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Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz

Die Gewährleistung von abwehrenden Maßnahmen gegen Brände und Brandgefahren (Brandschutz) und die Vorbereitung der Abwehr und die Abwehr von Katastrophen (Katastrophenschutz) sind die Hauptaufgaben dieses Fachdienstes.

Hierzu zählen insbesondere Planungs-, Koordinations-, Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, die im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen und der ehrenamtlichen Helfer.

Der Fachdienst 38 ist die Schnittstelle zu den ehrenamtlichen Organisationen des Brand- und Katastrophenschutzes (Freiwillige Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft).

Fachgebiet Brandschutz

Vorbeugender Brandschutz

Der Bereich des vorbeugenden Brandschutzes ist überwiegend gekennzeichnet durch die Erarbeitung von brandschutztechnischen Stellungnahmen, die Brandverhütungsschauen, die Abnahme von brandschutztechnischen Anlagen und Einrichtungen, sowie die Beratung zu Themen des vorbeugenden Brandschutzes.

Brandverhütungsschau

Brand- oder explosionsgefährdete bauliche Anlagen sowie Einrichtungen, in denen während ihrer Nutzung ein größerer Personenkreis in Gefahr kommen kann, sind regelmäßig einer Brandverhütungsschau zu unterziehen. Die Brandverhütungsschau umfasst alle Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, die der Entstehung und Ausbreitung von Bränden entgegenwirken und bei einem Brand eine wirksame Brandbekämpfung und die Rettung von Menschen, Tieren und unwiederbringlichem Kulturgut ermöglichen. Brand- und Explosionsgefahren verursachende Mängel sind festzustellen, Ihre Beseitigung anzuordnen und zu überwachen.

Brandschutztechnische Stellungnahmen

Diese Stellungnahmen werden im Rahmen von Planungs- bzw. Genehmigungsverfahren gegeben. Unter anderem wird auf die Problematik der Löschwasserversorgung, der Zufahrtsmöglichkeiten, der Stellflächen, der Angriffswege der Feuerwehr, der Rettungswege, der brandschutztechnischen Ausrüstung und Einrichtung sowie der Sicherung der Einsatzhandlungen der Feuerwehr eingegangen. Ebenfalls erfolgt die Abgabe von Stellungnahmen, wie z.B. bei Großveranstaltungen, Volksfesten und Ausstellungen für die örtlich zuständigen Ordnungsbehörden.

Abnahme brandschutztechnischer Anlagen und Einrichtungen

Vor Inbetriebnahme von brandschutztechnischen Anlagen und Einrichtungen sind diese abzunehmen. Unter anderem wird die Funktionstüchtigkeit von Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und Feuerwehrschließungen überprüft.

Beratung zu Fragen des vorbeugenden Brandschutz

Eine Beratung erfolgt bei der Planung von Neu- und Umbauten sowie bei Nutzungsänderungen in allen Fragen des Brandschutzes.

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Abwehrender Brandschutz

Im Bereich des abwehrenden Brandschutzes stehen die über 220 freiwilligen Feuerwehren in unserem Kreisgebiet im Mittelpunkt.

Eine wichtige Funktion ist die Beratung der Gemeinden als Träger des Brandschutzes in allen Angelegenheiten des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung.

Neben der Beratung erfolgt eine Förderung der Ausrüstung der gemeindlichen Feuerwehren aus Mitteln der Feuerschutzsteuer.

Eine weitere Aufgabe stellt die Anerkennung der Feuerwehren, deren Einordnung sowie die Überprüfung auf ihre Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft dar.

Mithin wird im Bereich des abwehrenden Brandschutzes die Zuweisung besonderer Einsatzschwerpunkte erarbeitet sowie Sofortmaßnahmen für Ereignisse mit gefährlichen Stoffen und Gütern in Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren ausgearbeitet und beplant.

Im Rahmen des überörtlichen Brandschutzes/technische Hilfeleistung werden besondere Einsatzpläne in Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren erstellt.

