Schloss Raben Steinfeld
Das Schloss Raben Steinfeld und die umgebende Parklandschaft sind für den gesamten Ort Raben Steinfeld prägend. Das Schloss steht sowohl räumlich als auch von den Blickachsen her in unmittelbarer Beziehung zum UNESCO-Weltkulturerbe „Residenzensemble Schwerin - Kunst des Historismus“. Im Stil der Neorenaissance in Mecklenburg-Vorpommern wurde das Schloss Raben Steinfeld erbaut. Direkt am Schweriner See. Schon 1160 stand hier eine Burg; allerdings wurde der Ort erstmals 1410 urkundlich erwähnt. Den Namen verdankt die Gemeinde der Familie von Raben und den steinigen Feldern in der Umgebung.
Oberst Helmuth von Plessen war ab 1679 Besitzer des Dorfes. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 ging das Anwesen in herzoglichen Besitz über und Schlossherr wurde Herzog Christian Louis I. von Mecklenburg-Schwerin. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Großherzog Friedrich Fanz III. das Jagdschloss zur Sommerresidenz umbauen. Architekt war Hermann Willebrand und er entwarf das Schloss im Stil der Neorenaissance. Zunächst war es Sommerresidenz, später wurde das Schloss Witwensitz von Marie von Schwarzburg-Rudolstadt, der Stiefmutter des Großherzogs. Übrigens wuchs hier der spätere niederländische Prinz Heinrich zu Mecklenburg auf.
Das Schloss umgibt einen Landschaftspark, der 1851 von Theodor Klett, dem großherzoglichen Hofgärtner von Mecklenburg-Schwerin, angelegt wurde. Später überließ Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin seiner Tante Elisabeth, der späteren und letzten Großherzogin von Oldenburg, das Schloss Raben Steinfeld.
Im Zweiten Weltkrieg war es Lazarett, nach 1945 wurde Schloss Raben Steinfeld von der Roten Armee und später von Soldaten der US-Armee besetzt. Von 1946 bis 1995 war im Schloss eine Ingenieursschule für Forstwirtschaft untergebracht. Danach stand es leer und verfiel immer mehr. Im November 2019 wurde dann der Kultur- und Schlossverein Raben Steinfeld e.V. gegründet, um das Schloss zu erhalten.
(Quelle: www.historische-haeuser.com/schloss-raben-steinfeld)
