Gebäudeeinmessungspflicht

Gemäß des Gesetz über das amtliche Geoinformations- und Vermessungswesen (Geoinformations- und Vermessungsgesetz – GeoVermG M-V) sind für das Landesgebiet alle Flurstücke und Gebäude (Liegenschaften) im Liegenschaftskataster nachzuweisen (§22 (1) GeoVermG M-V). Gebäude im Sinne diese Gesetzes sind selbst-ständig benutzbare überdachte oder überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und geeignet oder bestimmt sind, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen oder dem Betrieb von Sachen dienen. Sie müssen von einiger Beständigkeit und Bedeutung, ausreichen standfest und fest mit Erdoberfläche verbunden sein (§22 (3) GeoVermG M-V).

Der Gebäudeeigentümer ist gemäß §28 (2) GeoVermG M-V bei neu errichteten oder im Grundriss veränderten baulichen Anlagen, die nach dem 12.08.1992 fertig gestellt wurden, verpflichtet, die Leistungen zum Nachweis im Liegenschaftskataster selbstständig und unaufgefordert in Auftrag zu geben und hierfür die Kosten zu tragen. Die Pflicht ist nicht personengebunden, sondern gleicht einer öffentlichen Last, die im Falle der Veräußerung auf den neuen Eigentümer übergeht. Demnach muss der Eigentümer der baulichen Anlage grundsätzlich eine Gebäude-einmessung bei der zuständigen unteren Vermessungs-und Geoinformationsbehörde oder einem Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur veranlassen. Die Pflicht entsteht spätestens wenn ein Gebäude neu errichtet ist oder ein bestehendes Gebäude in seinen Außenmaßen verändert worden ist.

Wenn die Vermessungs- und Geoinformationsbehörde des Landkreises Kenntnis erlangt hat, dass der Gebäudeeigentümer seiner gesetzlichen Pflicht nicht nachgekommen ist, fordert sie den derzeitigen Eigentümer auf, innerhalb einer angemessenen Frist die baulichen Anlagen einmessen zu lassen bzw. die notwendigen Unterlagen zum Nachweis der baulichen Anlagen im Liegenschaftskataster beizubringen. Die Gebäudeeinmessung kann durch die örtlich zuständige Vermessungs- und Geoinformationsbehörde oder einen in Mecklenburg-Vorpommern zugelassenen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) durchgeführt werden. Die aktuellen Adressen und Telefonnummern der einzelnen Vermessungsstellen finden Sie auf der Homepage des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen.

Wurde bis zum Ablauf der Frist kein Auftrag zur Erfüllung der Pflicht erteilt, so kann zur Durchsetzung eine Geldbuße bis zu 5.000,- € festgesetzt (§ 37 GeoVermG M-V) und nach § 28 (4) GeoVermG M-V das Erforderliche auf Kosten des Verpflichteten durchgeführt oder die Durchführung veranlasst werden.

Zum Zwecke der Vermessung darf das Grundstück gemäß § 25 GeoVermG M-V betreten werden.

Die Kosten für die Einmessung eines Gebäudes regelt die Vermessungskostenverordnung (VermKostVO M-V). Die Höhe der Kosten sind im wesentlichen vom Gebäudewert (Herstellungswert) abhängig.
Beim Inkrafttreten einer bevorstehenden Novellierung der VermKostVO M-V kann eine Veränderungen der Gebührenhöhe eintreten.

Für ein Einfamilienhaus, deren Wert nicht höher als 250.000,00 € ist, betragen die Kosten 674,63 €. Die Gebühr setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

Tarifstelle 9       - Messungsvorbereitungsgebühr:     52,00 € + 19% MwSt

Tarifstelle 13     - Vermessungsgebühr:                     475,00 € + 19% MwSt

Tarifstelle 14     - Übernahmegebühr:                         10% von 475,00 €

Antrag Weitere Informationen können Sie in unserem Infoblatt nachlesen.

 

Sie haben hier die Möglichkeit einen Auftrag zur Gebäudeeinmessung als PDF-Dokument herunterzuladen. Das ausgefüllte Formular können Sie uns anschließend unterschrieben per Post, Fax oder E-Mail zusenden. Gebaeudeeinmessung

Gebaeudeeinmessung

Gesetzliche Grundlagen

GeoVermG   VermKostVO   GeoZG

BodSchaetzG   VwKostG   BauVorlVO