Kraftfahrzeug – Zulassung gebraucht aus EU-Land

Zuständige Stelle

  • Technische Prüfstellen für den Kraftfahrzeugverkehr
  • Landesamt für Straßenbau und Verkehr
  • Die Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises bzw. kreisfreien Stadt

Rechtsgrundlagen

  • § 3 Absatz 1 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV)
  • § 7 Absatz 1 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV)

Allgemeine Informationen

Bei Fahrzeugen, die innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes bereits zugelassen waren, für die aber keine COC-Papier vorhanden ist, kann die Zulassungsbehörde die Zulassung in Deutschland nicht ablehnen, wenn ein entsprechendes ausländisches Zulassungsdokument vorgelegt wird.

Da in den ausländischen Fahrzeugpapieren häufig nicht alle in Deutschland für die Erstellung der Papiere erforderlichen technischen Daten vorhanden sind, ist der Halter / Händler verpflichtet, diese für die Zulassung verifiziert beizubringen. Das kann z.B. durch eine dem Fahrzeug zuzuordnende ABE oder durch eine zum Fahrzeug gehörenden (auch entwertet) Zulassungsbescheinigung Teil I oder II aus einem älteren Zulassungsverfahren sein, welche durch den Hersteller oder einen Sachverständigen einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation zu einem vollständigen Datensatz zusammengefasst wurden. Die Übereinstimmung mit den Daten und die Bestätigung der Vorschriftsmäßigkeit ist mit einer gültigen Hauptuntersuchung gemäß § 29 StVZO oder eines technischen Datenblattes oder ggf. nach Anordnung der Zulassungsbehörde durch ein Gutachten gem. § 21 StVZO zu belegen.  

Liegt weder ein COC-Papier noch ein verifizierter Datensatz vor, sind die technischen Daten in einem Einzelgenehmigungsverfahren gem.
§ 21 StVZO  bzw. § 13 FVZ zu erfassen und das Gutachten bei Zulassung des Fahrzeuges vorzulegen.

Geringe Abweichungen können in Verbindung mit diesem Gutachten durch die zuständige Behörde per Ausnahmegenehmigung (§ 70 StVZO) genehmigt werden. In M-V ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr zuständige Behörde.

Erforderliche Unterlagen

  • Zulassungsbescheinigungen und / oder CoC-Papier bzw.EG-Übereinstimmungserklärung oder eine Typ-Datenbestätigung vom Kraftfahrt-Bundesamt
  • Ggf. ein Gutachten gem. § 21 StVZO oder § 13 EG FGV 
  • Personalausweis (oder Reisepass mit Meldebescheinigung - nicht älter als 3 Monate)
  • Teilnahmeerklärung zum Lastschrifteinzugsverfahren für die Kraftfahrzeugsteuer
  • eVB-Nr. (elektr. Versicherungs-Nr./7-stellig) bitte bei Ihrer Versicherung erfragen
  • Bei zugelassenen Fahrzeugen die Kennzeichen
  • Kaufvertrag im Original

zusätzlich bei Beantragung durch Vertreter (Bevollmächtigten):

  • Vollmacht zur Anmeldung des Fahrzeugs und das Original oder die beglaubigte Kopie Ihres Personalausweises oder den Reisepass mit Meldebescheinigung der Meldebehörde Ihres Wohnorts
  • SEPA- Lastschriftmandat zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer
  • Einverständniserklärung, dass dem Bevollmächtigten von der Zulassungsbehörde mitgeteilt werden darf, ob Kraftfahrzeugsteuerrückstände bestehen

für Firmen (GmbH, AG, OHG):

  • Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung und Vollmacht des Geschäftsführers

für Vereine:

  • Auszug aus dem Vereinsregister, Personalausweis und Vollmacht des benannten Vertreters/der Vertretenden

für Gesellschaft des bürgerlichen Rechts:

  • Gesellschaftervertrag und Vollmacht und Erklärung, auf welche natürliche Person die Zulassung erfolgen soll (von allen Gesellschaftern durch Unterschrift bestätigt)

Kosten

Kosten richten sich nach der Gebührenordnung im Straßenverkehr (GebOst) und können, je nach Einzelfall, unterschiedlich hoch sein. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde.