Flüchtlinge willkommen

Ankommen in LUP

Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern befinden sich in Nostorf / Horst, im Landkreis Ludwigslust-Parchim, und in der Außenstelle Stern-Buchholz (Landeshauptstadt Schwerin). Zuständige Behörde ist das Landesamt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten (AMF).

Die Notunterkünfte, die in den vergangenen Monaten durch den Landkreis zur Unterstützung der Aufgaben des Landes eingerichtet hatte, sind geschlossen worden leergezogen und und bis auf Lübtheen wieder dem Landkreis zurückgegeben worden.

Mit Stand vom 10. Dezember 2015 sind dem Landkreis Ludwigslust-Parchim 1.700 Flüchtlinge und Asylbewerber zugewiesen worden. Davon sind 420 zentral (Gemeinschaftsunterkünfte) und 1.280 dezentral in Wohnungen untergebracht worden.

Mit Stichtag 07.12. hatte der Landkreis 365 unbegleitete minderjährige Ausländer in der Betreuung.

Aufnahme

Die ankommenden Flüchtlinge werden erfasst und in der Erstaufnahmeeinrichtung in Horst oder in der Außenstelle Stern-Buchholz bei Schwerin untergebracht.

Die Notunterkünfte, die der Landkreis Ludwigslust-Parchim dem Land vorübergehend zur Verfügung gestellt hat, sind leergezogen und bis auf eine dem Landkreis bzw. den Kommunen wieder übergeben worden.

Asylverfahren

Das Asylverfahren in M-V läuft in folgenden Schritten ab:

  • Unterbringung in einer Erstaufnahmeeinrichtung (ersatzweise und vorübergehend Notunterkunft)
  • Antrag auf Asyl, Anhörung des/der AsylbewerberIn (bei Bedarf mit DolmetscherIn) in Horst
  • Zuweisung zu einem Landkreis / einer kreisfreien Stadt zur Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft oder einer dezentralen Wohnung
  • Prüfung des Einzelfalls durch Mitarbeiter des BAMF (Entscheider)
  • Entscheidung durch das BAMF

Asylbewerber mit anerkanntem Asylrecht oder mit anerkanntem Flüchtlingsschutz erhalten eine Aufenthaltserlaubnis von bis zu 3 Jahren, die unter bestimmten Voraussetzungen auch in eine unbefristete Niederlassungserlaubnis umgewandelt werden kann.

 

Verteilung auf die Landkreise und kreisfreien Städte

Die Verteilung der AsylbewerberInnen auf die Landkreise und kreisfreien Städte erfolgt entsprechend einem landesweiten Schlüssel. Jede/r kreisfreie Stadt/Landkreis hat eine Aufnahmequote.

Aufnahmequote 2015 in Prozent

  • Landkreis LUP  9,96 

  • Landkreis VR  17,55
  • Landkreis LRO  16,57 
  • Hansestadt Rostock HRO  6,37 
  • Landkreis MSE  20,65  
  • Landeshauptstadt Schwerin SN  2,87
  • Landkreis NWM  7,29
  • Landkreis VG  18,74

Die Unterbringung im Landkreis Ludwigslust-Parchim erfolgt in Gemeinschaftsunterkünften oder dezentral in den Kommunen. Unbegleitete Minderjährige werden in Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht.

Gemeinschaftsunterkünfte und dezentrale Unterbringung

Asylbewerber oder asylberechtigte Personen bzw. Familien können in Gemeinschaftsunterkünften oder dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Hierbei wird versucht, Familien mit schulpflichtigen Kindern möglichst schnell zu versorgen, damit den Kindern der Schulbesuch ermöglicht wird.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim bestehen Gemeinschaftsunterkünfte in Ludwigslust mit 263 Plätzen und Parchim mit 200 Plätzen. Außerdem gibt es ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge in Parchim mit 53 Plätzen.

Bislang (Stand 24.11.2015) wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim durch den Landkreis zur dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden 255 Wohnungen mit 1.476 Plätzen angemietet und ausgestattet. Durch den Fachdienst Soziales, Fachgebiet Wohnungsverwaltung wird weiter Wohnraum gesucht. Wer leerstehenden Wohnraum zu vermieten hat, kann sein Angebot im Vermieterformular eingeben und die Daten so an den Fachdienst Soziales, Fachgebiet Wohnungsverwaltung, übermitteln.

 

Finanzielle Leistungen und Sachleistungen

Für die Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist der Fachdienst Soziales zuständig.

"Die leistungsberechtigten Personen erhalten Grundleistungen (§ 3 AsylbLG), die einen Barbedarf (Taschengeld bzw. Regelsatz), ggf. auch als Sachleistungen, sowie die Kosten der Unterkunft (Gemeinschaftsunterkunft oder Mietwohnung), Hausrat und Heizkosten beinhalten. Darüber hinaus werden Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt (§ 4 AsylbLG) gewährt, da die Leistungsberechtigten in der Regel von der Gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen sind. Hinzu kommen sonstige Leistungen (§ 6 AsylbLG), z.B. besondere Bedarfe für Schwangere, Behinderte und Pflegebedürftige.

Für die ersten 15 Monate des Aufenthaltes werden Grundleistungen nach § 3 AsylbLG gewährt."

Quelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Asylbewerberleistungsgesetz