Zeit für eine Reise durch die Region

Außergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse - Museen und Ausstellungen schaffen sie.

Museums- und Ausstellungsverbund

Regionale Museen und Ausstellungen der Griesen Gegend und ihre Partner freuen sich auf Ihren Besuch:

Burgmuseum Neustadt-Glewe

Eiszeitlich geprägte Oberflächenformen mit einem Inselberg zwischen den Wasserarmen der Elde, die reiche Jagdfauna in der nahe gelegenen Lewitz und vor allem die Sicherung der im Jahre 1167 gegründeten Grafschaft Schwerin werden Anlass gewesen sein, hier eine Kastellburg zu bauen.

Der sich heute zeigende Backsteinbau datiert archäologisch nachweisbar in die Zeit um 1300, als die Stadt bereits gegründet war. Das rechteckig angelegte Ensemble besteht aus 2 Längshäusern, die durch Wehrmauern verbunden sind, sowie einem runden dominanten Turm. Nach ersten Umbauphasen im 16. Jahrhundert, umfasst er zwei Wehrgeschosse mit Verlies, sowie einen Wohnsaal.

Von hier aus hat der Besucher einen eindrucksvollen Blick über die Müritz-Elde-Wasserstraße mit ihrem kleinen Hafen am Fuße der Burg.

Im ehemaligen herzoglichen Wohnhaus erhalten Sie Einblick in das Leben auf einer mittelalterlichen Burg. Wandmalereien aus Gotik und Renaissance sowie Überreste einer mittelalterlichen Warmluftheizung sind von besonderer Bedeutung.

Die Ausstellung wurde 2012 neu eröffnet. Die Burg erstrahlt nach umfangreicher Sanierung ebenfalls im neuem Glanz.

Neben dem Museum befindet sich ein Trauraum, die Stadtinformation und ein Restaurant auf der Anlage. 

Führungen und zahlreiche Veranstaltungen begleiten das Jahr.

Keine andere mittelalterliche Burg in Mecklenburg-Vorpommern ist ähnlich gut erhalten.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.neustadt-glewe.de 

Das Museum befindet sich auf der Burg in 19306 Neustadt-Glewe, Alte Burg 1.

"Dat Lütt Museum" Alt Jabel

"Dat Lütt Museum" entstand 1998/99 auf Initiative der Kirchgemeinde und eines Museumsbeirates in dem 1875 erbauten Pfarrstall auf dem Pfarrhof in Alt Jabel.

Es lädt ein zu einer Zeitreise durch die Alltags- und Kirchengeschichte dieser Region, die von heute über den Bau der neuen Kirche, über die Gutsherrlichkeit und dem Mittelalter bis zur slawischen Besiedlung der "Griesen Gegend" führt.

"Fern der Heimat - neue Heimat Mecklenburg" - erzählt Lebenserinnerungen von Einwohnern unserer Dörfer.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.kirche-alt-jabel.de 

Das Museum befindet auf dem Pfarrhof in 19303 Alt Jabel, Kirchweg 15.

Museum Festung Dömitz

Die Festungsanlage Dömitz, gelegen am mecklenburgischen Elbeufer, ist eine der wenigen sehr gut erhaltenen Flachlandfestungen des 16. Jahrhunderts in Norddeutschland. In der Form eines Fünfecks angelegt und mit Bastionen und Kasematten versehen zeigt sie die eindrucksvolle Wehrarchitektur der Renaissance. Seit 1953 beherbergen die Mauern der Festung ein Museum zur Stadt Dömitz und der Region.

Durch die Besonderheit des Bauwerkes und auf Grund des außerordentlich guten Erhaltungszustandes wurde die Festungsanlage 1975 unter Denkmalschutz gestellt.