Die Trägerschaft der Integrierten Leitstelle (ILWM)  übt die Landeshauptstadt Schwerin aus. Gegenwärtig umfasst das Zuständigkeitsgebiet der ILWM die Territorien der Landkreise Ludwigslust- Parchim, Nordwestmecklenburg (inkl. der Hansestadt Wismar) und der Landeshauptstadt Schwerin. 

Brandschutz-Förderrichtlinie

Online-Dienstleistung - Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus der Feuerschutzsteuer

Download & Links

Kreisfeuerwehrverband Ludwigslust-Parchim

Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern (LPBK M-V)

Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz

Feuerwehrtechnische Zentrale

Zu den Aufgaben gemäß des Gesetzes über den Brandschutz und die Technischen Hilfeleistungen der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern des Landkreises Ludwigslust-Parchim gehört die Unterhaltung einer Feuerwehrtechnischen Zentrale.

Die Feuerwehrtechnische Zentrale LUP (FTZ) befindet sich an den Standorten Hagenow und Dargelütz.

Hier wird ein umfangreicher Service für die gemeindlichen Feuerwehren und der Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises angeboten.

Email-Adresse für allgemeine Anfragen an die FTZ:

FTZ@kreis-lup.de

Ein Schwerpunkt der Aufgaben der FTZ liegt bei der jährlichen fachtechnischen Überprüfung der Feuerwehrfahrzeuge für die Gemeinden des Landkreises. Im Rahmen dieser Termine werden beispielsweise folgende Ausrüstungsgegenstände geprüft und ggf. repariert:

-          Tragbare Leitern und Arbeitsplattformen

-          Leinen, Seile, Ketten und Anschlagmittel

-          Hydraulische Rettungsgeräte und Zubehör

-          Pneumatische Rettungsgeräte

-          Wasserführende Armaturen und Saugschläuchen

-          Ortsveränderliche, elektrische Betriebsmittel

-          Feuerlöschpumpen

-          Absturzsicherungen

-          usw.

Daneben prüft, pflegt und wartet die FTZ an beiden Standorten Atem- und Körperschutzausrüstung und Druckschläuche.

Die Bewirtschaftung dieser Ausrüstungsgegenstände erfolgt größtenteils auf Grundlage öffentlicher Verträge im Rahmen eines Verbundsystems. Hierzu zählt auch ein Netz von Tauschräumen an verschiedenen Orten innerhalb des Landkreises.

In den Tauschräumen könne sich die Feuerwehren nach Einsätzen an 365 Tagen rund um die Uhr im Rahmen einen 1-zu-1-Tausches auf kurzem Weg wieder einsatzbereit machen.

Hier befinden sich unsere Tauschräume (zusätzliche in Planung):


1
Tauschraum Hagenow

2

Tauschraum Dargelütz


3

Tauschraum Broock


4

Tauschraum Heiddorf


5

Tauschraum Sternberg

Zum weiteren Leistungsspektrum der Feuerwehrtechnischen Zentrale gehören u.a.:

  • Betrieb von Atemschutzübungsanlagen an den Standorten Hagenow und Dargelütz
  • Logistische Unterstützung bei Großschadenereignissen
  • Bereitstellung von Schaummittelreserven
  • Bereitstellung und Unterhaltung von verschiedenen Übungsgeräten
  • Funkwerkstatt
  • Prüfung Gasmesstechnik
  • Reinigung von Einsatzbekleidung


Download:

