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28.03.2021

 Landkreis setzt auf verstärktes Testen

Sieben-Tage-Inzidenz für Ludwigslust-Parchim seit Donnerstag über 150: Ab Montag Termin im Einzelhandel und bei körpernahen Dienstleistungen nur mit negativem Schnelltest-Ergebnis / Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr

Im Abstrichzentrum
Im Abstrichzentrum © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gelten ab morgen (29.03.2021) weitere Auflagen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Wer einen Termin beim Frisör, im Nagelstudio, bei der Fußpflege oder anderen körpernahen Dienstleistungen wahrnehmen möchte, benötigt ein tagesaktuelles negatives COVID-19-Schnell- oder Selbsttest-Ergebnis, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Das gilt ebenso für das terminlich vereinbarte Einkaufen per Click-and-Meet im Einzelhandel. Des Weiteren tritt am Montag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Sie gilt von 21 Uhr am Abend bis 6 Uhr morgens. Möglich bleiben zum Beispiel Fahrten zur Arbeit oder zum Arzt. Einzelheiten dazu, wie auch zu den Regelungen für körpernahe Dienstleistungen, enthalten die heute veröffentlichte elfte Corona-Landesverordnung und eine ebenfalls heute bekannt gemachte Allgemeinverfügung des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Um Öffnungen im Einzelhandel und bei körpernahen Dienstleistungen trotz der gegenwärtigen Infektionslage überhaupt beibehalten zu können, setzt der Landkreis Ludwigslust-Parchim weiterhin auf intensives Testen. Ein Baustein der umfangreichen Test-Strategie sind Schnelltests. Seit zwei Wochen haben Bürginnen und Bürger kreisweit die Möglichkeit sich regelmäßig in Schnelltestzentren auf das Coronavirus testen zu lassen. Inzwischen werden in den Ämtern und Städten mehr als 16 solcher Testzentren betrieben, weitere kommen bis Ostern hinzu. Das Angebot werde sehr gut angenommen, berichtet Landrat Stefan Sternberg, mehr als 8000 Testes seien bisher durchgeführt worden, davon etwa 5000 in der zweiten Woche. Im Ergebnis bekomme der Landkreis auch dadurch ein realistischeres Lagebild, denn schätzungsweise 30 Prozent aller erkannten Infizierten seien frei von Symptomen. Einhergehend mit zunehmend mehr Impfungen und einem deutlich verbesserten System der Kontakt-Nachverfolgung durch die luca-App sei der Kurs in der Pandemie-Bekämpfung vielversprechend, so Landrat Sternberg.

Grund für die aktuell ergriffenen Maßnahmen, zu denen auch die ab Montag geltende Notfallbetreuung in Kindertagestätten und Kindertagespflegen gehört, sind stetig steigende Infektionszahlen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die 7-Tage-Inzidenz liegt seit mehr als einer Woche über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, seit Donnerstag über dem Wert von 150, aktuell bei 172,8. Dies ist der zurzeit höchste Wert in Mecklenburg-Vorpommern. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das verstärkte Vorkommen der so genannten britischen Virusvariante, die als wesentlich ansteckender gilt und zudem schwerere Krankheitsverläufe mit sich bringt. 671 Fälle sind inzwischen nachgewiesen. Zudem handelt es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen, nur vereinzelt sind größere Ausbrücke zu verzeichnen. Eine ähnliche Entwicklung ist in vielen Landesteilen zu verzeichnen, berichtet Landrat Stefan Sternberg. Entsprechend sieht auch die am Sonnabend von der Landesregierung nach Gesprächen mit den Landräten und Oberbürgermeistern beschlossene Fortschreibung der Corona-Landesverordnung Verschärfungen für die kommenden Tage und Wochen vor.

 

Zur Allgemeinverfügung des Landkreises

 Zu aktuellen Verordnungen und Dokumenten der Landesregierung