Das Museum Festung Dömitz ist in erster Linie ein stadtgeschichtliches Museum mit einer vielseitigen und interessanten Ausstellung über den historischen Entwicklungsweg der Stadt Dömitz vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Eine Ausstellung zur Bedeutung der Elbschifffahrt und der Hafenanlagen für die Stadt Dömitz sowie eine umfangreiche volkskundliche Abteilung über den Bereich "Griese Gegend" betonen ebenfalls den regional-geschichtlichen Charakter des Museums. Einen guten Einblick in die fast 800-jährige Geschichte der Festung erhält der Besucher in dem Pulverkeller, dem ältesten und ausdrucksvollsten Ausstellungsraum des Museums im Kommandantenhaus. Nach der Besichtigung des Kommandantenhauses und des Turmes, der Hauptwache, des Zeughauses, des Blockhauses stehen dem Besucher auch die Außenanlagen der Festung zur Verfügung. Auf den Bastionen und in den Kasematten erhält der Besucher einen Überblick über Anlage und das Verteidigungssystem der Festung.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.festung-doemitz.de

Das Museum befindet sich auf der Festung Dömitz in 19303 Dömitz, Auf der Festung 3.

Elbbergmuseum Boizenburg/Elbe

Dokumentation KZ-Außenlager Boizenburg und Geschichte der innerdeutschen Grenze in der Region

Auf dem Boizenburger Elbberg sind zwei bauliche Zeugnisse der jüngeren deutschen Vergangenheit erhalten:
Eine Baracke, die als Küchenkeller für das Außenlager Boizenburg des KZ Neuengamme diente sowie der 1972/73 errichtete Transitvorkontrollposten der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Beide Bauwerke liegen - nur durch die Ausfallstraße getrennt – sich direkt gegenüber. Nach der Wende ergab sich die Frage nach dem Umgang mit diesem Erbe.

Das KZ-Außenlager wurde im Sommer 1944 errichtet. Aus dem Vernichtungslager Auschwitz brachte man 400 ungarische Jüdinnen hierher, die unter unmenschlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion der benachbarten Elbewerft zur Arbeit gezwungen wurden. An das erschütternde Schicksal dieser Frauen erinnert eine Dokumentation im ehemaligen Küchenkeller des Lagers.

Nur wenige Meter entfernt stehen die beiden Gebäude des früheren Transitkontrollpunktes Vier. Hier kontrollierten DDR-Volkspolizisten von 1973 bis 1990 den Autoverkehr in Richtung Grenze und in das Grenzsperrgebiet.

Auf großformatigen Ausstellungstafeln rund um den ehemaligen Beobachtungsturm erhält der Besucher umfangreiche Informationen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze im damaligen Kreis Hagenow. Eine Toninstallation im Turm verweist auf das Leben im Sperrgebiet, auf Flucht und Zwangsaussiedlung.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.boizenburg.de 

Das Museum befindet sich am Elbberg in 19258 Boizenburg.

Erstes Deutsches Fliesenmuseum Boizenburg e.V.

Erleben Sie die Bildwelt der Fliesen mit einer überwältigen Vielfalt an Motiven, Farben und Formen!

Das im Zentrum der Altstadt von Boizenburg/Elbe gelegene Erste Deutsche Fliesenmuseum entstand auf Initiative von Freunden und Interessenten der keramischen Fliese und ehemaligen Mitarbeitern der Boizenburger Fliesenfabrik.

Nach seiner Eröffnung im Jahr 1998 erfuhr es aufgrund der hohen Attraktivität seiner Ausstellungen schnell internationale Anerkennung und Mitwirkung.

Das Erste Deutsche Fliesenmuseum widmet sich vorrangig der Epoche frühindustrieller Fliesen in Deutschland und Europa und zeigt in Wechselausstellungen tausende Fliesen im Stile des Historismus, des Jugendstils und des Art déco.

Das Gesamtbild dieses einzigartigen Museums wird ergänzt durch Einblicke in Fertigungs- und Dekorierverfahren sowie in sozialgeschichtliche Wandlungen. Daneben bieten Kabinettausstellungen interessante Exkurse in die Vielfalt der Geschichte der Fliesenkunst bis zur Gegenwart.

Eine Dauerausstellung ist dem bedeutenden Baukeramiker und Maler sowie Mitbegründer des Ersten Deutschen Fliesenmuseums "Lothar Scholz" gewidmet. Mit dieser Ausstellung werden seine außergewöhnlichen Leistungen auf dem Gebiet der Fliesengestaltung gewürdigt.

