Erste Bundesmittel für neue Sporthalle in Pampow übergeben
Im Mai dieses Jahres tagte der Schulbaubeirat des Landkreises Ludwigslust-Parchim und legte dem Land MV als erster Landkreis eine Prioritätenliste für den schulischen Infrastrukturbereich vor / Landrat Stefan Sternberg konnte nun den ersten Förderbescheid in Höhe von 4,1 Millionen Euro an Bürgermeister Frank Gombert überreichen
Startschuss für erstes Projekt aus dem MV-Plan 2035: In Pampow übergab Landrat Stefan Sternberg heute (30.06.2026) an Bürgermeister Frank Gombert einen Fördermittelbescheid von rund 4,1 Millionen Euro für den Neubau einer Sporthalle an der Grundschule in der Gemeinde. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Bundes-Sondervermögen. „Für den Landkreis, die Gemeinde Pampow und die Schule vor Ort ist diese Förderung ein enormer Gewinn. Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich für eine Gemeinde im Alleingang kaum stemmen. Durch die Infrastrukturmittel des Bundes, die durch das Land an die kommunale Ebene weitergeleitet werden, kann nun dieser wichtige Schritt gegangen werden, um den Schülern und Bürgern eine zeitgemäße Sportstätte zu bieten“, sagte Landrat Stefan Sternberg.
Für den Schulsport in der Region bedeutet diese finanzielle Unterstützung ein Meilenstein, denn damit kann nun der Neubau einer Zwei-Felder-Sporthalle umgesetzt werden. Die Gemeinde hat bereits im Vorfeld die notwendigen Planungen in Auftrag gegeben und den Baugenehmigungsantrag vorbereitet. Somit ist das Projekt baureif. Die neue Zwei-Felder-Sporthalle sichert den Schulsport an der Grundschule Pampow mit derzeit rund 150 Schülerinnen und Schülern aus den Einzugsbereichen Pampow, Warsow, Holthusen, Schossin, Mühlenbeck, Krummbeck, Lehmkuhlen und Kothendorf ab. Daneben findet eine rege Nutzung durch die Vereine der Gemeinde statt. Der Neubau soll die Barrierefreiheit im baulichen sowie im funktionalen Sinne berücksichtigen. Dazu werden alle Zugänge und Wege barrierefreie gestaltet; des Weiteren umfasst die Barrierefreiheit ebenfalls rollstuhlgerechte Eingänge und Aufzüge sowie behindertengerechte Sanitärräume.
Das neue Gebäude wird durch verschiedene nachhaltige Maßnahmen geprägt, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch von Bedeutung sind: eine hochgedämmte Gebäudehülle, eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung und effiziente Wärmesysteme zur Reduktion des Energieverbrauchs. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf rund 8,26 Millionen Euro und soll in 2027/2028 umgesetzt werden.
Schulbaubeirat des Landkreises tagte im Mai 2026
Anfang Mai dieses Jahres hatte der Schulbaubeirat des Landkreises getagt und eine Prioritätenliste beim Land Mecklenburg-Vorpommern eingereicht. Damit konnte der Landkreis als erster im Land innerhalb des erfolgten ersten Aufrufes zur Anzeige von Schulprojekten vier größere und insgesamt 21 kleinere Projekte zur zeitnahen Umsetzung auswählen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht: Denn mit unserem zügigen und unbürokratischen Vorgehen innerhalb der Kreisverwaltung kommen wir unserem Versprechen nach, dass die Bundesmittel direkt vor Ort in der Infrastruktur schnell spürbar und sichtbar ankommen“, sagte Landrat Sternberg. „An dieser Stelle danke ich auch der Landesregierung, dass mit dem MV-Plan 2035 ein direkter Einsatz der Mittel in der kommunalen Struktur in eigener Entscheidungshoheit der Landkreise ermöglicht wurde. Dies ist die Grundlage für schnelle und bedarfsgerechte Entscheidungen“, so Landrat Sternberg weiter.
Weitere Projekte im Bereich Schulbau mit avisierten Gesamtkosten von mehr als 48,5 Millionen Euro werden insgesamt mit einer Summe von mehr als 22 Millionen Euro Förderung unterstützt, so die Entscheidung des Schulbaubeirates. Alle investiven Maßnahmen dienen der Verbesserung der Bildungsinfrastruktur innerhalb eines ausgewogenen Schulnetzes. Des Weiteren hat der Schulbaubeirat weitere acht Vorhaben ausgewählt, die aktuell noch nicht die notwendige Planungsreife erreicht haben. Der Landkreis wird die betroffenen Gemeinden auf dem Wege dorthin begleiten. Auch diese Maßnahmen, für die nunmehr auch finanzielle Planungssicherheit besteht, dienen der Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen und haben einen zusätzlichen Umfang von über 33 Millionen Euro, bei einer Umsetzungsunterstützung in Höhe von zirka 16,5 Millionen Euro.
Die Lenkungsgruppe des Landes hat alle Maßnahmen wie eingereicht ihre Zustimmung erteilt, so dass die Bescheidung der Projekte erfolgen kann, sobald die Bewilligungsvoraussetzungen vollständig erreicht sind.
Hintergrund: Das Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) speist sich aus dem nationalen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Mecklenburg-Vorpommern nutzt diese Bundesmittel, um strategische Investitionsfelder innerhalb kommunaler Aufgaben abzusichern zum Beispiel im schulischen Infrastrukturbereich.
Innerhalb des Einsatzes des Infrastrukturvermögens des Bundes haben sich die Landesregierung, die kreisfreien Städte und die Landkreise mit der Verwaltungsvereinbarung MVPlan2035 darauf vereinbart, dass insgesamt 540 Millionen Euro dieser Mittel in Mecklenburg-Vorpommern in öffentliche, allgemeinbildende Schulen fließen sollen.
Dem Landkreis Ludwigslust-Parchim stehen hiervon in einem ersten Schritt rund 68,9 Millionen Euro, wobei rund 19,4 Millionen Euro für kreisliche Schulen zur Verfügung und für die Schulträger von öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im kreisangehörigen Raum ein Anteil von zirka 49,5 Millionen Euro (71,84 Prozent) eingesetzt werden kann.
