Büro für Chancengleichheit

Am 1. Januar 2012 hat das Büro für Chancengleichheit seine Arbeit aufgenommen. Es ist direkt dem Landrat zugeordnet und wird von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Heidrun Dräger geleitet. Das Büro hat seinen Sitz in Parchim und Arbeitsmöglichkeit in Ludwigslust.

Im Büro für Chancengleichheit sind verschiedene Handlungsfelder gebündelt. Diese umfassen die Gleichstellung zwischen Frau und Mann, die Migration und Integration von Migrantinnen und Migranten, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, die Koordinierung der Arbeit des Kriminalitätspräventionsrates und seiner Arbeitsgruppen, die Geschäftsstelle des Kreisseniorenbeirates, die Koordinierung des Projektes "Toleranz Fördern, Kompetenz Stärken".

Das Team des Büros setzt sich für Chancengleichheit im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein und tritt Diskriminierungen in den verschieden Lebensbereichen entgegen. Ziel ist es, den Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises gleiche Zugangs- und Lebenschancen in gesellschaftlich, sozial, politisch und wirtschaftlich relevanten Bereichen zu ermöglichen.

Frauen und Männer sollen unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Herkunft und Religion die gleiche Teilhabe an den Ressourcen und Möglichkeiten unseres Landkreises haben.

 

Zu den einzelnen Arbeitsschwerpunkten finden Sie spezielle Seiten unter Lebenslagen.

Gleichstellung zwischen Frau und Mann

Gleichstellung der Geschlechter ist der Prozess tatsächlicher Gleichstellung von Geschlechtern in rechtlicher Hinsicht und im Hinblick auf ihr persönliches und berufliches Entfaltungspotential in einer Gesellschaft (Chancengleichheit). Gleichstellung als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit führt zu einer gleichen Teilhabe an persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Damit schafft Gleichstellung der Geschlechter auch die Freiheit und den gesellschaftliche Raum, individuelle Lebensentwürfe zu realisieren.

Gender Mainstreaming bedeutet, dass die Politik, dass aber auch Organisationen und Institutionen jegliche Maßnahmen, die sie ergreifen möchten, hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und von Männern untersuchen und bewerten sowie gegebenenfalls Maßnahmen zur Gleichstellung ergreifen. Das heißt, in allen Phasen der Planung, Durchführung und Auswertung von Maßnahmen müssen die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern und die Auswirkungen auf beide Geschlechter berücksichtigt werden.

 

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Anlaufstelle zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Soweit Beauftragte des Deutschen Bundestags oder der Bundesregierung zuständig sind, leitet die ADS die Anliegen der Personen mit deren Einverständnis unverzüglich an diese weiter.

Die unabhängige Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) unterstützt Personen, die Benachteiligungen erfahren haben, die rassistisch motiviert oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität erfolgt sind. Die ADS kann insbesondere

  • über Ansprüche informieren
  • Möglichkeiten des rechtlichen Vorgehens im Rahmen gesetzlicher Regelungen zum Schutz vor Benachteiligungen aufzeigen
  • Beratungen durch andere Stellen vermitteln und
  • eine gütliche Einigung zwischen den Beteiligten anstreben.

Soweit Beauftragte des Deutschen Bundestags oder der Bundesregierung zuständig sind, leitet die ADS die Anliegen der Personen mit deren Einverständnis unverzüglich an diese weiter.

Integration/Migration
Menschen mit Behinderung/Behindertenbeirat

Im Büro für Chancengleichheit können Menschen mit Behinderung eine Erstberatung und Informationen erhalten. Die Arbeit des Behindertenbeirates des Landkreises Ludwigslust-Parchim wird hier koordiniert. Bitte informieren Sie sich unter Menschen mit Behinderung.

 

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Seniorenbeirat
Kriminalitätsprävention

Wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet der Begriff Prävention zunächst ein "Zuvorkommen" bzw. eine Vorbeugung. Präventive Handlungen oder Maßnahmen sollen nach diesem Verständnis verhindern, dass individuell, sozial oder gesellschaftlich unerwünschte Zustände oder Entwicklungen eintreten.

Kriminalitätsprävention ist die Aufgabe einer modernen Gesellschaft, Kriminalität bereits in oder vor ihrer Entstehung zu verhindern. Die vorbeugende Bekämpfung der Kriminalität stellt die Gesamtheit aller staatlichen und privaten Bemühungen zur Verhütung von Straftaten dar. (nach Landespräventionsrat Niedersachsen, Glossar zum Beccaria-Programm).

