Fachdienst Metropolregion, Innovation und Projekte
Der Fachdienst Metropolregion, Innovation und Projekte arbeitet daran, unseren Landkreis positiv nach innen und außen darzustellen. Schwerpunkte sind dabei Innovationen im ländlichen Raum, nachhaltiger Tourismus und der gesellschaftliche Zusammenhalt.
Gemeinsam mit Partnern aus der Region, anderen Fachdiensten sowie Verwaltung und Politik gestaltet der Fachdienst aktiv die nachhaltige und lebenswerte Entwicklung unseres Landkreises – orientiert am Kreisentwicklungskonzept 2030.
Themen
Tourismus
Der Tourismus ist ein zentraler Motor für die Entwicklung unseres Landkreises – wirtschaftlich ebenso wie für die Lebensqualität vor Ort. Grundlage unseres Handelns sind strategische Leitlinien wie die Regionale Tourismusstrategie für Mecklenburg-Schwerin (resultierend aus dem Kreisentwicklungskonzept 2030) sowie das Tourismus- und Freizeitentwicklungskonzept der Metropolregion Hamburg bis 2030. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e.V. initiieren wir darauf aufbauend vielfältige Aktionen, die über klassische Gästewerbung hinausgehen und insbesondere das Lebensraummanagement in den Fokus rücken – also die Verbindung von Tourismus, regionaler Entwicklung und Lebensqualität. Dies geschieht durch Projekte, Kampagnen sowie durch aktive Mitarbeit in Netzwerken und Gremien, wie etwa in der Facharbeitsgruppe Tourismus der Metropolregion Hamburg, die der Landkreis leitet.
Gleichzeitig treiben wir konkrete Maßnahmen voran: So koordinieren wir unter anderem das Netzwerk der Stadt- und Tourist-Informationen, um die Servicequalität gemeinschaftlich kontinuierlich zu verbessern. Für 2026 stehen zudem spannende Projekte wie die Weiterentwicklung der Manufaktur-Route 2.0 im Fokus, die neue Freizeitangebote schafft und die regionale Wirtschaft stärkt. All diese Aktivitäten zahlen auf das gemeinsame Ziel ein: unsere Region noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten. Das Motto „Finde dein Draußenglück“ bildet die Klammer, unter der sämtliche Angebote gebündelt und nach außen kommuniziert werden.
Zukunftszentrum DeveLUP
„Alles unter einem Dach“ gilt als Devise für das DeveLUP in Ludwigslust. Nicht nur der Fachdienst Metropolregion, Innovation und Projekte mit dem Koordinator des Startup- und Gründungszentrums, mit den Regional-, Innvoations- und Projektmanager:innen, sondern auch weitere Akteure wie die Kreisvolkshochschule Ludwigslust-Parchim und die Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg sorgen für unseren wirtschaftlichen und innovativen Vorsprung. Unterstützt werden Gründer und Start-ups, nachhaltige Unternehmen aufzubauen. Das DeveLUP bietet den idealen Raum, um Ideen für unsere Natur, Gesellschaft und Wirtschaft umzusetzen. Es ist ein Ort, der Lernen, Austausch und digitale Innovation vereint.
Metropolregion Hamburg
Die Metropolregion Hamburg zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland und Europa. Mehr als fünf Millionen Menschen leben und arbeiten hier im Schnittpunkt wichtiger europäischer Verkehrsachsen.
Seit der Erweiterung 2017 gehören neben Hamburg auch 20 Landkreise und Städte aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zur Metropolregion. Auch die vier Bundesländer sowie Wirtschafts- und Sozialpartner sind in die Zusammenarbeit eingebunden.
Die Metropolregion arbeitet in verschiedenen Gremien und Fachgruppen zu Themen wie Wirtschaft, Tourismus, Verkehr, Klimaschutz und Energie zusammen.
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist zudem Mitgesellschafter der Hamburg Marketing GmbH. Ziel ist es, die Region international sichtbarer zu machen und den Landkreis als Wohn-, Erholungs- und Wirtschaftsstandort zu stärken.
Außerdem ist der Landkreis Mitglied im Verein „Naherholung im Umland Hamburg“, um Angebote für Tages- und Kurzurlauber weiterzuentwickeln.
Das Kreisentwicklungskonzept 2030
Das Kreisentwicklungskonzept 2030 (KEK) für den Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde am 12. Oktober 2017 einstimmig vom Kreistag beschlossen. Es bildet die Grundlage für die strategische Entwicklung des Landkreises und wurde gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.
Das KEK beschreibt ein Zukunftsbild für das Jahr 2030 und legt fest, wie sich der Landkreis im Sinne des Gemeinwohls entwickeln soll. Es ist ein flexibler Rahmen, der bei Bedarf weiterentwickelt wird.
Das Konzept gliedert sich in drei Handlungsfelder:
- starker Wirtschaftsstandort
- nachhaltiger Lebensraum
- lebenswerte Orte
Ergänzt wird es durch Querschnittsthemen, die in allen Bereichen berücksichtigt werden. Alle Inhalte, Ergebnisse und Projektideen sind öffentlich im Portal dokumentiert.
Projekte
Biosphäre.Regional-Nachhaltig
Beim Projekt „Bio.re-na – Nachhaltige Regionalentwicklung in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee“ übernahm der Landkreis zentrale Aufgaben im Projekt- und Wissensmanagement sowie im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.