Ansprechpartner

  1. Stephanie Lohse

    Fachgebietsleiterin Brandschutz

  2. Dirk Prieß

    Abwehrender Brandschutz

  3. Dominik Zeidler

    Abwehrender Brandschutz

  4. Matthias Müller-Berthold

    Vorbeugender Brandschutz

  5. Martin Erdmann

    Vorbeugender Brandschutz

  6. Daniela Bennöhr

    Leitung Feuerwehrtechnische Zentrale

  7. Thomas Münch

    stellvertretender Schirrmeister

  8. Feuerwehrtechnische Zentrale - Allg. Anfragen

Fachgebiet Katastrophenschutz

Katastrophenschutz

Katastrophenschutz Allgemein

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat als untere Katastrophenschutzbehörde die Aufgabe, Katastrophen vorzubeugen und abzuwehren. Eine Katastrophe im Sinne des Landeskatastrophenschutzgesetzes ist ein Ereignis, das Leben, die Gesundheit oder die lebensnotwendige Versorgung zahlreicher Menschen oder Tiere, die Umwelt oder bedeutende Sachgüter in so außergewöhnlichem Maße gefährdet oder schädigt, dass Hilfe und Schutz nur wirksam gewährt werden können, wenn die zuständigen Behörden, Stellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte unter einheitlicher Leitung der Katastrophenschutzbehörde zusammenwirken. Der Katastrophenschutz baut vor allem auf den Einsatzkräften der Feuerwehren, der freiwilligen Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks (THW) auf.

Die Aufgaben des Katastrophenschutzes werden vom Landkreis Ludwigslust-Parchim als untere Katastrophenschutzbehörde in einem integrierten Hilfeleistungssystem wahrgenommen. In diesem Zusammenhang sind Maßnahmen zur

  • Vorbereitung der Bekämpfung von Großschadensereignissen und Katastrophen (vorbeugender Katastrophenschutz) und
  • zur Abwehr sowie Beseitigung der Folgen von Großschadensereignissen und Katastrophen (abwehrender Katastrophenschutz) zu treffen.


weiterführende Links

Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI)

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Max und Flocke (Bevölkerungs- und Katastrophenschutz für Kinder leicht erklärt)

Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern


Selbstschutz / Selbsthilfe der Bevölkerung

Was ist der Unterschied zwischen Zivilschutz, Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr?

Der Bund hat die Aufgabe, die Bevölkerung vor kriegs­bedingten Gefahren zu schützen ("Zivilschutz").

Die Länder sind für den Schutz vor großen Unglücken und Katastrophen in Friedens­zeiten zuständig ("Katastrophen­schutz").

Die Landkreise, kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte, die Ämter und die amtsfreien Gemeinden haben die Aufgabe als Landesaufgabe im übertragenen Wirkungskreis, von der Allgemeinheit oder dem Einzelnen Gefahren abzuwehren, durch die die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bedroht wird ("Gefahrenabwehr")


Warum ist das wichtig?

Zivil- und Katastrophen­schutz bilden - trotz unterschiedlicher Zuständigkeiten - ein sogenanntes "integriertes Hilfe­leistungs­system". Das bedeutet, dass die vom Bund im Rahmen des Zivilschutzes bereitgestellten Ressourcen von den Ländern im Katastrophen­schutz genau wie ihre eigenen Mittel eingesetzt werden können. Ebenso stellen die in den Ländern im Katastrophen­schutz tätigen Organisationen ihre Kräfte und Fähigkeiten für den Verteidigungs­fall zur Verfügung. Durch dieses System greifen die Ressourcen von Bund, Ländern und privaten Hilfs­organisationen eng ineinander. So ist sichergestellt, dass schnellstmöglich die besten Leute vor Ort sind, um Hilfe zu leisten und die Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

(Quelle: BMI)


Was hat das mit dem Selbstschutz / der Selbsthilfe der Bevölkerung zu tun?

Nicht immer können Rettungskräfte überall und sofort zur Stelle sein. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie man sich in Krisensituationen selbst helfen kann. Kommt es beispielsweise aufgrund eines schweren Unwetters, zu Überschwemmungen, Stromausfällen und anderen schweren Schäden, kann nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig geholfen werden.

Deshalb ist es wichtig, dass sich jede und jeder Einzelne im Rahmen der Selbsthilfe vorsorglich selber hilft oder auf die Hilfe von Nachbarn und anderen Personen setzen kann. Diese erste Phase der Selbsthilfe muss so wirksam und geeignet sein, dass die Zeit bis zum Eintreffen organisierter Hilfe überbrückt werden kann.