Auf der jährlich stattfindenden Fliesenbörse kann jedermann seltene Fliesen bewundern, kaufen, verkaufen und tauschen. Erleben Sie die Bildwelt der Fliesen mit einer überwältigenden Vielfalt an Motiven, Farben und Formen!

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.jugendstilfliesen-museum.de

Das Museum befindet sich in  19258 Boizenburg/Elbe, Reichenstraße 4.

Haus des Waldes Kaliß

Das Forst- und Holzmuseum Kaliß bietet einen guten Gesamtüberblick über die Bereiche Wald und Holznutzung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Historische Werkzeuge und Uniformen zeugen vom Wandel der Forstverwaltung und belegen den Einzug der Technik auch bei der Waldarbeit.

Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung ebenso dem Naturschutz. Mit der Präsentation aller Schutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und einzelner geschützter Tierarten ist dieses Museum zugleich ein Ort der Umweltbildung.

Ein Diorama mit 16 heimischen Tieren vermittelt einen unmittelbaren Einblick in das Waldbild eines Dünentalmoores. Insgesamt 30 Informationstafeln erläutern verschiedenste Themen von der Entstehung des Waldes über die historische Nutzung bis zur derzeitigen Bewirtschaftung. Zur Veranschaulichung werden 154 Ausstellungsexponate präsentiert.

Den Schwerpunkt bildet die intensive Holznutzung im Mittelalter, die zur Entstehung der geregelten Forstwirtschaft geführt hat. Der Wandel in der Forstverwaltung und in der schweren Forstarbeit durch Technologie wird ebenso thematisiert, wie die Fauna des Waldes mit einer Vielzahl von Präparaten.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.wald-mv.de 

Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Forstamtes Kaliß in 19294 Kaliß, Karl-Marx-Straße 20 (ca. 5 km nordöstlich von Dömitz).

Heimatmuseum Boizenburg/Elbe

Stadtgeschichtliche Ausstellungen, Sonderausstellungen, Veranstaltungen ...

Das 1935 auf Initiative des örtlichen Kunstvereins und geschichtlich interessierter Bürger gegründete Heimatmuseum stand bis Ende des II. Weltkrieges unter der Leitung des Lehrers Hans Vick, eines leidenschaftlichen regionalgeschichtlichen Forschers und Sammlers.

Nach wechselvoller Vergangenheit werden die Sammlungen seit einigen Jahren in dem denkmalgeschützten Bürgerhaus Markt 1 präsentiert, das dem Schweriner Schlossbaumeister Georg Adolf Demmler zugeschrieben wird.

Die Ausstellungen spiegeln verschiedene Aspekte kleinstädtischen Alltagslebens wider. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Lage der Stadt an der Elbe und damit verbundene Themen wie Fischerei, Schiffbau, Handel, Hochwasser, Hochwasserschutz, aber auch ihre Geschichte als Grenzstadt.

Vorgestellt werden außerdem ausgewählte Bereiche des Arbeitslebens und Lebensstationen angesehener Bürger.

Thematische  Sonderausstellungen, Führungen, Vorträge und museumspädagogische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche ergänzen das Angebot.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.boizenburg.de 

Das Museum befindet sich in 19258 Boizenburg, Markt 1.

Heimatmusem Grabow

Das Grabower Museum wurde 1934 gegründet. Es befindet sich seit 1994 in der ehemaligen Pfeffernuss- und Bisquitfabrik. Die Ausstellungsräume verteilen sich über zwei Etagen des ehrwürdigen Bürgerhauses. Sie beinhalten Bereiche der Ur-und Frühgeschichte, der Pfeffernuss-und Bisquitbäckerei und der Mohrenkuss- und Keksherstellung.

In der Stadtgeschichtssammlung wird die Geschichte der Goldleistenfabrik Heinsius (1860-1995) gezeigt. Eine Mergenthaler Setzmaschine gibt Einblick in das Druckereiwesen. Alte Handwerkskunst vermitteln Werkzeuge der Maurer und Zimmerleute vor einer rohen Fachwerkwand.

