Integrationsprogramm der Wübben Stiftung

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© Quelle: Wübben Stiftung, 1. Akademie 6. und 7. Juni 2016 in Hamburg

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält Zuschlag für Integrationsprogramm der Wübben Stiftung

Jugendliche, die neu in Deutschland ankommen, haben große Hoffnungen auf ein eigenständiges Leben. Um diesen jungen Menschen hier eine Perspektive zu eröffnen, bedarf es umfassender Unterstützung durch Bildungsangebote und Arbeitsmarktzugänge. Kommunen stehen vor der großen Aufgabe, die passenden Angebote zu schaffen, entscheidende Akteure zu koordinieren und die Gesellschaft einzubinden, damit Integration tatsächlich gelingen kann.

Zur Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen hat die Wübben Stiftung das Programm impakt integration initiiert.

Viele Kommunen haben sich beworben - 15 Modellkommunen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben es geschafft und werden zweieinhalb Jahre lang dabei unterstützt, die Bildungschancen und beruflichen Perspektiven für jugendliche Neuzugewanderte zu verbessern. Die Kommunen profitieren von Qualifizierungs- und Vernetzungsformaten, Netzwerk- und Austauschtreffen zu unterschiedlichen Themen und von einem Entwicklungsbudget, um ein konkretes Vorhaben umzusetzen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sorgt zudem dafür, dass die Kommunen eine externe Begleitung erhalten, um Konzepte und Strategien zu erarbeiten und umzusetzen sowie tragfähige und nachhaltige Kooperations- und Kommunikationsstrukturen aufzubauen.

Am 6. und 7. Juni 2016 haben sich die teilnehmenden Kommunen im Rahmen einer ersten Akademieveranstaltung in Hamburg zusammengefunden und gemeinsam den offiziellen Programmstart eingeläutet. Ziel der ersten Akademie war es, neben einem gegenseitigen Kennenlernen, einen ersten Projektplan zu entwickeln. Dabei konzentriert sich jede Kommune auf die Ausgestaltung und Umsetzung der von ihr eingebrachten Idee zur Bewältigung der ganz konkreten Problemlage vor Ort.

Wofür steht die Wübben Stiftung?

Die gemeinnützige Wübben Stiftung fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche, denen des aufgrund ihrer Herkunft besonders schwerfällt, den zahlreichen Herausforderungen der Schule und um Alltag zu begegnen. Dazu unterstützt die Stiftung Akteure des Bildungssystems bei der Entwicklung, Verbreitung und Verbesserung wirksamer Angebote durch Fördermittel, Beratung und Vernetzung.

 

Analyseworkshop der Wübben Stiftung 16.01.2017

Analyseworkshop der Wübben Stiftung ein voller Erfolg

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim lud am 16.01.2017 zum Analyseworkshop für das Programm „impakt integration“ der Wübben Stiftung in den Solitär des Landratsamtes Parchim ein. Ziel des Programmes ist es, jugendlichen Neuzugewanderten im Landkreis Perspektiven durch Bildung zu eröffnen und sie damit in ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen: Projektreferent Herr Arne-Lars Winter erklärte, dass die Wübben Stiftung, eine Bildungsstiftung aus Düsseldorf, sich für gerechte Bildungschancen für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland einsetzt und Akteure des Bildungssystems bei der Entwicklung, Verbreitung und Verbesserung wirksamer Angebote durch Fördermittel, Beratung und Vernetzung unterstützt. Das Programm „impakt integration“, das die Wübben Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung umsetzt, widmet sich speziell der Entwicklung kommunaler Bildungsstrategien für jugendliche Neuzugewanderte, um ihre Bildungschancen zu erhöhen und ihre berufliche Integration zu fördern, so Winter.

Die Vorbereitungen des Büros für Chancengleichheit unter Leitung von Frau Heidrun Dräger haben sich gelohnt: Die Veranstaltung eröffnete der Landrat, Herr Rolf Christiansen, der die Wichtigkeit von Bildung als essenzielle Voraussetzung sowohl für den Zugang zu beruflicher Ausbildung als auch zum Arbeitsmarkt und damit als Schlüssel zur sozialen Integration betonte. Trotz vielfältiger Bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Bemühungen bestünden nach wie vor deutliche Ungleichheiten zu Ungunsten der jugendlichen Neuzugewanderten fort, was Bildung, Ausbildung und Beschäftigung angeht, so Christiansen. Ideen zu entwickeln, um diese auszugleichen sowie den jungen Menschen Wege zu ebnen und aufzuzeigen, stand im Fokus der Veranstaltung.

Unter diesem Motto ging es schließlich für die Workshopteilnehmerinnen und –teilnehmer an die Arbeit: Es erfolgte ein reger Austausch zwischen den beteiligten Bildungsakteurinnen und –akteuren aus dem Landkreis über bestehende Angebote, Optimierungsbedarfe und mögliche Schritte auf dem Weg zu einer bedarfsgerechteren Bildungslandschaft. Es bestand hierbei Konsens darüber, dass trotz der bisherigen guten Ansätze noch einige Hürden zu nehmen sind: So wäre zum Beispiel eine besser ausgebaute Informationsstruktur über bestehende Bildungsangebote sowie ein erleichterter Zugang zu diesen wünschenswert, und als besonders wichtiger Aspekt der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe „Bildung für Neuzugewanderte“ wurde mehrfach die sprachliche Bildung betont.

Zur konstruktiven Weiterarbeit am Thema wurde von den anwesenden Fachpersonen ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der sich erstmals am 05.04.2017 treffen wird.

Bilder vom Analyseworkshop