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15.01.2021

Die ersten Tablets sind da

An den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Ludwigslust-Parchim beginnt nun endlich die Auslieferung von 400 geförderten schulgebundenen mobilen Endgeräten, weitere 600 sind auf dem Weg

Bei der Übergabe der Tablets - Schulleiterin Annett Noack, Landrat Stefan Sternberg und KSM-Geschäftsführer Matthias Effenberger
Bei der Übergabe der Tablets - Schulleiterin Annett Noack, Landrat Stefan Sternberg und KSM-Geschäftsführer Matthias Effenberger (l.) © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Das Robert-Stock-Gymnasium Hagenow als eine der bereits digital ertüchtigten Schulen hat als erste Schule des Landkreises 90 Tablets erhalten. Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, übergab die drei Klassensätze heute (15.01.2021) an die Schulleiterin Annett Noack. „Nun endlich können wir die nächsten Schritte im Zuge der Digitalisierung der Schulen gehen und die Arbeit mit Tablets in den Schulen in größerem Umfang anstoßen. Dennoch bitte ich um ein paar Tage Geduld bis zum praktischen Einsatz.“

Konzeptionell arbeitet der Landkreis unter Führung der Projektleiterin „Medienzukunft an Schulen“ und gleichzeitigen Leiterin des Fachdienstes Bildung, kreisliche Schulen und Sport, Christin Dittmann, gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister KSM schon einige Zeit an einer Umsetzung für den Einsatz von Tablets. „Die Förderung von Bund und Land in Höhe von rund 436.500 Euro für schülergebundene mobile Endgeräte ist eine sehr gute Starthilfe“, sagte Landrat Sternberg. „Als Landkreis schaffen wir die Bedingungen für digitale Medienbildungskompetenz und leisten auch als Schulträger einen wertvollen Beitrag für die Zukunft unserer Kinder.“

Mit den jetzt an das Gymnasium in Hagenow übergebenen 90 Geräten hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim in dieser Woche eine erste Teillieferung von rund 400 Tablets erhalten, die in Kürze weiteren Schulen übergeben werden. „Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen beim Lieferanten und Hersteller einer schnellstmöglichen Lieferung der ersten mobilen Endgeräte, wenn auch aufgrund der hohen Nachfrage später als erhofft, erfolgreich verlaufen sind“, so Vorstand der KSM, Matthias Effenberger. Die Herstellung der Betriebsbereitschaft der Tablets erfolge im Eiltempo in seinem Hause, damit eine schnelle Auslieferung möglich ist.

Insgesamt wurden 1.080 Tablets für den Landkreis und seiner 18 allgemeinbildenden Schulen im Rahmen einer notwendigen europaweiten Ausschreibung durch die KSM beschafft, 1.052 aus den Fördermitteln. Die übrigen Geräte sowie das Zubehör mit Schutzhülle inklusive Tastatur und 78 schulischen Ladekoffern stellt der Landkreis in Eigenregie in Höhe von rund 154.300 Euro zur Verfügung. Ebenfalls in den Kosten sind die Einrichtungskosten und Schulungen für die Schulen enthalten.

Damit die Geräte auch in den Schulen genutzt werden können, muss zusätzlich eine WLAN-Infrastruktur vorhanden sein. Diese besteht bei den vier ertüchtigten Schulen zu 100 Prozent, die daher zuerst ihre Geräte erhalten (Gymnasiales Schulzentrum Wittenberg, Eldenburg-Gymnasium Lübz, Friedrich-Franz-Gymnasium Parchim). An den Bestandsschulen allerdings müssen die Voraussetzungen überwiegend erst geschaffen werden. Vor der umfangreichen Gebäudeertüchtigung erfolgt eine „Mini-WLAN-Ertüchtigung“ in Teilen der Schulgebäude. Auch dies finanziert der Landkreis grundsätzlich allein und wird bis zu 15.000 Euro pro Schule kosten.

Aber nicht nur einmalige Kosten fallen mit der Beschaffung der Tablets an. Diese müssen datenschutzkonform bereitgestellt und zentral gemanagt werden. Diese Folgekosten für den technischen Betrieb belaufen sich jährlich ca. auf 97.000 Euro und müssen durch den Landkreishaushalt allein gestemmt werden.

Zur Überbrückung der Zeit bis zur Auslieferung aller neuen mobilen Endgeräte hat der Landkreis bereits Schulen in preislicher Trägerschaft bei entsprechender Anforderung gebrauchte mobile Tablets bereitgestellt. Schülerinnen und Schüler, die selbst über keine Geräte verfügen, können diese in der Zwischenzeit leihweise nutzen.