Natürlich hat auch Grabow seine Berühmtheiten: Buddenbrook-Leser wissen, dass Thomas Mann's Vorfahren hier Ratsherr, Bürgermeister und angesehene Handwerker waren. Der Familienstammbaum ist im Museum zu sehen.

Wechselnde Sonderausstellungen bereichern einen Museumsbesuch.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.museum-grabow.de 

Das Museum befindet sich in 19300 Grabow, Marktstraße 19.

Informationszentrum für das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V

Auf der Festung Dömitz, direkt am rechtsseitigen Elbufer gelegen, laden zwei Ausstellungen im Informationszentrum für das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern Sie herzlich ein.

"Mensch und Biosphäre"
Im ehemaligen ZEUGHAUS auf der Festung Dömitz befindet sich die Ausstellung "Mensch und Biosphäre - gestern, heute, morgen". Hier lernen Sie das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe näher kennen und erfahren mehr über das globale Netzwerk der UNESCO-Biosphärenreservate.

„Im Grunde"
In den Kasematten der sanierten Bastion Greif gehen Sie den Grundlagen unseres Lebens auf die Spur. „Tiefgründig“ beleuchtet die multimediale Ausstellung „Im Grunde – Die Erde liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf!“ unser Lebensfundament und geht dem menschlichen Handeln auf den Grund.

Im ZEUGHAUS werden außerdem Sonderausstellungen präsentiert; so 2016 die

- Fotoausstellung „Natur und Grenze",
- Sonderausstellung „Wölfe in Deutschland" und die
- Sonderausstellung „Der Weg der Vögel".

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.elbetal-mv.de

Das Museum befindet sich auf der Festung in 19303 Dömitz.

Johannes-Gillhoff-Stuv Glaisin

Die Gillhoff-Stuv ist eine ständige Ausstellung zu Leben, Werk und Wirkung von Johannes Gillhoff sowie zur Migrationsgeschichte.

In einem Klassenraum der 1866 erbauten Dorfschule wurde 1992 durch die Gemeinde und die ein Jahr später gegründete Johannes Gillhoff Gesellschaft e.V. das Memorialmuseum eingerichtet. Bilddokumente, Briefe, Manuskripte, Werkausgaben und Sachzeugen, unter anderem Gillhoffs Spazierstock, sein Zigarrenetui und seine Briefwaage sowie sein Schreibtisch aus dem Jahr 1896, an dem er vermutlich die Manuskripte zu „Bilder aus dem Dorfleben“, „Zur Sprache und Geschichte des Kleinen Katechismus“ und „Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“ schrieb, werden gezeigt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Dokumentation zur Migrationsgeschichte. Während der Amtszeit von Vater Gillhoff als Lehrer in Glaisin sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa 350 Frauen, Männer und Kinder in den Streben nach eigen Hüsung und eigen Land von Glaisin nach Nordamerika ausgewandert. In der Ausstellung wird über die Ursachen der Auswanderung, über die Auswanderer und Nachkommen ehemaliger Glaisiner in den USA informiert.

Seit 1992 sind durch die Gillhoff-Stuv schätzungsweise 12.000 interessierte Bürger aus dem In- und Ausland geführt worden.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.stadtludwigslust.de 

Das Museum befindet sich in 19288 Glaisin, Lindenstr. 6, einem Ortsteil der Stadt Ludwigslust.

KuKuLulu - Kunst- und Kulturverein Ludwigslust e.V.

Der Verein hat sich am 5. Februar 2009 gegründet. Seinen Ursprung hat er in der Bürgerwerkstatt, einer Initiative der Stadt mit dem Ziel, die Bürgerinnen und Bürger intensiver in kommunalpolitisches Geschehen einzubeziehen.

Ludwigslust – eine ganz besondere Stadt
Mit ihrem Ensemble von Schloss - Park - Stadtkirche - Bürgerpromenade ist die Stadt ein Denkmal in Backstein-Barock. Unverwechselbar und einmalig in Norddeutschland.