Aus diesem Grund sollten Sie sich die folgenden Fragen beantworten können:

  • Sind Sie als Bürger auf solche Ereignisse ausreichend vorbereitet?
  • Was können Sie tun, um sich und Ihre Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn oder andere Mitmenschen in extremen Gefahrensituationen zu schützen?
  • Was können Sie tun, um die Hilfs- und Rettungskräfte zu unterstützen?
  • Welche Schulungen, Hilfsmittel, Tipps und Ratschläge gibt es, die Ihnen in diesen Situationen weiterhelfen können?

(Quelle: BBK)


Hinweise für die eigene Vorratshaltung

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.

  • Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.
  • Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte und andere länger lagerfähige Getränke.
  • Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.
  • Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.
  • Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.
  • Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.

(Quelle: BBK)


Im Notfall informiert bleiben

Es gibt Situationen, in denen es besonders wichtig ist, aktuelle Nachrichten-Meldungen verfolgen zu können. Beispielsweise, wenn starke Schneefälle oder Hochwasser Teile der Bevölkerung von der Außenwelt abschneiden oder bei einem großflächigen Stromausfall. Informationen und Warnmeldungen sind dann überlebenswichtig. Oftmals sind die Eingeschlossenen nur über Rundfunk, Fernsehen oder Internet erreichbar. Fernseher und Internet funktionieren aber nur mit Strom, der möglicherweise auch ausfällt. So bleibt nur das Radio als Hauptwarnmittel.

Wichtig deshalb: Immer ein batteriebetriebenes Rundfunkgerät und Reservebatterien oder ein Kurbelradio im Haus haben. Auch ein Solarradio oder Autoradio kann benutzt werden.

Weiterhin empfiehlt sich die Installation der Warn-App NINA, die der Bund im Zusammenhang mit dem Modularen Warnsystem (MoWaS) entwickelt hat. Voraussetzung ist allerdings ein geladenes Handy beziehungsweise Internet. Bei einem großflächigen Stromausfall ist dieses Warnmittel somit nicht geeignet. Dort, wo regional Sirenen betrieben werden, wird bei Gefahrenlagen einzelfallbezogen die Bevölkerung über Sirenen gewarnt.

In jeder Lage einsetzbar, aber mit beschränkter Reichweite, sind Lautsprecherwagen beziehungsweise mobile Lautsprecher. Sie können bei Bedarf Bereiche warnen, in denen keine Sirenen oder andere Warnmittel mit hohem „Weckeffekt“ vorhanden sind.

(Quelle: BBK)


Hausapotheke vorausschauend planen

Gedanken machen sollte man sich auch bei der Zusammenstellung der Hausapotheke. Sie ist besonders wichtig, wenn in einer Notsituation das Zuhause nicht verlassen werden kann, beispielsweise bei einem schweren Unwetter. In solchen Situationen ist es hilfreich, einige Medikamente im Haus zu haben, um Verletzungen oder leichtere Erkrankungen behandeln zu können. „Dabei sollten Bürgerinnen und Bürger darauf achten, ihren Vorrat an wichtigen Medikamenten oder Verbandsmaterialien aufzufüllen, bevor er verbraucht ist. Wichtig ist auch die richtige Lagerung“, so Susanne Reich.

Die Hausapotheke sollte in einem abschließbaren Schrank oder Fach aufbewahrt werden. Für Kinder sollte dieser nicht zugänglich sein (hoch hängen oder abschließen). Ideal wäre ein kleiner Schrank mit frei zugänglichem Verbandsfach und abschließbarem Medikamentenfach.Das Badezimmer ist der falsche Platz! Medikamente sollten kühl und trocken lagern.

Das gehört in eine Hausapotheke:

  • persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Erkältungskrankheiten
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
  • Elektrolyte zum Ausgleich bei Durchfallerkrankungen
  • Fieberthermometer
  • Splitterpinzette
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Einweghandschuhe
  • Atemschutzmaske
  • Alles, was ein DIN 13164-Verbandskasten (Autoverbandskasten) enthält:
  • Mull-Kompresse
  • Verbandschere
  • Pflaster und Binden
  • Dreiecktuch
  • Immer auf dem aktuellen Stand

Die Hausapotheke sollte keine Medikamente enthalten, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist! In vielen Haushalten ist die Hausapotheke eine Sammlung von alten und abgelaufenen Medikamenten. Das kann sogar gefährlich sein, denn Medikamente, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, können nicht nur ihre Wirkung verlieren, sondern auch gefährlich werden. Die Hausapotheke sollte daher regelmäßig kontrolliert und verfallene Medikamente aussortiert und ersetzt werden.

