Informationen zum Impfen

Was ist COVID-19?

Coronaviren sind seit Jahrzehnten bekannt. Seit dem Jahres-wechsel 2019/2020 zirkuliert weltweit ein neuartiges Corona-virus, das SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2), welches der Er-reger der Krankheit COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) ist.Zu den häufigen Krankheitszeichen von COVID-19 zählen tro-ckener Husten, Fieber (über 38 °C), Atemnot sowie ein vorü-bergehender Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes. Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf- und Glieder-schmerzen, Halsschmerzen und Schnupfen werden beschrie-ben. Seltener berichten Patienten über Magen-Darm-Beschwerden, Bindehautentzündung und Lymphknoten-schwellungen. Folgeschäden am Nerven- oder Herz-Kreislauf-system sowie langanhaltende Krankheitsverläufe sind mög-lich. Obwohl ein milder Verlauf der Krankheit häufig ist und die meisten Erkrankten vollständig genesen, sind schwere Verläufe mit Lungenentzündung, die über ein Lungenversa-gen zum Tod führen können, gefürchtet. Neben dem Vermeiden einer Infektion durch Beachtung der AHA + A + L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, All-tagsmaske tragen, Corona-Warn-App herunterladen, regelmä-ßig lüften) bietet die Impfung den bestmöglichen Schutz vor einer Erkrankung.

Um welchen Impfstoff handelt es sich?

Der hier besprochene mRNA-COVID-19-Impfstoff ist ein gen-technisch hergestellter Impfstoff, der auf einer neuartigen Technologie beruht. Weitere mRNA-Impfstoffe werden geprüft, sind aber derzeit noch nicht zugelassen.mRNA (Boten-RNA oder messenger Ribonukleinsäure) ist die „Bauanleitung“ für jedes einzelne Eiweiß des Körpers und ist nicht mit der menschlichen Erbinformation — der DNA — zu verwechseln. Im mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 ist eine „Bauanleitung“ für einen einzigen Baustein des Virus (das sogenannte Spikeprotein) enthalten. Dieses Spikeprotein ist für sich alleine harmlos. Der Impfstoff ist somit nicht infektiös. Die im Impfstoff enthaltene mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut, sondern im Körper nach einigen Tagen abgebaut. Dann wird auch kein Viruseiweiß mehr hergestellt. Die nach der Impfung vom eigenen Körper (in Muskelzellen an der Impfstelle und in bestimmten Abwehrzellen) gebil-deten Spikeproteine werden vom Immunsystem als Fremd-eiweiße erkannt, dadurch werden spezifische Abwehrzellen aktiviert: es werden Antikörper gegen das Virus sowie Abwehrzellen gebildet. So entsteht eine schützende Immun-antwort. Für einen ausreichenden Impfschutz muss der Impfstoff zwei-mal im Abstand von 3 Wochen verabreicht werden. Dabei wird der Impfstoff in den Oberarmmuskel gespritzt.

Wie wirksam ist die Impfung?

Der ausreichende Impfschutz beginnt 7 Tage nach der 2. Imp-fung. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt. Wie lange dieser Schutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpften Personen vorhanden ist, ist es auch trotz Impfung notwendig, dass Sie sich und Ihre Umgebung schützen, indem Sie die AHA + A + L-Regeln beachten.

Wer profitiert besonders von der Impfung?

Der COVID-19-mRNA-Impfstoff ist für Personen ab 16 Jahre zugelassen, und mittelfristig ist das Ziel, allen Menschen über 16 Jahren eine Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können. Da zu Beginn jedoch nicht ausreichend Impfstoff für die Ver-sorgung aller zur Verfügung steht, sollen vordringlich Per-sonen geimpft werden, die entweder ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf von COVID-19 aufweisen (also z. B. ältere Personen), die aufgrund ihrer Berufstätigkeit ein besonders hohes Risiko haben, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken oder die aufgrund ihrer Berufstätig-keit Kontakt zu besonders durch COVID-19 gefährdeten Per-sonen haben. Dies ist die Einschätzung der STIKO (Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut) unter Berück-sichtigung des gemeinsam mit dem Deutschen Ethikrat und der Leopoldina erstellten Positionspapiers.

Wer soll nicht geimpft werden?