Ein solches Erbe ist Verpflichtung
Ludwigslust soll nicht nur als Denkmal in aller Munde sein, sondern auch durch eine gegenwärtige, spannende Kulturszene von sich reden machen. Der Kunst- und Kulturverein Ludwigslust e.V. will Kunst und Kultur befördern und dafür alle Genre nutzen. Ausstellungen, Filme, Konzerte, Lesungen. Er will einheimische Künstler unterstützen, regionale und überregionale Netzwerke schaffen, an die Berühmtheiten der Stadt erinnern und interessante Angebote für junge Menschen machen.

Das Basis-Programm des Vereins
Aktuell: Ausstellungen von Gegenwartskunst aus dem eigenen und aus anderen Ländern.
In memoriam: Projekte, die an berühmte Töchter und Söhne der Stadt erinnern.
Intime Bühne im Gelben Salon: Von der Kabinett-Ausstellung und dem Clubabend bis zum Solokonzert.
Open Air von schön bis schräg: Kleine Kunst im Kleinen Park Am Alten Forsthof.

Weitere Informationen zum Verein und ihren Aktivitäten erhalten Sie unter: www.kukululu.de
Die Ausstellungen des Kunst- und Kulturvereins Ludwigslust e.V. befinden sich in 19288 Ludwigslust, Schlossstraße 29.

Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

Theodor-Körner-Museum und KZ-Gedenkstätte

Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin, deren Träger der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V. ist, stehen im Spannungsfeld deutscher Geschichte zwischen der Erinnerung an den Dichter der napoleonischen "Befreiungskriege" Theodor Körner und dem Gedenken an die Opfer des KZ Wöbbelin.

Als Mitglied des Lützower Freikorps starb Körner als glühender Patriot für die Befreiung von napoleonischer Unterdrückung am 26. August 1813 in der Nähe von Gadebusch und wurde in Wöbbelin beerdigt. Sein Vater setzte ihm 1814 ein Denkmal mit „Leier und Schwert“, das ihn zum „Sänger und Helden“ erhob. Die Ausstellung "Theodor Körner - Poet und Patriot. Seine Erhebung zum Idol" zeigt,  wie der Tod des jungen Schriftstellers im nationalistischen Sinn des 19. und des 20. Jahrhunderts verherrlicht, gebraucht und missbraucht wurde. Vor allem die Nationalsozialisten instrumentalisierten den Dichter für ihre Zwecke und errichteten 1937 dieses Museum.

An diesem Ort wurde auf Befehl der US-amerikanischen Befreier am 8. Mai 1945 70 Opfer des nahe gelegenen KZ Wöbbelin neben den Gräbern Theodor Körners  und seiner Familie im ehemaligen Heldenhain bestattet. Seit den Umbettungen im Jahr 1951 ruhen auf dem heutigen Ehrenfriedhof mehr als 160 Opfer des KZ Wöbbelin.

Das Sandsteinrelief für die Opfer der „Todesmärsche im April 1945“ wurde von Jo Jastram 1960 geschaffen.

Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers liegt ca. drei Kilometer von Wöbbelin entfernt. Dieses letzte Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurde erst im Frühjahr 1945 errichtet. Die Bedingungen waren katastrophal. In den zehn Wochen seines Bestehens starben mehr als 1000 der insgesamt 5000 Häftlinge aus über 25 Nationen an den Folgen von Misshandlung, Erschöpfung und Hunger.

Ein Gedenkplatz aus schwarzen Klinkern - die Fläche von Rissen unterbrochen, die wie Wunden wirken, an den Rändern tragen die angrenzenden Steine Namen bzw. Nummern von Opfern - wurde 2006 neu gestaltet. Ein Rundweg, der von Informationstafeln und Skulpturen gesäumt wird, führt durch das ehemalige Lagergelände.

Seit 2014 informiert eine interaktive Dauerausstellung im Museumsgebäude in Wöbbelin über die Geschichte des Konzentrationslagers.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.gedenkstaetten-woebbelin.de 

Das Museum befindet sich in 19288 Wöbbelin, Ludwigsluster Str. 2b.
Die Gedenkstätte liegt 3 km vor Wöbbelin in Richtung Ludwigslust an der B106.

