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27.11.2018

Rufbus-Fahrgastzahlen steigen stetig

VLP begrüßt 30.000ste Kundin am ZOB in der Kreisstadt / Landrat Stefan Sternberg: Erfolgsprojekt für Mobilität im ländlichen Raum

2018-11-27 Rufbus-Jubiläum
Sieglinde Renner (M.) wurde heute am ZOB in Parchim als 30.000ster Fahrgast im VLP-Rufbus begrüßt. Landrat Stefan Sternberg (2.v.l.) überreichte gemeinsam mit VLP-Geschäftsführer Stefan Lösel (2.v.r.) , Taxi-Unternehmer und Rufbus-Auftragnehmer Mario Voß und Gesine Kneetz, Teamleiterin Kundenservice der VLP, eine Urkunde und ein Freifahrtticket für den Monat Dezember. © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Seit Einführung des Rufbussystems im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben heute (27.11.2018) auf den Tag genau 30.000 Fahrgäste diesen Service der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH  (VLP) genutzt: Landrat Stefan Sternberg und VLP-Geschäftsführer Stefan Lösel empfingen Sieglinde Renner als Jubiläumskundin am ZOB in Parchim und überreichten ihr als Dankeschön eine Urkunde und eine Freifahrtkarte für den Monat Dezember. Zwei Mal wöchentlich nutzt die 62-Jährige das Rufbusangebot der VLP für Fahrten zwischen ihrem Wohnort im Amt Grabow und der Kreisstadt Parchim – das sind inzwischen mehr als 200 Fahrten.

Landrat Sternberg unterstrich die Bedeutung des Rufbusses für die Mobilität im ländlichen Raum: „Jederzeit mit einem Anruf von A nach B zu kommen, das ist  eine ganz tolle Sache. Ein wirklich gutes Beispiel, wie wir als Landkreis ganz praktisch auf die demografische Entwicklung reagieren und das Leben im ländlichen Raum attraktiv und lebenswert gestalten können.“ Auch damit weitere Angebote dieser Art entwickelt werden könnten, sei eine bessere Finanzausstattung der Kommunen zwingend erforderlich, formulierte Landrat Sternberg seine klare Forderung an das Land.

Gestartet im Dezember 2016 als Pilotprojekt zwischen Parchim und Plau am See, fährt der VLP-Rufbus heute flächendeckend im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Er verbindet das Dorf mit den Zentren und dem übergeordneten Verkehrsnetz. Jede Haltestelle. 365 Tage im Jahr. Der Rufbus ergänzt die konventionellen Linienverkehre der VLP, deren Fokus auf der Schülerbeförderung liegt. Mit dem Rufbus können Pendler ihre Arbeitsplätze, Patienten ihren Arzt und Touristen ihr Ausflugsziel auch zu den Tagen und Zeiten erreichen, an denen keine Schülerbeförderung stattfindet.

Das Fahrplanangebot der VLP hat sich seit der Rufbus-Einführung mehr als verdreifacht, berichtete Geschäftsführer Lösel. Zum Einsatz kommen die Fahrzeuge aber nur auf den Strecken, für die tatsächlich Beförderungsaufträge vorliegen. Die Fahrzeuggröße bestimmt sich nach der Anzahl der Fahrgäste. Das ermöglicht eine weit effizientere Bedienung der Kundenwünsche als im Linienverkehr und schont die Straßen und die Umwelt.

Die Kunden wissen den Rufbus zu schätzen. Seit dem Systemstart haben sich die Fahrgastzahlen beständig erhöht, Tendenz steigend (s. Grafik unten). Die weit überwiegende Anzahl der Fahrgäste nutzt den Rufbus regelmäßig, Rollstuhlfahrer wissen den barrierefreien Service zu schätzen. Und für die Zukunft haben sich Landkreis und VLP noch viel vorgenommen. Zum einen soll neben der telefonischen Bestellung bald auch eine Buchung im Internet möglich sein – direkt aus der elektronischen Fahrplanauskunft. Zum anderen wird das Fahrplanangebot den Kundenbedürfnissen beständig angepasst. Zielstellung ist, jede Zugankunft an den Bahnhöfen abzusichern und mit einem Rufbus zu verknüpfen.

Mehr zum VLP-Rufbus unter www.vlp-lup.de/rufbus