Kraftfahrzeugkennzeichen – Zuteilung Wechselkennzeichen

Rechtsgrundlagen

  • § 8 Abs. 1a Fahrzeug Zulassungsverordnung
  • Anlage XXIX der Straßenverkehrs Zulassungsordnung

Allgemeine Informationen

Bei der Zulassung von zwei Fahrzeugen auf den gleichen Halter oder der Zuteilung des Kennzeichens für zwei zulassungsfreie kennzeichenpflichtige Fahrzeuge des gleichen Halters wird auf dessen Antrag für diese Fahrzeuge ein Wechselkennzeichen zugeteilt, sofern die Fahrzeuge in die gleiche Fahrzeugklasse fallen. 

  • M1 (PKW mit höchstens 8 Sitzplätzen),
  • L (zweirädrige und dreirädrige Kleinkrafträder, zweirädrige Kfz ohne Beiwagen und Krad mit Beiwagen, vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge)
  • O1 (Anhänger) 

und Kennzeichenschilder gleicher Anzahl und Abmessungen an den Fahrzeugen verwendet werden können. 

Wechselkennzeichen dürfen nicht als Saisonkennzeichen, rote Kennzeichen, Kurzzeitkennzeichen oder Ausfuhrkennzeichen ausgeführt werden. Das Wechselkennzeichen besteht aus einem den Fahrzeugen gemeinsamen Kennzeichenteil und dem jeweiligen fahrzeugbezogenen Teil.

Das gilt mit der Maßgabe, dass 

  1. Unterscheidungszeichen und der bis auf die letzte Ziffer gleiche Teil der Erkennungsnummer den gemeinsamen Kennzeichenteil bilden und
  2. die letzte Ziffer der Erkennungsnummer den jeweiligen fahrzeugbezogenen Teil bildet.

Ein Wechselkennzeichen darf zur selben Zeit nur an einem der Fahrzeuge geführt werden. Ein Fahrzeug, für das ein Wechselkennzeichen zugeteilt ist, darf auf öffentlichen Straßen nur in Betrieb gesetzt oder abgestellt werden, wenn an ihm das Wechselkennzeichen vollständig mit dem gemeinsamen Kennzeichenteil und seinem fahrzeugbezogenen Teil angebracht ist.

Es ist zu beachten, dass das Fahrzeug ohne Wechselkennzeichen für diesen Zeitraum ein komplettes Verbot für die Straßennutzung besitzt, d.h. auch das Parken auf öffentlichen Straßen ist nicht erlaubt. 

Bei Wechselkennzeichen im Sinne des § 8 Absatz 1a sind der gemeinsame Kennzeichenteil und der fahrzeugbezogene Teil jeweils fest anzubringen. Bei einachsigen Zugmaschinen genügt die Anbringung an der Vorderseite, bei Anhängern und bei Krafträdern die Anbringung an deren Rückseite.

Erforderliche Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigung Teil II und (Fahrzeugbrief) und
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) für betreffende Ggf. Kennzeichen, bei bereits zugelassenen Fahrzeugen
  • Fahrzeuge
  • eVB-Nr. (elektr. Versicherungs-Nr./7-stellig) bitte bei Ihrer Versicherung erfragen
  • gültige Hauptuntersuchung
  • SEPA- Lastschriftmandat zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer

zusätzlich bei Beantragung durch Vertreter (Bevollmächtigten):

  • Vollmacht zur Anmeldung des Fahrzeugs und das Original oder die beglaubigte Kopie Ihres Personalausweises oder den Reisepass mit Meldebescheinigung der Meldebehörde Ihres Wohnorts
  • Einverständniserklärung, dass dem Bevollmächtigten von der Zulassungsbehörde mitgeteilt werden darf, ob Kraftfahrzeugsteuerrückstände bestehen

für Firmen (GmbH, AG, OHG):

  • Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung und Vollmacht des Geschäftsführers

für Vereine:

  • Auszug aus dem Vereinsregister, Personalausweis und Vollmacht des benannten Vertreters/der Vertretenden

für Gesellschaft des bürgerlichen Rechts:

Gesellschaftervertrag und Vollmacht und Erklärung, auf welche natürliche Person die Zulassung erfolgen soll (von allen Gesellschaftern durch Unterschrift bestätigt)