Museum Stadt Lübtheen "Altes Küsterhaus"

Das im Jahr 1812 erbaute Küsterhaus ist seit dem 29.06.2003 das Museum der Stadt Lübtheen. Eine Heimatstube, eingerichtet in zwei Räumen, gab es schon ab 1959 in der heutigen Gipsstraße. Aufgebaut hatte diese der Lübtheener Postangestellte Hermann Westphal.

Zahlreiche Exponate aus der Geschichte des Ortes Lübtheen und der zur Stadt dazugehörigen Dörfer sowie zur Geschichte der Lübtheener Feuerwehr können besichtigt werden.

Der Heimat- und Kulturverein Lübtheen erarbeitet viele große Ausstellungen für das Museum. Er hatte bereits im Bürgerhaus "Dat olle Amtsgericht" damit begonnen, verschiedene Themen der Geschichte in Ausstellungen für die Öffentlichkeit zu bearbeiten. Diese Tradition wird im Museum fortgeführt.

Verschiedene Bereiche der Handwerksgeschichte sind nicht nur in Bild und Text zu sehen. So gibt es eine kleine Schuhmacherwerkstatt, eine Sattlerwerkstatt, eine Seilerei, den Arbeitstisch eines Zigarrrenmachers, auf dem Hof eine Schmiede und demnächst auch eine kleine Tischlerwerkstatt.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.luebtheen.de

Das Museum befindet sich in 19249 Lübtheen, Schulstraße 2.

Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und Alte Synagoge Hagenow

Mit dem Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend und der Alten Synagoge verfügt die Stadt Hagenow über ein Museum mit zwei besonderen Standorten. Mit ihrem breiten Themenspektrum und dem abwechslungsreichen Programm sind die beiden Häuser nicht nur historische Sehenswürdigkeiten, sondern gleichzeitig Orte für kulturelle Begegnungen.

Typische Fachwerkgebäude des frühen 19. Jahrhunderts bilden das Museumsensemble vor der Stadtkirche. Das Jesselsche Gehöft, bestehend aus Wohn-, Brau- und Brennhaus sowie dem Speicher- und Stallgebäude, die Häuser des Ratsdieners Rick und des Hutmachers Brandt beherbergen die Sammlungen und Ausstellungen. Sie spiegeln viele Facetten der Alltagskultur der einstigen Ackerbürger- und Handwerkerstadt sowie ihres ländlichen Umfeldes wieder. Das Museum verfügt über eine eindrucksvolle Sammlung zur Volkskunde der Griesen Gegend und zur Hagenower Stadtgeschichte mit historischen Möbeln und Arbeitsgeräten, Einrichtungen und Werkzeugen verschiedener Handwerksbetriebe und eine wertvolle Waldglassammlung. Nach aufwändigen Renovierungsarbeiten an den insgesamt 18 Ausstellungsräumen sind derzeit die Maschinenfabrik „Fischer & Havemann“ (1920er Jahre) mit einer funktionstüchtigen Transmissionsanlage, einem Gasmotor und einem Lanz Bulldog, eine Angestelltenwohnung (1940er Jahre) und eine historische Dampfmaschine (1902/03) zu besichtigen. Weitere Ausstellung sind in Vorbereitung.

Seit 2001 gehören die Gemeindebauten der ehemaligen Hagenower jüdischen Gemeinde zum Museum. 1828 in der Hagenstraße erbaut, ist das Ensemble um die Synagoge in seiner Geschlossenheit einmalig in Mecklenburg. Im Vorderhaus befanden sich die Religionsschule mit Lehrer- und Hausmeisterwohnung sowie das rituelle Bad (Mikwe). Auf dem Hof stehen die imposante Synagoge und der Wagenschauer. Wenngleich die Inneneinrichtung der Synagoge in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde, blieben die Gebäude jedoch in ihrer Substanz erhalten und wurden zwischen 2004 und 2009 umfassend restauriert. Im Vorderhaus, dem jetzigen Hanna-Meinungen-Haus, ist seit 2010 die Dauerausstellung "Spuren jüdischen Lebens in Hagenow und Westmecklenburg" zu sehen. In der Alten Synagoge finden neben drei Sonderausstellungen mit Kunst und Fotografie regelmäßig Konzerte, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen statt.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.museum-hagenow.de

Das Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend befindet sich in 19230 Hagenow, Lange Straße 79.
Die Alte Synagoge befindet sich in 19230 Hagenow, Hagenstraße 48.