(Quelle: BBK)


Immer Notgepäck vorhalten

Wenn es brennt, muss man schnell das Zuhause verlassen. Oder bei einer Evakuierung, weil in der Nähe Weltkriegsmunition gefunden oder ein Gasleck entdeckt wurde. Dann bleibt häufig nicht mehr viel Zeit zum Packen. Mit einem vorbereiteten Notgepäck kann man dagegen mit einem Griff alles Wichtige mitnehmen.

Selbst wenn die Zeit reichen sollte, beispielsweise bei einer Evakuierung noch einige Dinge einzupacken – es ist schwer, in einer stressigen Situation an alles zu denken. Vorplanen ist deshalb besser als nachtrauern. Es könnte in einem oben beschriebenen Szenario auch längere Zeit dauern, bis die Wohnung wieder betreten werden kann. Vielleicht ist man in einer Notunterkunft oder bei Bekannten untergebracht. Das Notgepäck soll helfen, die ersten Tage außer Haus zurechtzukommen. Oberste Grundregel: Für jedes Familienmitglied sollte nicht mehr mitgenommen werden, als in einen Rucksack passt. Ein Rucksack ist geeigneter als ein Koffer, da beide Hände frei bleiben.

Das gehört in den Notfallrucksack:

  • persönliche Medikamente
  • Erste-Hilfe-Material
  • batteriebetriebenes Radio, Reservebatterien
  • Dokumentenmappe
  • Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung
  • Wasserflasche
  • Essgeschirr und -besteck
  • Dosenöffner und Taschenmesser
  • Taschenlampe, Reservebatterien
  • Schlafsack oder Decke
  • Kleidung für ein paar Tage, auch Wetterschutzbekleidung
    • Um für verschiedene Situationen richtig ausgestattet zu sein, sollte die Kleidung nach dem „Zwiebelprinzip“ zusammengestellt werden.
    • Das bedeutet, mehrere Schichten Kleidung einzuplanen, beispielsweise
      • Unterwäsche,
      • T-Shirts und Stoffjacken oder Pullover.
    • Wichtig ist auch Wetterschutzbekleidung wie
      • eine Regenjacke oder ein Regenmantel und
      • wetterfeste Schuhe oder Gummistiefel.
  • Kopfbedeckung
  • Arbeitshandschuhe
  • Hygieneartikel (zum Beispiel Artikel für Monatshygiene, Windeln) für ein paar Tage
  • Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz (auch zum Schutz bei Gefahr durch radioaktive oder chemische Stoffe)
  • Handy


Tritt eine Situation ein, in der das Notgepäck benötigt wird, müssen wichtige Dinge ergänzt werden, die man nicht vorbereitend packen kann:

  • Personalausweis / Reisepass
  • Bargeld, Geldkarten
  • Gesundheitskarte der Krankenversicherung
  • Impfpass
  • Haustürschlüssel, ggf. Autoschlüssel
  • Handy/Smartphone falls vorhanden, damit Sie mit Angehörigen in Kontakt bleiben können.

(Quelle: BBK)

Wichtige Dokumente und die eigenen vier Wände sichern

Wichtige Dokumente wiederzubeschaffen, kann schwierig, in manchen Fällen gar unmöglich sein. Für Arbeitszeugnisse und andere Qualifizierungsnachweise wie beispielsweise Teilnahmebescheinigungen gibt es beispielsweise kürzere Aufbewahrungsfristen als für Abschlusszeugnisse. Man sollte also rechtzeitig darüber nachdenken, was von Bedeutung ist und alle wichtigen Dokumente in einer Dokumentenmappe zusammenstellen. Diese wird dann an einem Ort griffbereit aufbewahrt. Für den Notfall sollten alle Familienmitglieder über den Standort der Mappe Bescheid wissen. Außerdem ist es sinnvoll, Kopien wichtiger Dokumente digital zu sichern oder an anderer Stelle zu hinterlegen, beispielsweise bei Verwandten, Freunden, einem Notar oder Anwalt oder in einem Bankschließfach.


