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Datum: 27.03.2026

Luftrettungsstandort in Westmecklenburg: Landkreis stärkt Gesundheitsversorgung in der Region

Der Rettungshubschrauber Christoph 68 am Standort Pampow unterstützt den bodengebundenen Rettungsdienst / Landrat Stefan Sternberg: „Ich bin stolz, dass wir als leistungsstarker Landkreis diese Aufgaben übernehmen können und hier dauerhaft die Infrastruktur vorhalten werden.“

Gute Nachricht für mehr als 475.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Westmecklenburg: Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 68, der in Pampow im Landkreis Ludwigslust-Parchim stationiert wird, gibt es mehr Sicherheit auf gesundheitlicher Ebene im ländlichen Raum. „Es freut mich sehr, dass wir endlich unseren Bürgerinnen und Bürgern ein sicheres Gefühl bei einem Notfall geben können, denn jede Sekunde zählt, wenn wir Leben retten können. Es war mir eine Herzensangelegenheit, dass der Luftrettungsstandort für unsere Einwohnerinnen und Einwohner etabliert wird und nun bald der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommen kann“, sagt Landrat Stefan Sternberg.

Zur Stärkung und Ertüchtigung der gesundheitlichen Versorgung in Westmecklenburg wird im Bereich Pampow ein zusätzlicher Luftrettungsstandort etabliert. „Damit wird das Netz der Daseinsvorsorge im Landkreis Ludwigslust-Parchim um einen wichtigen Schwerpunkt ergänzt“, sagt Landrat Sternberg. Hierfür hatte sich der Landkreis seit mehreren Jahren gegenüber der Landesregierung eingesetzt.

Der Kreistag hatte im Dezember 2022 die Landesregierung aufgefordert, als Träger für den luftgebundenen Rettungsdienst die Lücke in der Luftrettung durch die Stationierung eines Rettungshubschraubers im Landkreis Ludwigslust-Parchim zeitnah zu schließen. Der Landkreis konnte im Ergebnis der Entscheidung der Landesregierung mit einem Gelände in der Bahnhofsstraße 7 in Pampow einen Standort vorschlagen, der hierfür ausgesprochen geeignet ist und im Wettbewerb mit den anderen Standorten in der Region Westmecklenburg punkten konnte.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport hat den Landkreis gebeten, den Standort zu erwerben und luftfahrtrechtlich zu erschließen. „Ich bin stolz, dass wir als leistungsstarker Landkreis diese Aufgaben übernehmen können und hier dauerhaft die Infrastruktur vorhalten werden,“ so Landrat Sternberg.

Die Betreibung wird ein Luftfahrtrettungsunternehmen im Auftrag des Landes übernehmen. Die Ausschreibung der hierfür erforderlichen Konzession führt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport aktuell durch. Nach Abschluss des luftfahrtrechtlichen Genehmigungsverfahren wird von Pampow aus im 24-Stunden-Betrieb die vorhandene Lücke in der Luftrettung über Westmecklenburg durch den Betrieb des Rettungshubschraubers mit dem Rufnamen Christoph 68 geschlossen und der bodengebundene Rettungsdienst unterstützt. Mit dem regulären operativen Einsatzradius von zirka 70 Kilometern ist ein Einsatzgebiet von der Elbregion um Dömitz bis zur Insel Poel und von der Landesgrenze von Schleswig-Holstein bis zur Autobahn A 19 abgedeckt. Somit wird eine Fläche von 7.600 Quadratkilometern und mehr als 475.000 Einwohner versorgt.

Mit einem Einsatzaufkommen von zirka 800 bis 1000 Primäreinsätzen wird derzeit gerechnet. Gleichzeitig wird die Luftrettungsstation in der Lage sein, Intensivtransporte in nachrangiger Alarmierung zum Rettungshubschrauber aus Rostock vorzunehmen.