Natureum Ludwigslust

     

Die Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg e.V. (NGM e.V.) betreibt seit inzwischen 10 Jahren im Ehrenamt das einzige Naturmuseum in Westmecklenburg. Das „Natureum“ befindet sich im ältesten Gebäude der Barockstadt Ludwigslust und ist regelmäßig Ort für Veranstaltungen, die die kleinen Wunder am Wegesrand ebenso beleuchten, wie die faszinierenden Landschaften ferner Kontinente. Die NGM e.V. und das „Natureum“ helfen dabei die Besonderheiten der Kulturlandschaft „Griese Gegend“ sichtbar und verständlich zu machen. Durch die Arbeit des Vereins bietet sich Besuchern und Einheimischen die Gelegenheit mehr über die Region zu erfahren. Somit leistet die Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg auch einen wichtigen Beitrag zum „Branding“ der Region.

In diesem Jahr beleuchtet der Verein zum Beispiel die Alleen und Pflasterstraßen in Mecklenburg, informiert über die Geschichte des Ludwigsluster Schlossparks und bietet Exkursionen zur Flora und Fauna der Griesen Gegend an.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.naturforschung.info 

Das Museum befindet sich in 19288 Ludwigslust, Schloßfreiheit 4.

Regionalmuseum Kaliß

Das Regionalmuseum in Kaliß beinhaltet Ausstellungen zur Geschichte der Papierfabrik Neu Kaliß (1871 – 1990), zur Geologie und Braunkohlenbergbau Malliß (1817 – 1960) sowie zum Landschaftsschutzgebiet Wanzeberg.

Ausstellungen zur Malerei, Grafik und Fotografie bereichern das Regionalmuseum.

Weitere Informationen zum Museums und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter folgender Telefonnummer: 0172 / 2036 226.

Das Museum befindet sich in 19294 Neu Kaliß, Karl-Marx-Straße 22.

Schloss Ludwigslust

Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin ließ 1772 - 1776 nach Plänen des Hofbaumeisters J. J. Busch das neue Schloss als Mittelpunkt der spätbarocken Stadtanlage von Ludwigslust errichten. Auch unter Großherzog Friedrich Franz I. war Ludwigslust die Hauptresidenz. Großherzog Paul Friedrich verlegte im Jahre 1837 die Hofhaltung nach Schwerin zurück, seitdem war das Schloss Jagd- und Sommerresidenz.

Seit 1986 gehört das Schloss zum Staatlichen Museum Schwerin und wird schrittweise für Besucher museal erschlossen. Von der ursprünglichen Einrichtung haben sich in den historischen Räumen u.a. Kamine, Spiegel, Supraporten, Parkettfußböden, Kronleuchter sowie Ornamente und Dekorationen aus Ludwigsluster Carton (Papiermaché) erhalten und prägen den Eindruck der Authentizität. Herzstück des Schlosses ist der Goldene Saal. Monumentale Säulen, große Spiegel, prächtige Kristalllüster sowie der restaurierte Parkettfußboden lassen ihn in höfischem Glanz erstrahlen.

Mit der Eröffnung von 18 restaurierten Räumen im Ostflügel und der Präsentation wertvoller Sammlungen des Staatlichen Museums ab März 2016 wird die historische, künstlerische und geistesgeschichtliche Dimension höfischen Residierens, Lebens und der fürstlichen Sammelleidenschaft noch deutlicher.

Thematische Sonderausstellungen, Führungen, Vorträge und museumspädagogische Veranstaltungen für Kindergruppen und Schulklassen ergänzen das Angebot des Museums. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die festlichen Konzerte, die im Goldenen Saal stattfinden.

Weitere Informationen zum Museum und den Öffnungszeiten erhalten Sie unter: www.museum-schwerin.de 

Das Museum befindet sich im Schloss in 19288 Ludwigslust, Schlossfreiheit.

Museums- und Ausstellungsverbund Griese Gegend
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