Das gehört in die Dokumentenmappe:

Eine Dokumentenmappe ist etwas sehr Individuelles. Es hängt von den persönlichen Lebensumständen ab, welche Dokumente für jemand wichtig sind. Hier einige Beispiele für Dokumenttypen, die in eine Dokumentenmappe gehören:

Im Original:

  • Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) bzw. Stammbuch

Im Original oder als beglaubigte Kopie:

  •  Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide
  • Qualifizierungsnachweise: Zeugnisse (Schulzeugnisse, Ausbildungs- und Hochschulzeugnisse, Nachweise über Zusatzqualifikationen)
  • Verträge und Änderungsverträge, zum Beispiel auch Mietverträge, Leasing- und Kaufverträge etc.
  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

Als einfache Kopie:

  • Personalausweis, Reisepass
  • Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Impfpass
  • Grundbuchauszüge
  • sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung
  • Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit
  • Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen
  • Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen 


Nicht nur in Sachen Dokumentenmanagement kann man sich auf Krisen vorbereiten, auch die eigenen vier Wände sollte dabei man im Blick haben.

Extreme Wetterlagen wie Stürme, starke Schneefälle oder Hochwasser können Gebäude stark schädigen. Oft reichen schon kleinere bauliche Maßnahmen, um die Sicherheit von Gebäuden deutlich zu steigern.

Wer Haus- oder Wohnungseigentümer ist, kann selbst einige Dinge tun oder veranlassen, um die Sicherheit Ihres Gebäudes zu erhöhen. Als Mieterin oder Mieter kann man sich bei der Vermieterin oder beim Vermieter erkundigen, welche Sicherheitsmaßnahmen bereits getroffen wurden und anregen, fehlende Maßnahmen umzusetzen.

Hier einige Beispiele, in welchen Bereichen Vorkehrungen getroffen werden können: 

Dach

  • Die Dachdeckung sollte mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung gesichert werden.
  • Schneefanggitter sorgen für Schutz vor Dachlawinen (Verkehrssicherungspflicht bei Bürgersteigen usw.).
  • Bei Schneelast sind Flachdächer und weit gespannte Decken besonders gefährdet.
  • Dachstuhl und Dachhaut sollten durch zusätzliche Befestigungen gegen Abheben bei Orkanböen gesichert werden
  • Bei geneigten Dächern sollten Windrispen in kreuzweiser Anordnung angebracht werden.

Garten oder Außenanlage

  • Bei Bäumen in Hausnähe sollte daran gedacht werden, dass diese bei einem Sturm umstürzen oder größere Äste das Haus beschädigen können.
  • Hierfür sind Sicherungsmaßnahmen dringend angeraten, umsturzgefährdete Bäume sollten entfernt werden.
  • Markisen und Überdachungen sind gegen Stürme zu sichern.
  • Bewegliche Gegenstände (zum Beispiel Gartenmöbel, Sonnenschirme, Mülltonnen, Trampoline, Fahrräder) sollten bei einem Sturm gesichert untergestellt werden.

Abwasser

  • Rückstauverschlüsse bzw. Rückstauklappen in Abwasserleitungen bieten Schutz vor Rückstauschäden. Diese sollten regelmäßig auf einwandfreie Funktion kontrolliert werden.
  • Mit einer Hebeanlage kann Abwasser aus tiefer gelegenen Geschossen entsorgt werden; diese Leitungen müssen deutlich oberhalb des Rückstauniveaus geführt werden.
  • Eine leistungsfähige Tauchpumpe ermöglicht in Verbindung mit einem Pumpensumpf das Abpumpen eventuell eingedrungenen Wassers. Pumpensümpfe sollten an mehreren Stellen in überflutungsgefährdeten Geschossen und in Ausgangsnähe eingeplant werden.
  • Fliesenbeläge und wasserfeste Bau- und Dämmmaterialen in den Untergeschossen ermöglichen eine effektive Entsorgung von Wasser und Schlammrückständen, sollte es zu einer Überschwemmung kommen. 

