Büro für Chancengleichheit:

Bundesprogramm "Demokratie leben!" Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" /Andreas Schickert

Projektausschreibung 2017

Bundesprogramms "Demokratie leben!" 2017

„Ob auf der Straße, im Sportverein oder im Supermarkt: Rassistische und menschenfeindliche Parolen nehmen zu – und auch die Zahl der Angriffe gegen Minderheiten, Geflüchtete und Engagierte. Diese Radikalisierung gefährdet den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ (Quelle: Auszug aus der Rede der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig am 09.November 2016 auf dem Demokratiekongress der Bundesprogramme „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“. www.demokratie-leben.de)

„Die „Partnerschaften für Demokratie“ sollen die zielgerichtete Zusammenarbeit aller vor Ort relevanten Akteurinnen und Akteure für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit sowie für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger unterstützen und zur nachhaltigen Entwicklung lokaler und regionaler Bündnisse in diesen Themenfeldern beitragen. Im partnerschaftlichen Zusammenwirken, insbesondere von kommunaler Verwaltung und Zivilgesellschaft, wird eine lebendige und vielfältige Demokratie vor Ort sowie eine Kultur der Kooperation, des respektvollen Miteinanders, der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung weiter entwickelt.“ (Quelle: Leitlinie Förderbereich A, Punkt 2.1)

Schwerpunkte für strategische Ziele können daher sein:

  • Förderung und Stärkung des programmrelevanten Engagements
  • Förderung der Ausgestaltung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens
  • Förderung der Bearbeitung programmrelevanter lokaler Problemlagen

Antragsverfahren 2017

Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" können gemeinnützige Vereine und Organisationen Anträge zur Förderung von Projekten im Gebiet des Landkreises stellen, die den Förderschwerpunkten entsprechen.

Schwerpunkte der Projektförderung 2017:

  • Stärkung der Zivilgesellschaft und Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie im Rahmen der bildungspolitischen Arbeit
  • Entwicklung von mehr Verständnis für gemeinsame Grundwerte und kulturelle Vielfalt, Förderung der Achtung der Menschenwürde und Bekämpfung jeder Form von Extremismus, insbesondere dem Rechtsextremismus
  • Einsatz gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit jeglicher Form

Neue Themen sind:

  • Engagement im Netz
  • Radikalisierungsprävention in Gefängnissen
  • Demokratiearbeit in Bildungseinrichtungen
  • Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt
  • Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft

Gefördert wird in den Bereichen:

  • Jugendarbeit
  • Kultur
  • Soziale Integration
  • Bürgeraktivierung
  • Demokratie –und Toleranzerziehung
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Es stehen im Kalenderjahr 2017 Bundesmittel zur Verfügung. Eine Kofinanzierung durch Dritt- oder Eigenmittel ist keine Voraussetzung, aber gewünscht.

Über die Projektanträge entscheidet der Begleitausschuss. Das Projekt muss bis zum 31. Dezember 2017 beendet sein. Nach Abschluss des Projektes ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen.

Das Antragsformular finden Sie hier:

 Der Begleitausschuss entscheidet zeitnah, ob ein Zuschlag, entsprechend den Leitlinien, möglich ist.

 

Projektantrag "Demokratie leben!" 2017
Ansprechpartnerinnen

Uta Gellermann    Tel. 03871/722 1603

Anett Nuklies        Tel. 03871/722 1605

Begleitausschuss

Die Einrichtung eines Begleitausschusses in der Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure welche gemeinsam die kommunale Strategie des Landkreises diskutieren und auf regionale Problemlagen reagieren können hat sich im Netzwerk des sozialen Aktionsplanes des Altlandkreises Ludwigslust bewährt. (Anm.: Bis 2014 konnte das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ nur im Gebiet des Altkreises Ludwigslust umgesetzt werden.) Da in diesem Begleitausschuss neben fachlichen Akteuren wie z.B. dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg auch BürgermeisterInnen als regionale Partner vor Ort ebenso wie regionale im Themenbereich aktive Vereine und Verbände aber auch die Verwaltungsebene des Landkreises einbezogen werden, ist eine allumfassende und vielseitige Betrachtung der Problemlage möglich. Das Netzwerk des Altlandkreises Ludwigslust besteht, die Partner kennen sich und kooperieren langjährig miteinander. Im Gebiet des Altkreises Parchim werden diese Strukturen nun aufgebaut. D.h. neben den bestehenden Partnern aus Verwaltung und vorhandenem Netzwerk des Altkreises Ludwigslust werden jetzt die entsprechenden Partner des Altkreises Parchim eingebunden.

