe 1 oder der Stufe 2 ist jeweils die 7-Tage-Inzidenz des Mittwochs für die darauffolgende Woche ausschlaggebend.

Der Schulbetrieb wird durch eine freiwillige wöchentliche zweimalige Selbsttestung auf SARS-CoV-2 begleitet.


Schulbetrieb in der Woche vom 12.04. bis 18.04.2021:

Am Stichtag 07.04.2021 wurde für den Landkreis Ludwigslust-Parchim eine 7-Tages-Inzidenz von 109,1 ausgewiesen. Demzufolge gilt für den Schulbetrieb der kommenden Woche Stufe 1:

In den Jahrgangsstufen 1 bis 6 und den Abschlussjahrgängen findet ein täglicher Präsenzunterricht in Form eines Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen statt.

Für die Jahrgangsstufe 11 der allgemein bildenden Schulen sowie für die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien und Fachgymnasien kann ein täglicher Präsenzunterricht in Form eines Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen stattfinden. Die Entscheidung steht im Ermessen der jeweiligen Schule.

In den allgemein bildenden Schulen ab der Jahrgangsstufe 7 und den beruflichen Schulen findet Wechselunterricht statt.

An Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung oder Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler findet für Schülerinnen und Schüler ist Präsenzunterricht möglich.


Auch für Schulen gelten die Handlungsempfehlungen bei Kindern mit Akuter Respiratorischer Symptomatik (s. Erläueterungen oben).


HOTLINE Schule: Für dringende Fragen ist im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Hotline geschaltet. Bitte versuchen Sie zunächst Ihre Fragen telefonisch mit der Schule vor Ort zu klären, bevor Sie die Landes-Hotline anrufen. Telefonnummer: 0385/588-11311 - Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr und Samstag sowie Sonntag 10:00 bis 14:00 Uhr besetzt.

Entschädigung bei Schul- und Kita-Schließungen

Seit 30.03.2020 gilt die Regelung zur Eltern-Entschädigung in der Corona-Krise. Wer durch die Betreuung eines Kindes aufgrund der Schließung von Schule oder Kita nicht arbeiten kann und deshalb Verdienstausfall hat, erhält vom Arbeitgeber für maximal sechs Wochen 67 Prozent vom Nettolohn. Der Arbeitgeber kann einen Antrag auf Erstattung dieser Lohnfortzahlung stellen. Dieser wird in Mecklenburg-Vorpommern vom LAGuS bearbeitet. Einen Anspruch auf Entschädigung haben auch Selbstständige. Nähere Informationen für die Entschädigung gemäß § 56 Abs. 1a IfSG bei Verdienstausfällen wegen Schul- und Kita-Schließungen sowie die Online-Antragsformulare finden Sie unter IfSG online.

Familien mit kleinem Einkommen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kinderzuschlag – zusätzlich zum Kindergeld. Anträge sind an die Bundesagentur für Arbeit zu stellen.

Einrichtungen für Pflege und Reha

Im Bereich Soziales befassen sich zahlreiche Einrichtungen und Unternehmen mit der stationären oder ambulanten Betreuung und Pflege der Betroffenen. Sie unterliegen den rechtlichen Vorschriften des Landes: der Pflege und Soziales Corona-Verordnung M-V und der Verordnung zur Corona bedingten Regelung der Besuchs-, Betretens- und Leistungsbeschränkungen in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (s. Kasten RECHTSLAGE im rechten Rand).

In folgenden Einrichtungen sollen Besuchs- und Betretensregelungen, Test- und Hygienekonzepte und nicht zuletzt eine vorrangige Berücksichtigung beim Impfen zum erhöhten Schutz vor Infektionen und Ausbrüchen beitragen:

  • soziale Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Krankenhäuser, Rehakliniken und weitere stationäre Einrichtungen
  • Wohnformen für Menschen mit Behinderungen
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen
  • Altersheime oder Pflegeeinrichtungen
  • teilstationäre Pflegeeinrichtungen, wie z.B. Tagespflege