KEK 2030 - Handlungsfeld:

Starker Wirtschaftsstandort

Nachfolgend sind die im Rahmen der Grundlagenanalyse identifizierten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Wirtschaftsstandortes Ludwigslust-Parchim stichpunktartig dargestellt.

 

Aus der Grundlagenanalyse und dem umfangreichen Beteiligungsprozess wurden für das Handlungsfeld „Starker Wirtschaftsstandort“ vier strategische Ziele mit je zwei Teilzielen abgeleitet. Klicken Sie sich unten durch die Ziele und gelangen so zu den konkreten Handlungsansätzen und Projektbeispielen und -ideen.

 

Eine Karte stellt die räumlichen Schwerpunkte der Handlungsansätze im Landkreis dar.

 

 

 

 

Stärken

Zunehmende Beschäftigung und Produktivität im Agrar-, Dienstleistungs- und Industriesektor.

 

Breite Basis kleiner Unternehmen, insbesondere auch Handwerksunternehmen.

 

Anstieg der Beschäftigung in wissensintensiven Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes und im Dienstleistungssektor.

 

Wirtschaftszweige mit ausgeprägten regionalen Spezialisierungsvorteilen sind die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie die Land- und Forstwirtschaft.

 

Regionale wirtschaftsstrukturelle Stärken in einer Reihe von Wirtschaftszweigen, mit einem relativ hohen Beschäftigungsanteil und einer zunehmenden Anzahl von Arbeitsplätzen (bspw. Beherbergung, Sozialwesen, Logistik).

 

Hoher Anteil von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in der Industrie.

 

Hohe Bedeutung des Handwerks für Arbeits- und Ausbildungsplätze.

 

Gute verkehrliche Erreichbarkeit (bspw. Anbindung an Berlin und Hamburg) mit
A 14 und A 24 (Potenziale Logistik). ICE-Haltepunkt in Ludwigslust.

 

Plau am See ist eine etablierte touristische Destination mit Bezug zu Wassertourismus.

 

Interkommunale Verflechtungen im Bereich der Tourismuswirtschaft, beispielsweise über die Müritz-Elde-Wasserstraße, den Störkanal und die Elbe.

Chancen

Ausbau der existierenden industriellen Stärken, auch als Impulsgeber für den wissensbasierten Strukturwandel (bspw. Nahrungsmittelindustrie).

 

Nutzen der besonderen Potenziale des ländlichen Raums, bspw. zur Stärkung des naturbezogenen Tourismus (Naturparks, Biosphärenreservate).

 

(Tages-)Touristen aus Hamburg und Berlin stärker erschließen, auch für den Wassertourismus.

 

Förderung der Vernetzung von Wirtschaftszweigen zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten (bspw. zwischen der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie).

 

Entwicklung von Stärken in Zukunftsbranchen mit neuen Produkten und Dienstleistungen (bspw. an der Schnittstelle zwischen Tourismus und medizinischen Dienstleistungen; Gesundheitswirtschaft; Angebote für Senioren).

 

Lokal Entwicklungsmöglichkeiten von Standorten für Kreativwirtschaftler und Freiberufler (Kreative als Raumpioniere, auch in ländlichen Regionen).

 

Verbesserung der verkehrlichen Anbindung durch den Weiterbau der A 14.

 

Flughafen Parchim als Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung.

 

Reduzierung der Abwanderung und des Auspendelns von Arbeitskräften über die Kreisgrenzen, um deren Potenziale für die Besetzung von Arbeitsplätzen im Landkreis zu nutzen.

Schwächen

In einer Reihe von Wirtschaftszweigen, wie beispielsweise dem Gesundheitswesen und im Bildungssektor, fehlen Arbeitskräfte, auch Fachkräfte.

Der Anteil von wissensintensiven Industrien und Dienstleistungen an der Gesamtbeschäftigung ist im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt relativ gering.

Die Anzahl von Arbeitsplätzen für hochqualifizierte Beschäftigte ist relativ gering.

Innovationstätigkeiten sind aufgrund des relativ geringen Anteils wissensintensiver Wirtschaftszweige vergleichsweise geringer ausgeprägt.

Es gibt keine infrastrukturellen Einrichtungen für die Förderung von Technologietransfer und Gründungen.

Es gibt Defizite in der touristischen Infrastruktur und die touristischen Angebote sind nicht ausreichend miteinander vernetzt.

Risiken

Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials und steigendes Durchschnittsalter der Erwerbstätigen.

Arbeitskräftemangel dämpft das Wachstum der Unternehmen.

Hemmnisse für den wissensbasierten Strukturwandel durch Fachkräftemangel.

Steigende Anzahl von unbesetzten Ausbildungsplätzen.

Sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund mangelnder Innovationsfähigkeit.

Defizite bei der Entstehung von Arbeitsplätzen mit relativ hohen Durchschnittslöhnen.

Zunahme des Abwanderns und Auspendelns von Arbeitskräften aus dem Landkreis.

Weitere Abwärtstrends in den Kommunen mit schwacher wirtschaftlicher Basis.

Zunehmende Unterschiede zwischen den Kommunen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung.

Im Zuge der weiteren Ausdifferenzierung der räumlichen Arbeitsteilung steigt das Pendleraufkommen.

  1. regionale Schwerpunkte_starker Wirtschaftsstandort
    Regionale Schwerpunkte im Handlungsfeld
    Starker Wirtschaftsstandort

    Die strategischen Ziele und Teilziele haben in einigen Regionen des Landkreises eine höhere Priorität als in anderen. Eine Karte stellt diese regionalen Schwerpunkte anschaulich dar.

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