 

Begleitausschuss mit den verschiedenen Akteuren und Institutionen setzt sich wie folgt zusammen: Eltern/ Kreiselternrat, Mehrgenerationenhäuser mit ihren Netzwerken, RAA MV e.V, Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin, Koordinatorin Präventionsrat, Vertreter Kreisseniorenbeirat, Kreisschülerrat/Jugendforum, Kreisjugendring, , Vertreter der Politik, Verwaltung der entsprechenden fachlichen Bereiche, Kirche, Pädagogen/SchulleiterInnen, BürgermeisterInnen.

Inklusion – auch ein Thema im Landkreis Ludwiglust-Parchim

Am 18. Oktober 2017 fand unter dem Motto „Vielfalt – Toleranz – Inklusion“ die erste Fachtagung zum Thema Inklusion im Solitärgebäude des Landratsamtes Parchim, im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“,  statt.

Gemeinsam mit dem Expertenteam von Salo + Partner Berufliche Bildung GmbH, von denen Inklusion alltäglich gelebt wird und den MitarbeiterInnen des Büros für Chancengleichheit des Landkreises Ludwiglust-Parchim traten 84 Fachpersonen in den Austausch darüber, was passieren muss, damit alle vom Miteinander profitieren können.

Im Fokus der Fachtagung wurde die Thematik „der Übergang von der Schule in den Beruf“ näher beleuchtet. Landrat Rolf Christiansen begrüßte die Teilnehmenden und berichtete über die bisherigen Aktivitäten  zur Umsetzung der Inklusion  im Landkreis  Ludwiglust-Parchim und  über die Anforderungen vor welchen der Landkreis steht. Herr Rolf Salo, Inhaber von Salo+ Partner, erläuterte den Tagungsteilnehmenden vor welchen Aufgaben er sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestellt sieht.  Herr Marko Schirrmeister, Geschäftsführer der Lewitz- Werkstätten und Herr Rolf Salo diskutierten in einem Podium die Veränderungen, welche sich aus dem neuen Bundesteilhabegesetz ergeben werden. Durch das neue Bundesteilhabegesetz, welches bis 2023 schrittweise in Kraft tritt, haben Menschen mit Behinderungen ein größeres Entscheidungsrecht bei der Gestaltung ihres Arbeitslebens und mehr soziale und finanzielle Sicherheit. Herr Peter Bensch, Niederlassungsleiter von Salo+Partner in Parchim hob in seinem Fachreferat hervor: „Inklusive Gesellschaft bedeutet, dass jeder Mensch als einzigartiges Individuum gesehen wird und entsprechend seinem Leistungsvermögen Anspruch auf Förderung hat. Alle Menschen sind gleich, ein besser oder schlechter gibt es nicht. Jeder Jugendliche und junge Erwachsene hat das Recht auf die gleichen Chancen bei Ausbildung und Arbeit. Es gilt nicht nur die Barrieren auf den Straßen und im Alltag (Treppen, einfache Sprache, Gebärdensprachdolmetscher ...) zu beseitigen, es gilt die Einstellungen in den Köpfen zu verändern.“   Der Fachvortrag von Frau Anja Färber, Inklusionscoachin  aus Köln, unter der Überschrift „Bildung für alle“,  machte in sehr erfrischender Weise deutlich, dass es wesentlich auf die Haltung und Einstellung aller am Prozess beteiligten ankommt, wie erfolgreich Inklusion gestaltet wird, sei es in der Schule, im Alltag oder im Beruf.

 Großen Raum nahmen am Nachmittag die Workshops ein. Hier diskutierten die Fachleute intensiv über Erfolge, aber auch Probleme der aktuellen Schul- und Berufsbildungspolitik. Es wurden vielfältige Vorschläge für erste Schritte der besseren Umsetzung des Inklusionsgedankens bei den jeweiligen Einrichtungen durch die Teilnehmenden gemacht sowie Ideen zur Veränderung des starren Systems der Berufsbildungslandschaft geäußert.

Bildung muss in allen Ebenen Schule, Berufsvorbereitung, Ausbildung sowie Erwachsenenbildung noch individueller werden, Angebote für Kleingruppen sollten ausgebaut werden, an allen Schulformen ist ein verbindliches System der pädagogischen und sozialen Hilfen zu installieren, welches allen Schülern und Auszubildenden zur Verfügung steht. Individuelle und modulare Angebote der beruflichen Ausbildung und Qualifizierung, deren Inhalte klar definiert und die durch Arbeitgeber auch nachvollziehbar sind, sollten auch für alle Jugendlichen erreichbar sein. Erreichbar im doppelten Sinn, örtlich und fachlich.

