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19.10.2018

Wissen, was passiert – Weiterbildung für die digitale Agenda

Podiumsdiskussionen in Crivitz und Kaliß: VHS als zweiter Bildungsweg für Medienkompetenz

2018-10-17 Podiumsdiskussion Chancen und Risiken der Digitalisierung
Zur Podiumsdiskussion über Chancen und Risiken der Digitalisierung begrüßte VHS-Leiterin Regine Herbrik (r,) die Gäste im Bürgerhaus Crivitz (hier im Bild) und tags darauf im Haus des Waldes in Kaliß. © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Digitalisierung findet jedenfalls statt. Die Frage ist jedoch, wie wir sie gestalten wollen. Darüber waren sich alle einig bei den Diskussionsveranstaltungen zu den Chancen und Risiken der Digitalisierung, die am 17. Oktober im Bürgerhaus Crivitz und tags darauf im Haus des Waldes in Kaliß stattfanden. Eingeladen hatte die Kreisvolkshochschule Ludwigslust-Parchim in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren und Amtsverwaltungen vor Ort zu den Podiumsdiskussionen, die schnell vom Podium auf das Publikum überschwappten und zu einem regen Austausch zwischen allen Anwesenden führten. Rede und Antwort standen der Vorstand der KSM (Kommunalservice Mecklenburg AöR), Matthias Effenberger, der Datenschutzbeauftragte des Landkreises, Marco Block, sowie Joachim Müller (Fachdienstleiter Regionalmanagement) und Rüdiger Falk (Breitbandkoordinator). Neben technischen Fragen zum Fortschritt des Glasfaserausbaus wurde besonders engagiert darüber diskutiert, wie es gelingen kann, alle Generationen mit der notwendigen Medienkompetenz zu versorgen, die einen sinnvollen und datenschutztechnisch sicheren Umgang mit den vernetzten, elektronischen Endgeräten gewährleistet

Im Fokus standen Fragen wie: Wie steht es um die medienpädagogische Weiterbildung des Lehrpersonals an den Schulen, die aktuell mit neuer Technik ausgestattet werden? Wer informiert die örtlichen Vereine über ihre Rechte und Pflichten hinsichtlich der europaweit gültigen Datenschutzgrundverordnung? Welche Themen wollen die Städte und Gemeinden auf ihre digitale Agenda setzen? Wer erklärt mir mein Smartphone, wenn meine Enkel keine Geduld dafür aufbringen?

Die Abschlussrunden beider Diskussionsrunden zogen das Fazit, dass die Grundlage für ein selbstbestimmtes Gestalten der digitalen Welt immer darin bestehen wird zu wissen, was gerade passiert. Insofern zeichnete sich ein großer Bedarf an konkreten, praktisch orientierten Folgeveranstaltungen ab, deren Inhalte in enger Zusammenarbeit mit den AkteurInnen vor Ort festgelegt und entwickelt werden müssen. Die Volkshochschule, so die Experten, bietet sich als Partner dafür an, da sie mit ihren Angeboten im Fachbereich „Erweiterte Lernwelten“ Medienkompetenz sowohl hinsichtlich der Nutzung von Technik als auch im Hinblick auf datenschutzrelevante Aspekte vermitteln kann.