Medizinische Versorgung am Klinikum Ludwigslust gesichert
Gemeinsame Medieninformation des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der LUP-Kliniken gGmbH: Nach dem Brand im LUP-Klinikum Helene von Bülow wird die Schadenshöhe aktuell auf 10 bis 12 Millionen Euro geschätzt / Laut Polizei können nach derzeitigem Stand der Brandursachenermittlung ein technischer Defekt sowie vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden
Nach dem Großbrand im LUP-Klinikum Helene von Bülow Ludwigslust läuft der Krankenhausbetrieb mittlerweile wieder im Normalbetrieb. „Wir sind für unsere Patientinnen und Patienten da. Niemand muss die Sorge haben, dass das Krankenhaus in Ludwigslust geschlossen ist. Der Krankenhausstandort Ludwigslust ist mit Ausnahme des Herzkatheterlabors voll leistungsfähig“, sagte LUP-Kliniken Geschäftsführer Alexander M. Gross bei einer Pressekonferenz am heutigen Freitagvormittag (03.07.2026). Auch die Notaufnahme ist seit gestern (02.07.2026) 13.00 Uhr wieder am Start.
Weiterhin außer Betrieb bleibt der Bereich Linksherzkatheter. „Bevor unser Herzstück hier im Klinikum wieder an den Start gehen kann, muss genauestens geprüft sein, ob der Linksherzkatheter wiedereingesetzt werden kann oder ob er durch Löschwasser beschädigt wurde“, sagte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der LUP-Kliniken gGmbH, Landrat Stefan Sternberg. Sobald die Analyse abgeschlossen ist und sicher ist, dass die Technik verwendet werden kann, wird auch dieser Bereich wieder in Betrieb genommen. „Das kann einige Tage dauern. Deshalb danken wir den umliegenden Krankenhäusern für die große Unterstützung“, sagte Dr. Matthias Endler, ärztlicher Direktor der LUP-Kliniken.
Eine ebenso große Unterstützung erfährt das Klinikum derzeit aus der Region. So hat ein regionales Gerüstbauunternehmen bereits gestern damit angefangen, den beschädigten Gebäudeteil einzurüsten; in den heutigen Mittagsstunden wurde ein Notdach errichtet. „Wir danken auch dem Landesfeuerwehrverband für die schnelle Unterstützung gestern. Sie haben uns mit einer Folie ausgeholfen, um das Dach nach dem Brand und noch vor dem Regen abdecken zu können“, sagte Landrat Sternberg.
Nach ersten Erkenntnissen und Begutachtungen durch Bausachverständige wird die aktuelle Schadenshöhe inklusive möglicher Folgeschäden auf zehn bis zwölf Millionen Euro geschätzt. Die ersten Gespräche über schnelle finanzielle Hilfe fanden auf Landes- und Landkreisebene bereits statt. „Die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages haben sich gestern darauf verständigt, dass wir in der nächsten Woche eine nichtöffentliche Sitzung des Kreisausschusses mit verkürzter Ladefrist machen“, so Sternberg weiter. Das sei wichtig, damit das Ludwigsluster Klinikum schnell wiederhergerichtet werden kann.
Laut Polizeiinformationen können derzeit ein technischer Defekt als Brandursache sowie vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen weiterhin.
Am kommenden Montag, 06. Juli 2026, findet um 12.00 Uhr in der Stiftskirche ein Gottesdienst zum Gedenken und Innehalten statt, wie die Diakonie Westmecklenburg-Schwerin gGmbH mitteilt. „Diesen gestalten wir gemeinsam mit der Klinikseelsorge und der Stadtkirchengemeinde. Wer an diesem Gottesdienst teilnehmen möchte, ist herzlich dazu eingeladen“, sagte Stiftspropst Dr. Ulf Harder.