Die gemeinsame Organisation des Büros für Chancengleichheit des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Parchimer Geschäftsstelle des Bildungsträgers Salo + Partner hat sich gelohnt: der erste Inklusionsfachtag darf somit als Auftaktveranstaltung für die gemeinsame Weiterarbeit an einem noch besseren Miteinander gesehen werden.

Übergabe des Fotobuchs "Kulturelle Vielfalt im Landkreis Ludwigslust-Parchim" an den Landrat Rolf Christiansen

Übergabe des Fotobuchs  "Kulturelle Vielfalt im Landkreis Ludwigslust-Parchim" an den Landrat Rolf Christiansen

 „Ich genieße diesen Anblick gerade sehr. Der Saal ist voll, die ausgestellten Bilder sprechen eine eigene Sprache, sie zeigen die große Vielfalt in unserem Landkreis Ludwigslust-Parchim“, freute sich Landrat Rolf Christiansen am 09.10.2016 bei der Eröffnung der Fotoausstellung des Kreis-Fotowettbewerbs auf der Burg in Neustadt-Glewe. Ein gelungenes Projekt, welches zeigt, wie Fotos mehr sagen als tausend Worte und wie vielfältig unser Landkreis ist.

Auf welche interessante und vielfältige Weise sich die Fotografen mit dem Thema „Kulturelle Vielfalt“ auseinandergesetzt haben, war auf den ausgestellten Fotos zu sehen. Der Kreisfotowettbewerb, unter der Federführung des Fotoclubs Neustadt-Glewe,  stellte eine gelungene Herangehensweise dar, um sich diesem Thema zu nähern.

Um hier die Geschichte hinter den Bildern und die Nachhaltig  der Einsendungen festzuhalten,  entstand die Idee, im Rahmen des Bundesprogramms  „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ die Werke in einem Fotobuch „Kulturelle Vielfalt im Landkreis Ludwigslust-Parchim“ zusammen zu fassen. Bilder, welche einen Bezug zur kulturellen und geschichtlichen Identität  unseres Landkreises zeigen, die Aussagen über soziale Integration darstellen, die über die Vielfalt unseres täglichen Lebens berichten oder die Schönheit unserer Heimat zeigen, sollten nachhaltig in diesem Buch mit Texten festgehalten werden. Der Fotoclub Neustadt-Glewe, unter der Leitung von Herrn Albert Freiler, stellte sich dieser Herausforderung.

Nun ist der 2. Schritt vollbracht. Am 19.10.2017 übergab Herr Albert Freiler zusammen mit den Mitarbeiterinnen des Büros für Chancengleichheit, Uta Gellermann und Anett Nuklies, dem Landrat Rolf Christiansen das fertige Werk.

Dieses Projekt soll einen weiteren Anreiz dafür geben, sich mit dem Thema: „Demokratie leben!“ auseinanderzusetzen. Hier entsteht eine  Grundlage für den 2018 geplanten 2. Kreisfotowettbewerb im Landkreis Ludwigslust-Parchim, dessen Leitlinie die aktive Auseinandersetzung gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit in den Mittelpunkt rückt. Dieses Buch bietet die Möglichkeit, das Projekt, nicht nur medial, im Landkreis sondern auch über die Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Demokratiekonferenz 09.03.2017

Am 09. März 2017 fand im Solitärgebäude des Landkreises Ludwigslust Parchim die erste Demokratiekonferenz 2017 des Bundesprogramms “Demokratie Leben” - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit statt.

Viele Gäste folgten der Einladung des Landrates Rolf Christiansen und kamen gleich vor Beginn der Veranstaltung miteinander ins Gespräch. So füllte sich an diesem Vormittag der Raum mit fast 120 interessierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit einer Laufzeit von 2015 bis 2019 ausgestaltete Programm “Demokratie leben!“ unterstützt den Aufbau regionaler „Partnerschaften für Demokratie“ durch Vereine, Projekte, Institutionen und Initiativen, die sich in der Demokratieförderung und Extremismusprävention engagieren.

Die Begrüßung der Veranstaltung, übernahm der Beigeordnete des Landkreises Ludwigslust - Parchim, Andreas Neumann und eröffnete somit die erste Demokratiekonferenz 2017, für die auch der Referatsgruppenleiter von “Demokratie und Vielfalt”, Thomas Heppner aus Berlin angereist war, um die Projektpartner besser kennenzulernen und sich ein Bild von der „Partnerschaft für Demokratie“ vor Ort zu machen.