Elektroversorgung

  • Die Elektroanlage sollte hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung) kontrolliert und ergänzt werden.
  • Ist der Blitzschutz des Hauses ausreichend ausgelegt? Für gefährdete Geschosse empfiehlt es sich komplett getrennte Stromkreise zu installieren, die bei Bedarf vollständig stromlos geschaltet werden können.
  • Zählerkästen und Hausanschluss etc. sollten überflutungssicher angelegt sein.
  • Wer in einem Überflutungsgebiet wohnt, sollte sich überlegen, ein leistungsstarkes, kleines Notstromaggregat für den Betrieb einer Tauchpumpe anzuschaffen.

Heizung

  • Tankanlagen im Haus und im Außenbereich sollten gegen Aufschwimmen gesichert sein.
  • Der Betrieb der kompletten Heizungsanlage sollte im Idealfall auch über Notstrom funktionieren.
  • Die Heizungsanlage selbst sollte auch gegen Überflutungen gesichert werden.

(Quelle: BBK)


weiterführende Links und Downloads

Für alle Fälle vorbereitet (BBK)

#vorbereitet - das 360° Notfalltraining (BBK)


Externes Medium: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen  Externes Medium: Meine persönliche Checkliste  Externes Medium: Guide for Emergency  Externes Medium: Manuel de prévention des situations d’urgence


 

BOS-Digitalfunk

Das BOS-Digitalfunknetz ist das weltweit größte Funknetz, das auf dem internationalen TETRA-Standard basiert. Mit diesem Funknetz verfügen die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienste sowie weiterer Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen über ein modernes und vielseitiges Kommunikationsmittel. Die Technik lässt eine organisationsübergreifende und bundesweite Verständigung zu und vereinfacht somit die Durchführung komplexer Einsatzszenarien - insbesondere auch in Krisenlagen und Katastrophensituationen.

Der Digitalfunk BOS erfüllt wichtige operativ-taktische Anforderungen an eine moderne BOS-Kommunikation. Er zeichnet sich durch eine Vielzahl an technischen Leistungsmerkmalen aus, welche die Einsatzkräfte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen.

Der Digitalfunk BOS wird von Bund und Ländern gemeinsam getragen und realisiert. Der Betrieb und die Weiterentwicklung des Digitalfunks BOS erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.

Zu den Aufgaben des Landkreises gehören die Beschaffung und Reparatur digitaler Endgeräte, die Überwachung des Einbaus sowie die Organisation regelmäßiger Software-Updates der digitalen Endgeräte der Freiwilligen Feuerwehren, Katastrophenschutzeinheiten und des Rettungsdienstes.

Zu den weiteren Aufgaben gehören der Aufbau und Betrieb des digitalen kreislichen Alarmierungsnetzes.

Allgemeine Anfragen zum Digitalfunk und zur Alarmierung bitte an: 

digitalfunk@kreis-lup.de

Ansprechpartner

Fachgebiet Ausbildungszentrum

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist das Ausbildungszentrum Brand- und Katastrophenschutz insbesondere für die Qualifizierung aller Feuerwehrmitglieder, die Ausbildung im Fachgebiet des kreislichen Katastrophenschutzes und die Organisation von Übungen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes verantwortlich.

Intern ist das Ausbildungszentrum in die Fachbereiche Grundausbildung, Sprechfunk, Atem- und Körperschutz sowie Technik gegliedert. Lehrgänge und Fortbildungen werden in der Regel durch ehrenamtlich bestellte Kreisausbilder an unseren Standorten in Hagenow oder Dargelütz betreut und durchgeführt.

Die Schnittstelle zwischen Ausbildungszentrum, den Verwaltungen, den Feuerwehren, der Landesfeuerwehrschule sowie den Amts- und Kreiswehrführungen bildet dabei das Feuerwehrverwaltungsprogramm FOX112.


Allgemeine Anfragen bitte an: ausbildungszentrum@kreis-lup.de