Zurück zur Listenansicht

10.12.2015

Gelernt wird da, wo man zu Hause ist!

Schweriner Arbeitsagentur verleiht Ausbildungszertifikate 2015 / riha Wesergold aus Dodow ausgezeichnet

Darauf einen Apfel: In Dodow ehrt BA-Chef Dirk Heyden (l.) Betriebsleiter Frank Jehring und Ausbildungsleiterin Dorina Arnholdt mit dem Ausbildungszertifikat. Foto: Agentur für Arbeit Schwerin
Darauf einen Apfel: In Dodow ehrt BA-Chef Dirk Heyden (l.) Betriebsleiter Frank Jehring und Ausbildungsleiterin Dorina Arnholdt mit dem Ausbildungszertifikat. Foto: Agentur für Arbeit Schwerin © Foto: Agentur für Arbeit Schwerin

Die Schweriner Arbeitsagentur würdigt seit 2008 in jedem Jahr herausragende Anstrengungen bei der beruflichen Bildung junger Menschen mit einem „Nachwuchszertifikat“. 2015 konnten erneut drei Unternehmen in Westmecklenburg diese besondere Auszeichnung in Empfang nehmen - die Fertigungstechnik Nord GmbH in Gadebusch, die rihaWeserGold Getränkegruppe am Standort Dodow im Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie die HTI Feldtmann KG in der Landeshauptstadt.

Im „Saftladen“ macht die Arbeit Spaß

Mit einem Jahresumsatz von 600 Millionen Euro und 2,5 Milliarden Endverbrauchereinheiten, die im Handel als Flaschen oder Tetrapacks mit Säften, Wasser, Limonaden und anderen alkoholfreien Durstlöschern angeboten werden, ist die riha WeserGold Getränkegruppe der zweitgrößte Hersteller in Europa. Nummer eins, so Dirk Heyden, Chef der Schweriner Arbeitsagentur, ist das Unternehmen am Standort Dodow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) definitiv in Sachen Ausbildung. Dafür wurde das Unternehmen mit dem Ausbildungszertifikat 2015 geehrt.

Allein seit 1990 haben 174 Jugendliche hier ihren Berufsstart vollzogen. 109 von ihnen sind heute als Fachkräfte im Unternehmen tätig. Insgesamt zwölf Berufe stehen dabei zur Auswahl. Das Spektrum reicht von Fachkräften für Fruchtsafttechnik oder Lebensmitteltechnik über Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker, Lageristen und Chemielabortanten, Kaufleute und Elektroniker bis hin zu Imkern und Gärtnern. Aktuell gibt es 23 junge Leute, die gemeinsam mit den Eltern bei einer Betriebsführung in ihre Ausbildung gestartet sind. Und natürlich mit einer zweiwöchigen Apfelernte, denn in Dodow wächst auf mehr als 1.000 Hektar Plantagenfläche heran, was vor Ort verarbeitet und abgefüllt wird. Egal, in welchem Bereich - beim großen Getränkehersteller in Dodow macht die Arbeit Spaß. Das haben Laura Möller und Franz Meißner von Verwandten und Bekannten erfahren und bei Praktika sowie Ferienarbeit selbst geprüft, bevor sie sich beworben haben. „Ich bin absolut zufrieden. Wir bekommen jede Hilfe, zum Beispiel auch durch überbetriebliche Lehrgänge für die Prüfungsvorbereitung“, sagt die 18-Jährige, die Chemielaborantin werden möchte. Sie ist bei Zarrentin zu Hause - in Fahrradnähe also. Mobilität ist gefragt. „Die Wege müssen kurz sein, damit unsere jungen Leute auch nach der Schicht wieder nach Hause kommen. Rund 70 Prozent der Mitarbeiter wohnen in der Region“, weiß Ausbildungsleiterin Dorina Arnholdt, die bei Bedarf natürlich auch die Suche nach einen nahen Unterkunft unterstützt und überhaupt jederzeit den Jugendlichen zur Seite steht. Das spricht sich rum. Ebenso wie die gute Entlohnung und das tolle Betriebsklima. „Bessere Empfehlungen kann es nicht geben“, würdigt Dirk Heyden das Engagement von riha WeserGold. Das Unternehmen ist darüber hinaus im Verein Food Academy aktiv. Neben der Optimierung der Erstausbildung, zum Beispiel durch kleinere Klassen, geht es hier mit Qualifizierungsangeboten um Perspektiven in der Ernährungsbranche.