Der „Partnerschaft für Demokratie“ steht im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung, mit dem Projekte und Veranstaltungen zu den Themen des Bundesprogramms gefördert werden können. Die Projektmitarbeiterinnen aus dem Büro für Chancengleichheit, Uta Gellermann und Anett Nuklies gaben einen Überblick zu den Projekten 2016  und einen Ausblick zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 2017.

So stellte unter anderem Frau Petra Grimm vom Internationalen Bund das Projekt “Zeichnen gegen Schubladendenken” vor, welches sie zusammen mit der bildenden Künstlerin und Illustratorin Frau Friederike Rave ins Leben gerufen hatte.

Viele der Teilnehmenden freuten sich besonders auch auf den Vortrag von Jürgen Schlicher, dem Geschäftsführer von “Diversity Works” aus Duisburg.

Er stellte den Workshop “Blue Eyed” vor, sowie sinnvolle und erfolgreiche Reaktionsmöglichkeiten gegen Stammtischparolen als auch Funktionsweisen von Vorurteilen und Pauschalisierungen.

Der anschließende Filmausschnitt von “Der Rassist in uns” bot den Gästen viel Diskussionsstoff und Anregungen für viele Fragen, die Herr Schlicher gerne beantwortet und mit den teilnehmenden Gästen ins Gespräch kam.

So gingen die Teilnehmer mit vielen Anregungen für ihre tägliche Arbeit, aber auch für den Umgang mit sogenannten „Stammtischparolen“ im privaten Umfeld nach Hause. Die erste Demokratiekonferenz 2017 war für alle Beteiligten eine aufschlussreiche und interessante Veranstaltung und ein wichtiger Schritt für die Demokratieförderung und Extremismusprävention im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

17. Sternfahrt für Demokratie und Toleranz im Landkreis Ludwigslust-Parchim gefördert über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Am 06.05.2017 fand die 17. Sternfahrt von leidenschaftlichen Motorradfahrern des Landkreises Ludwigslust-Parchim, des Partnerkreises Borken in Zusammenarbeit mit der BBS START GmbH und dem Motorsportclub Grabow statt. Auch in diesem Jahr setzt die Sternfahrt, unter der Schirmherrschaft des Landrates Rolf Christiansen, ein deutliches Zeichen für Zivilcourage, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.

Startpunkt für die knapp 200 Kilometer lange Motorradtour war das Lindencenter in Ludwigslust. Im weiteren Verlauf führte die Rundfahrt zum Ehrenfriedhof in Hagenow, weiter über Wittenburg, Zarrentin, Boizenburg nach Dömitz. Vor Ort wurde  die Sternfahrt unterstützt von den Städten und Gemeinden sowie von lokalen Unternehmen

Ein offenes und friedliches Miteinander sollte das Ziel der Menschen des Landkreises bzw. aller Menschen sein. Das Anliegen der 17. Biker Tour unter dem Motto "Für Demokratie und gegen Gewalt und Intoleranz" wurde auf der Fahrtroute durch den Landkreis den BürgerInnen und Teilnehmenden nahe gebracht werden. Die Biker, die sich am 06.05.2017 von Ludwigslust aus auf die Rundtour durch den Landkreis aufmachten, sind etwas Besonderes. Auch in diesem Jahr setzten sie ein Zeichen für ein demokratisches Miteinander und bauten Klischees ab. Durch die Teilnahme zeigten sie ein geschlossenes Handeln und appellierten durch ihr Engagement Vorurteile abzubauen und Gewalt vorzubeugen. Gerade in der heutigen Zeit, in der rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen zunehmend in die Mitte unserer Gesellschaft rücken, ist es wichtig Einheit zu demonstrieren und sich für Demokratie und Toleranz stark zu machen. Diese Botschaft wurde mit Hilfe der 17. Sternfahrt in viele Orte unseres Landkreises getragen.

Impressionen von der Demokratiekonferenz März 2017

Kreisjugendring erhält den Zuwendungsbescheid 2017

Kreisjugendring Ludwigslust-Parchim e.V. erhält den Zuwendungsbescheid für Durchführung des kreisweiten „Jugendforum 2017“

Am vergangenen Donnerstag, im Rahmen der 1. Demokratiekonferenz 2017 des Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Landkreis Ludwigslust-Parchim, erhielten der Vorstandsvorsitzende Nico Conrad sowie Geschäftsführer Markus Welz aus den Händen von Anett Nuklies und Uta Gellermann, Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms (Büro für Chancengleichheit), den diesjährigen Zuwendungsbescheid über 6.000€ für die Durchführung des Jugendforum 2017 im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Ein Teil dieser Gelder wird für die Durchführung der geplanten, zweitägigen Dialogveranstaltung zwischen Jugend und Politik im November verwendet, der größte Teil aber steht als Mikroprojektförderung für Vereine, Initiativen und Gruppen bereit, welche beim Kreisjugendring Ludwigslust-Parchim e.V. beantragt werden können.