 

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Ehrenamt

Das Büro für Chancengleichheit möchte gezielt die Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die noch nicht zum „Alten Eisen“ gehören, die den Ruhestand genießen aber auch noch aktiv gestalten wollen.

Lassen Sie keine Langeweile aufkommen, denn die Sicherstellung vieler gesellschaftlicher Aufgaben ist nur durch das bürgerschaftliche Engagement möglich.

 

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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Die Bundesregierung unterstützt Initiativen, die sich für ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und Vielfalt in der Gesellschaft einsetzen. Denn diese Werte bilden die Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Sie sind in Gefahr, wenn extremistische Gruppen an Raum gewinnen.

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das zivile Engagement von Initiativen und Vereinen. Schwerpunkt soll die Arbeit gegen den Rechtsextremismus sein. Doch es können auch Projekte gefördert werden, die sich gegen jegliche Formen von vorurteilsbasierter, politischer und weltanschaulich motivierter Gewalt und Menschenfeindlichkeit wenden.

 

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Koordinierungsstelle Bildung

Seit dem 17. Mai 2016 hat die „Koordinierungsstelle Bildung“ - angesiedelt im Büro für Chancengleichheit unter Projektleitung von Frau Heidrun Dräger - den Aufbau eines datenbasierten, kommunalen Bildungsmanagements begonnen. Mit dem Vorhaben „Mit Bildung in die Zukunft“ ebnet der Landkreis Ludwigslust-Parchim den Weg in eine transparente und chancengleiche kommunale Bildungslandschaft, welche die Vernetzung der Bildungsakteure und Bündelung von Ressourcen im Landkreis anstrebt.

Das Vorhaben „Mit Bildung in die Zukunft“ wird im Rahmen des  Bundesprogrammes „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfond (ESF) der Europäischen Union (EU) gefördert. Das Förderprogramm „Bildung integriert“ unterstützt bundesweit Kommunen beim Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements und steht im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014-2020 unter dem Motto "Zusammen. Zukunft. Gestalten.". Bei der Gestaltung des Vorhabens wird der Landkreis von der Transferagentur Nord-Ost unterstützt.

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Integrationsprogramm der Wübben Stiftung

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält Zuschlag für Integrationsprogramm der Wübben Stiftung

Jugendliche, die neu in Deutschland ankommen, haben große Hoffnungen auf ein eigenständiges Leben. Um diesen jungen Menschen hier eine Perspektive zu eröffnen, bedarf es umfassender Unterstützung durch Bildungsangebote und Arbeitsmarktzugänge. Kommunen stehen vor der großen Aufgabe, die passenden Angebote zu schaffen, entscheidende Akteure zu koordinieren und die Gesellschaft einzubinden, damit Integration tatsächlich gelingen kann.

Zur Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen hat die Wübben Stiftung das Programm impakt integration initiiert.

Viele Kommunen haben sich beworben - 15 Modellkommunen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben es geschafft und werden zweieinhalb Jahre lang dabei unterstützt, die Bildungschancen und beruflichen Perspektiven für jugendliche Neuzugewanderte zu verbessern. Die Kommunen profitieren von Qualifizierungs- und Vernetzungsformaten, Netzwerk- und Austauschtreffen zu unterschiedlichen Themen und von einem Entwicklungsbudget, um ein konkretes Vorhaben umzusetzen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sorgt zudem dafür, dass die Kommunen eine externe Begleitung erhalten, um Konzepte und Strategien zu erarbeiten und umzusetzen sowie tragfähige und nachhaltige Kooperations- und Kommunikationsstrukturen aufzubauen.

Am 6. und 7. Juni 2016 haben sich die teilnehmenden Kommunen im Rahmen einer ersten Akademieveranstaltung in Hamburg zusammengefunden und gemeinsam den offiziellen Programmstart eingeläutet. Ziel der ersten Akademie war es, neben einem gegenseitigen Kennenlernen, einen ersten Projektplan zu entwickeln. Dabei konzentriert sich jede Kommune auf die Ausgestaltung und Umsetzung der von ihr eingebrachten Idee zur Bewältigung der ganz konkreten Problemlage vor Ort.

Wofür steht die Wübben Stiftung?

Die gemeinnützige Wübben Stiftung fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche, denen des aufgrund ihrer Herkunft besonders schwerfällt, den zahlreichen Herausforderungen der Schule und um Alltag zu begegnen. Dazu unterstützt die Stiftung Akteure des Bildungssystems bei der Entwicklung, Verbreitung und Verbesserung wirksamer Angebote durch Fördermittel, Beratung und Vernetzung.

Kontakt: (siehe rechten Rand)

Uta Gellermann