Gemeinsam mit Partnern aus beiden Biosphärenregionen wurden von 2021 bis 2024 Maßnahmen entwickelt, um Nachhaltigkeit, Tourismus, Mobilität und die regionale Versorgung zu stärken.
Projekt-WIR! - Wandel durch Innovation in der Region
2017 hat das Bundesforschungsministerium mit „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ eine Pilotlinie im Programm „Innovation und Strukturwandel“ gestartet. Ziel ist es, neue regionale Netzwerke zu fördern und strukturschwache Regionen durch Innovation zu stärken.
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim beteiligt sich an dem Projekt und befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase.
Zu den Partnern des Bündnisses gehören:
- Heinrich-Böll-Stiftung
- Neuland 21 e. V.
- CoWorkland eG
- WiföG Südwestmecklenburg mbH
- WiföG im Kreis Herzogtum Lauenburg mbH (WFL)
- Leuphana Universität Lüneburg
- Prototyping Future
SINA - Soziale Innovationen für Arbeits- und Lebensräume in Ludwigslust-Parchim
Wir als Landkreis Ludwigslust- Parchim sind mit unserem Projekt „SINA – Soziale Innovation für Arbeits- und Lebensräume“ dabei.
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen fördert zwölf weitere Regionen im Rahmen des Programms „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“. Jede Region erhält in den kommenden drei Jahren bis zu 450.000 Euro.
Mit dem Geld sollen langfristige Konzepte entwickelt werden – zum Beispiel für den Wandel der Wirtschaft, den Ausbau erneuerbarer Energien, die Gewinnung von Fachkräften, die Nutzung von Flächen oder die Verbesserung der öffentlichen Versorgung.
„RegioStrat“ setzt auf Zusammenarbeit: Landkreise, regionale Verbünde und Kommunen arbeiten gemeinsam mit Unternehmen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern an neuen Ideen und Formen der Kooperation. Ziel ist es, die Stärken der Regionen besser zu nutzen und sich frühzeitig auf Veränderungen vorzubereiten.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung begleitet die Projekte. Es unterstützt die Regionen fachlich, organisiert den Austausch untereinander und wertet die Ergebnisse aus.
Koordinierungsstelle - Energiezukunft LUP
Die Koordinierungsstelle „Energiezukunft LUP“ erweitert die Wasserstoffstrategie zu einem ganzheitlichen Ansatz für eine bezahlbare, sichere und klimaneutrale Energieversorgung.
Im Mittelpunkt steht ein Energiemix aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasserstoff, der Strom, Wärme, Mobilität und Industrie verbindet.
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen können sich zur Beratung und Weiterentwicklung von Projekten an die Koordinierungsstelle wenden.
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ über das Regionalbudget III durch den Regionalen Planungsverband Westmecklenburg.
Förderung der digitalen Kompetenzen und der digitalen Transformation M-V
Das Projekt „Förderung der digitalen Kompetenzen“ wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union sowie durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.
Der Digitalisierungslotse besucht auf Wunsch auch Unternehmen und Organisationen im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim.
Digitalisierungslotse - Digitales M-V
Im Rahmen des Projekts „Digitales M-V“ unterstützt der Digitalisierungslotse des Landkreises Ludwigslust-Parchim Unternehmen, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger bei Fragen rund um die Digitalisierung.
Die Beratung ist kostenfrei und unbürokratisch. Der Lotse hilft dabei, den aktuellen Stand einzuschätzen, Orientierung zu geben und einen passenden digitalen Fahrplan zu entwickeln. Bei Bedarf vermittelt er weitere Unterstützung und Kontakte.
Digitalisierung kann dabei ganz unterschiedliche Bereiche betreffen, zum Beispiel:
- Anschaffung von Hardware
- Einsatz passender Software
- digitale und papierlose Arbeitsprozesse
- bessere digitale Kommunikation mit Kundinnen und Kunden
- Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle
- Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen
- Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitenden
Manufaktur-Route 2.0
Kofinanziert von der Europäischen Union sowie aus Mitteln der Region und wird in Zuständigkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023 - 2027 umgesetzt.
LEADER - Durchführung der Vorhaben im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) mit dem Ziel der Förderung von Beschäftigung, Wachstum und Gleichstellung der Geschlechter, einschließlich der Beteiligung von Frauen an der Landwirtschaft, sozialer Inklusion und der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten.
Das LEADER Kooperationsprojekt hat das Ziel, die „Manufaktur Route in Westmecklenburg“ weiterzuentwickeln. Diese Route wurde bis 2019 im Rahmen des Leitprojekts Kulturlandschaftsrouten in der Metropolregion Hamburg aufgebaut. Sie lädt Gäste und Einheimische dazu ein, ausgewählte Handwerksbetriebe in der Region zu entdecken. Bis Mitte 2027 soll die Route aktualisiert und um Manufakturen aus dem Genussbereich erweitert werden.
Im Mittelpunkt steht die Idee, regionale Handwerksbetriebe langfristig zu vernetzen und sichtbarer zu machen. Durch Angebote wie Einblicke in die Werkstätten, Verkostungen oder Mitmachaktionen soll der Erlebniswert der Region steigen – und damit auch die regionale Wertschöpfung.
Um diese Ziele zu erreichen, setzt das Projekt auf umfangreiche Medienproduktionen, überregionales Marketing und aktives Netzwerkmanagement. So sollen die Betriebe bekannter werden und die Manufaktur Route zu einem attraktiven Ausflugsziel für viele Menschen werden.