„Das jugendliche Organisationsteam hat auch dieses Jahr beschlossen, wieder kreisweit Mikroprojekte mit einer Summe bis zu 450,00€ zu fördern. Die entsprechenden Unterlagen und Richtlinien dafür finden interessierte Antragsteller auf der Homepage des KJR unter: https://www.kjr-lup.de/jugendforum-ludwigslust-parchim/. Bei der Antragstellung und Beratung steht der Jugendring natürlich gewohnt hilfreich zur Seite.“, informiert Nico Conrad. „Über die Vergabe entscheiden, nach Prüfung aller Kriterien und gemeinsamer Beratung, jedoch allein die Jugendlichen des Organisationsteams. Diese Form von Jugendbeteiligung, in Verbindung mit Verantwortung für eigene Projekte und dazugehörige Finanzierung, ist uns wichtig und funktioniert sehr gut.“ zeigt sich der Vorsitzende auch sichtlich zufrieden.

Das Jugendforum 2017 im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird gefördert aus Mitteln des Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie aus Eigenmitteln des Landkreis Ludwigslust-Parchim.

 

Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – 2. Demokratiekonferenz 2016 in Parchim am 06.12.2016

2. Demokratiekonferenz 2016 zum Thema der Kampagne „No Hate Speech“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Die 2. Demokratiekonferenz des Landkreises Ludwigslust-Parchim fand am 6. Dezember unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit im Landratsamt Parchim statt. Viele Gäste sind selbst Akteure in einer der zahlreichen Demokratie-Projekte im Landkreis, die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert werden.

Das Hauptthema der Demokratiekonferenz: „ No Hate Speech“ – ist höchst brisant und aktuell.

Am 29. Juni 2016 hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eine gleichnamige Kampagne gestartet, um ein weiteres Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen“ so Wolfgang Schmülling, stellvertretener Landrat. „Wir sollten uns auch fragen, was ist der Anlass, der Auslöser, dass gruppenbezogene Menschlichkeit so sichtbar zutage tritt. Sind es die Flüchtlinge und Asylsuchenden, die die Gesellschaft 2015 vor neue Herausforderungen stellte? Diese Antwort wäre zu einfach.“

Auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Zahl rechtsextremer Gewalttaten gestiegen: Aus den Medien konnten Sie beispielsweise entnehmen, dass im August eine im Bau befindliche Moschee zugemauert und mit Aufschriften verunstaltet wurde. Und das passierte in Parchim! Es kam zu Sachbeschädigungen an Asylbewerberunterkünften im Landkreis, wobei auch Bewohner verletzt wurden. Auch das Reichsbürgerspektrum macht keinen Bogen um unseren Landkreis.

Nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa ist ein Rechtsruck zu verzeichnen, der sich besonders im Internet niederschlägt. Der Hass und die Hetze zeigen sich aber nicht nur in Propaganda und Verbalattacken – was schon schlimm genug ist – sondern werden zunehmend von jungen Menschen auch in die Tat umgesetzt. Zu diesem Fachthema referierte Frau Gesa Stückmann, Rechtanwältin aus Rostock, die auch über das Programm „Law4school“ Webinare gibt. „Hass ist keine Meinung. NO-Hate-SPEECH.DE“

Auch bei uns im Landkreis - bedarf es zielgerichteter Präventionsstrategien, denn eine wirksame Arbeit gegen demokratiegefährdende gesellschaftliche Entwicklungen muss an den konkreten Problemen und Bedürfnissen vor Ort ansetzen.  Hier ist das Engagement von Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft von Nöten und muss auf allen Ebenen – auf Bundes- und Landesebene sowie regional und lokal – angesetzt werden.

Darüber hinaus gaben die Projektmitarbeiterinnen aus dem Büro für Chancengleichheit, Uta Gellermann und Anett Nuklies, einen Überblick zur Projektabrechnung 2016  und einen Ausblick zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 2017.

Näheres zum Bundesprogramm „Demokratie leben!:
Büro für Chancengleichheit, Anett Nuklies und Uta Gellermann, erreichbar unter 03871/ 722 1605 oder -1603

Impressionen von der 2. Demokratiekonferenz 6.12.2016

Impressionen von der 1. Demokratiekonferenz 2016