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Datum: 14.07.2026

Rastower Schule: Baumaßnahmen können starten

Landrat Stefan Sternberg übergibt gemeinsam mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, weitere Fördermittel aus dem sogenannten Bundes-Sondervermögen / Mit rund 4,4 Millionen Euro wird das Vorhaben an der Regionalen Schule mit Grundschule Rastow unterstützt

Startschuss für das nächste Großprojekt aus dem MV-Plan 2035 im Landkreis Ludwigslust-Parchim: In Rastow übergab Landrat Stefan Sternberg zusammen mit Elisabeth Kaiser, Staatsministerin beim Bundesminister der Finanzen und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, heute (14.07.2026) an die Bürgermeisterin der Gemeinde, Ute Bachmann, einen Fördermittelbescheid von rund 4,4 Millionen Euro für die Sanierung der Regionalen Schule mit Grundschule Rastow. Mit Hilfe der Fördermittel kann auch das Außengelände neugestaltet werden.

Die finanziellen Mittel stammen aus dem Bundes-Sondervermögen. „Für den Landkreis, die Gemeinde Rastow und die Schüler vor Ort ist diese Förderung ein großer Schritt zur regionalen Verbesserung der Schulinfrastruktur. Durch die immense Bindung von finanziellen Ressourcen lässt sich für eine Gemeinde im Alleingang ein solches Projekt kaum umsetzen. Durch die übergebenen Fördermittel kann nun dieser für künftige Schülergenerationen wesentliche Schritt gegangen werden, um den Schülern und Bürgern eine moderne Schule mit einem Umfeld zu bieten, in der das Lernen Spaß macht“, sagte Landrat Stefan Sternberg bei der Fördermittelübergabe.

Die Gemeinde hat bereits im Vorfeld der Beantragung der nun überreichten Förderung die notwendigen planerischen Schritte in Auftrag gegeben und den Baubeginn intensiv vorbereitet. Somit ist das Projekt baureif. Gleichzeitig ist es der Gemeinde gelungen, sich eine weitere Förderung in Höhe von zirka 3,16 Millionen Euro aus dem KfW-Programm 464 („BEG Kommunen – Zuschuss“), einem Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), zu sichern. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt aktuell bei rund 12 Millionen Euro.

Der Schülereinzugsbereich der Grundschule erstreckt sich auf Rastow (inklusive der Ortsteile Fahrbinde und Kraak) sowie auf Uelitz, Sülstorf, Sülte, Boldela, Hoort und Lübesse. Für den regionalen Schulanteil erweitert sich dieser um die Orte Wöbbelin und Lüblow, deren Schüler vorher die Grundschule in Wöbbelin besuchen. Insgesamt werden derzeit zirka 350 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 23 Lehrkräften unterrichtet.

Hintergrund: Anfang Mai dieses Jahres hatte der Schulbaubeirat des Landkreises getagt und eine Prioritätenliste beim Land Mecklenburg-Vorpommern eingereicht. Damit konnte der Landkreis als erster im Land innerhalb des erfolgten ersten Aufrufes zur Anzeige von Schulprojekten vier größere und insgesamt 21 kleinere Projekte zur zeitnahen Umsetzung auswählen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht: Denn mit unserem zügigen und unbürokratischen Vorgehen innerhalb der Kreisverwaltung kommen wir unserem Versprechen nach, dass die Bundesmittel direkt vor Ort in der Infrastruktur schnell spürbar und sichtbar ankommen“, sagte Landrat Sternberg.

Weitere Projekte mit avisierten Gesamtkosten von mehr als 48,5 Millionen Euro – und mit einer Summe von mehr als 22 Millionen Euro in der Umsetzung – werden ebenfalls unterstützt, so die Entscheidung des Schulbaubeirates. Alle investiven Maßnahmen dienen der Verbesserung der Bildungsinfrastruktur innerhalb eines ausgewogenen Schulnetzes. Des Weiteren hat der Schulbaubeirat weitere acht Vorhaben ausgewählt, die aktuell noch nicht die notwendige Planungsreife erreicht haben. Der Landkreis wird die betroffenen Gemeinden auf dem Wege dorthin begleiten. Auch diese Maßnahmen dienen der Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen und haben einen zusätzlichen Umfang von über 33 Millionen Euro, bei einer Umsetzungsunterstützung in Höhe von zirka 16,5 Millionen Euro.

Die Lenkungsgruppe des Landes hat alle Maßnahmen wie eingereicht ihre Zustimmung erteilt, so dass die Bescheidung der Projekte erfolgen kann, sobald die Bewilligungsvoraussetzungen vollständig erreicht sind.

Das Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) speist sich aus dem nationalen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Mecklenburg-Vorpommern nutzt diese Bundesmittel, um strategische Investitionsfelder innerhalb kommunaler Aufgaben abzusichern zum Beispiel im schulischen Infrastrukturbereich.

Innerhalb des Einsatzes des Infrastrukturvermögens des Bundes haben sich die Landesregierung, die kreisfreien Städte und die Landkreise darauf vereinbart, dass insgesamt 540 Millionen Euro dieser Mittel in Mecklenburg-Vorpommern in öffentliche, allgemeinbildende Schulen fließen sollen.

Dem Landkreis Ludwigslust-Parchim stehen hiervon in einem ersten Schritt rund 68,9 Millionen Euro, wobei rund 19,4 Millionen Euro für kreisliche Schulen zur Verfügung und für die Schulträger von öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im kreisangehörigen Raum ein Anteil von zirka 49,5 Millionen Euro (71,84 Prozent) eingesetzt werden kann.