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07.10.2015

Umweltpreis des Landtages verliehen

Zwei Projekte aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden mit dem Jugendumweltpreis ausgezeichnet

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Die erste Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Beate Schlupp, hat am 6. Oktober 2015 in Schwerin den Umweltpreis 2014/2015 des Landtages Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Ausgezeichnet wurden Initiativen zum Schutz und zur Entwicklung von Gewässern als Habitat und als natürliche Ressource.

Der erste Preis ging an den Förderverein des Naturparks „Mecklenburgische Schweiz - Kummerower See“ für die Renaturierung von Zuflüssen zum Malchiner See. Die Auszeichnung ist mit 7500 Euro dotiert. Ebenfalls ausgezeichnet wurden der Förderverein des Naturparks Feldberg - Uckermärkische Seenlandschaft (5000 Euro) und die Agrargenossenschaft Bartelshagen I e. G. (2.500 Euro).

Träger des Jugendumweltpreises sind die ASB Kindertagesstätte "Haus Sonnenschein" Bantin mit dem Projekt "Bachpatenschaften für den Hammerbach" sowie die Freie Schule Bröbberow und die Klasse 3b der Schule am Friedensring Wittenburg.

Hintergrund:

Projekt: Bachpatenschaft für den Hammerbach

Im Rahmen des Langzeitprojektes "Bachpatenschaft für den Hammerbach" erlangen die Kinder der Kita "Haus Sonnenschein" in Bantin Wissen über den Lebensraum sowie die Lebensweise des Fischotters. Exkursionen zum Hammerbach im Landkreis Ludwigslust Parchim fördern darüber hinaus den Wissenserwerb über die Bedeutung von Wasser für Pflanzen, Tier und Mensch. Die Kinder erhalten durch dieses Projekt einen Einblick in Tier- und Artenschutz. Es wird ihnen vermittelt, wie notwendig dieser Schutz ist und welche Möglichkeiten bei dessen Umsetzung vorhanden sind. Gewässerschutz als Maßnahme zur Lebensraumerhaltung erfahren die Kinder als erforderlich und leistbar.

Projekt: Schildebachpaten - "Lebensader Schilde"

Das Bachpatenprojekt ermöglicht es Grundschülern der Schule am Friedensring, Wittenburg, sich im Rahmen eines praxisorientierten Unterrichts intensiv mit der Thematik "Wasser als wichtige schützenswerte Ressource für Mensch und Tier" auseinanderzusetzen. Bei Exkursionen verbunden mit zahlreichen Aktivitäten entlang der Schilde und durch die anschließende Aufarbeitung im Unterricht lernen die Kinder die Ansprüche zahlreicher Tiere und Pflanzen aber auch die spezielle ökologische Bedeutsamkeit des Gewässernetzes in der Region kennen. Mögliche Beeinträchtigungen durch fehlerhafte Gewässerbaumaßnahmen, aber auch nachhaltige Effekte durchgeführter Renaturierungsmaßnahmen und ihre positive Auswirkungen für die Biodiversität werden den Kindern mithilfe dieses Projektes näher gebracht.

Seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an  Ernst Boll aus, einem bedeutenden Naturforscher und Historiker aus Neubrandenburg (1817 – 1868).

Quelle: www.landtag-mv.de