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, für die der Impfstoff aktuell nicht zugelassen ist, sollen nicht geimpft werden. Da noch nicht ausreichende Erfahrungen vorliegen, ist die Imp-fung in der Schwangerschaft und Stillzeit derzeit nicht emp-fohlen. Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5°C leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Bei einer Überempfind-lichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollte nicht geimpft werden: bitte teilen Sie der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit, wenn Sie Allergien haben. Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen wurde, müssen zunächst nicht geimpft werden, aber es spricht nichts gegen eine Impfung

Wie verhalte ich mich vor und nach der Impfung?

Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind oder zu Sofortallergien neigen, teilen Sie dies bitte der Impfärztin / dem Impfarzt vor der Imp-fung mit. Dann kann sie / er Sie nach der Impfung gegebenen-falls länger beobachten.Zu anderen Impfungen soll ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden.Nach der Impfung müssen Sie sich nicht besonders schonen. Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung (s. „Welche Impfreaktionen können nach der Impfung auftreten?“) kön-nen schmerzlindernde / fiebersenkende Medikamente (z. B. Paracetamol) eingenommen werden. Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt kann Sie hierzu beraten

Welche Impfreaktionen können nach der Impfung auftreten?

Nach der Impfung mit dem mRNA-Impfstoff kann es als Aus-druck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen. Diese Reakti-onen treten meist innerhalb von 2 Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als 1 bis 2 Tage an. Sehr häufig werden bei den Geimpften in der bisher mehrmo-natigen Beobachtungszeit Schmerzen an der Einstichstelle (bis zu 83 % der Geimpften), Abgeschlagenheit (bis zu 59 %), Kopfschmerzen (bis zu 52 %), Muskelschmerzen (bis zu 37 %), Frösteln (bis zu 35 %), Gelenkschmerzen (bis zu 22 %), Fieber (bis zu 16 %) und Durchfall (bis zu 11 %) berichtet. Erbrechen tritt häufig auf (bis zu 2 %), Lymphknotenschwellungen gele-gentlich (weniger als 1 %). Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas sel-tener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreak-tionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten etwas häufiger nach der zweiten Impfung auf.

Sind Impfkomplikationen möglich?

Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impf-reaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesund-heitszustand der geimpften Person deutlich belasten. In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der Zulassung wurden nach Gabe des hier besprochenen mRNA-Impfstoffes keine Komplikationen wie zum Beispiel schwerwiegende Autoimmunreaktionen oder schwerwiegende neurologische Komplikationen im ursächlichen Zusammenhang mit der Imp-fung berichtet. Grundsätzlich können aber – wie bei allen Impfstoffen – in sehr seltenen Fällen eine Überempfindlich-keitsreaktion (allergische Sofortreaktion bis hin zum Schock) oder andere Komplikationen nicht ausgeschlossen werden. Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allge-meinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen begeben Sie sich bitte um-gehend in ärztliche Behandlung. Es besteht die Möglichkeit, Nebenwirkungen auch selbst zu melden: https://nebenwirkungen.bund.de.

Wer wird zuerst geimpft?

Das ist abhängig von den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und dem Deutschen Ethikrat. Es ist absehbar, dass zunächst Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie besonders gefährdete Risikogruppen eine Impfung erhalten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Wann werden die Impfzentren einsatzbereit sein?

Die Impfzentren sind seit Mitte Dezember 2020 einsatzbereit. Die ersten Impfungen werden vorerst durch mobile Teams in diversen Einrichtungen verteilt. Anfang Januar 2021 wird es auch Impfungen in den Impfzentren geben.

Wie viele Menschen werden pro Tag geimpft?

Ziel ist es, dass mindestens 500 Impfungen am Tag verabreicht werden.

Wie viele Impfdosen bekommt Mecklenburg-Vorpommern?

Mecklenburg-Vorpommern hat eine erste Bestellung von Spritzen und Kanülen für rund 500.000 Impfdosen vorgenommen.

Besteht eine Impfpflicht?

Nein.

Corona-Impfung

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Für die Impfzentren des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Ludwigslust und Parchim im Zusammenhang mit der Bekämpfung der COVID19-Pandemie suchen wir für die Vorbereitung, Durchführung sowie die administrative Begleitung des kompletten Impfprozesses engagierte und flexible Kräfte.

Dafür suchen wir konkret:

  • Ärztinnen und Ärzte
  • medizinisch ausgebildetes Personal sowie
  • allgemeines Hilfspersonal für Verwaltungstätigkeiten und Logistik - gerne auch erfahrene Personen im Ruhestand oder Studierende im Nebenjob

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